Kategorie: ‘R e z e p t e Rezepte Rezepte’
Versprochen ist versprochen und das gilt hier für die Zubereitungsrezepte der Wildkräutersaucen. Man läßt in einem guten Weisswein die kleingeschnittenen Kräuter wie Ackerhellerkraut oder Hirttentäschel, Bachbunge, Melde, Gaänseblücmchen (Auch die Wurzel), Wegerich, evtl. je nach Geschmacksrichtung dazu noch Knoblauchrauke, bis zu 24 Stunden ziehen. Danach abseihen, etwas aus Mehlschwitze hergestellte braune Grundsauce zugeben und das Ganze ca. 10 Minuten köcheln. Nach kurzem Erkalten abschmecken mit etwas Kräutersalzzugabe und zieht ein in Weisswein oder sauirer Sahne verquirltes Ei unter. Erst jetzt streut man noch zusätzlich frisch gehackte Kräuter nach Geschmack darüber. So z.B. Brennnessel, Rosmarin, Oregano, Leibstöckel, je nach Geschmacksrichtung.
Der Quarkwickel wird bei Rötungen auf der Brust von stillenden Müttern genutzt. Quark ist sanft, kühlend und schmerzlindernd.
Honig ist ein Produkt der Sonnenwärme und der Blüte. Er ist ein Nährstoff des Gehirns und beeinflusst die Temperaturregulation im Körper. Bei Insektenstichen kühlt ein Honigaufstrich die Haut und vermindert das Jucken. Honig wirkt auch bei Hautausschlägen, z.B. bei Akne. Bei Verbrennungen immer sofort kaltes Wasser über die verbrannte Stelle gießen. Leichte Verbrennungen heilen gut mit Honig.
Die Kartoffel, dieser gutmütige Kumpel, beruhig als Püree nervös bedingte Darmbeschwerden. Dass die rohe Kartoffel imstande ist, Rückenschmerzen zu lindern, ist weniger bekannt. Bei Nackenschmerzen eine rohe ungeschälte Kartoffel unter den Nacken legen und in der Rückenlage so eine Weile liegen bleiben. In den Schmerz atmen, das entspannt und mindert den Schmerz.
Eine weitere Variante Wildkräutersauce zu der wir folgende Zutaten benötigen:
Zwei bis drei Tassen fein gehackte Kräuter bestehend aus Bibernellen, kleinem Wiesenknopf, Quendel soweit vorhanden, guter Heinrich, Gundermann, Schafgarbe, Wiesenschaumkraut, soweit vorhanden, Gänseblümchen (Blüten, Blätter und klein gehechselte Wurzeln), Hirtentäschel und wer will kann zum Abschmecken noch Knoblauchrauke nehmen.
Das wird jetrzt in etwas Rapsöl angeschmort, mit Kräutersalz gewürzt. Dann Wasser oder eine selbst gemachte Brühe dazu gießen. Das zusammen 10 bis 20 Minuten köcheln lassen.
Mit einer Kartoffelstärke oder Mehl andicken und abschmecken. Wer will kann noch etwas saure Sahne untergeben
Ein weiches Ei, die Aufbaunahrung nach schwerer Krankheit, regt den Eiweißstoffwechsel und den Gallenfluß an.
Einen Kunsthonig mit Holunderblüten selbst herstellen ist eigentlich keine Kunst. Nein, mit echtem Honig ist er nicht zu verwechseln, der selbst gemachte Brotaufstrich mit Holunderblüten.
Man kann auch zur späteren Jahreszeit die schwarzen Beeren nehmen und auch davon einen Kunsthonig zubereiten. Was braucht man dazu?
Zunächst einmal eine Menge Holunderblüten, ca. 4 Hände voll. Diese werden am Morgen gegen 11 Uhr gepflückt. Dazu kann man einige Blüten des Yasmin geben. Es sollten die 4-Blättrigen echten Yasminblüten sein. Dazu noch 4 bis 5 Blättchen Zitronenmelisse. Wer will kann 4 bis 5 frische Erdbeerblättchen beifügen.
Nun wird ein großer Topf gefüllt mit 2 1/2 Liter Wasser, die Pflanzenteile zugeben Auf den Elektroherd gesetzt und etwa 5 Minuten aufgekocht. Nun erkalten und etwa 4 Stunden ziehen lassen. Danach wird der Sud durch ein Leintuch abgegossen. Es werden 2 Kilogramm Zucker in den Sud gefügt. Das Ganze nun bei schwacher Temperatur köcheln lassen. Nach ca. 2 bis 3 Stunden verdickt sich der Sud. Die Viskositätsprobe ergibt ob es zu einem “Holunderhonig” aufbereitet ist. Die Probe: mit einem hölzernen (keinen Metallenen) Kochlöffel schöpfen und herabtropfen lassen. Zeigt sich eine gleichmäßige noch gerade zäh fließende Flüssigkeit ist es Zeit den Topf vom Herd zu nehmen, füllt es in bereit gestellte Glasgefäße, z.B. Marmeladengläser, ein und läßt es erkalten.
Nach dem Erkalten heißt es eine Probe nehmen. Dazu eine getoastete Brotscheibe bestreichen.
Grundsätzlich: Ja!
Wildkräutersaucen zu Fisch sind unter Kennern eine Delikatesse. Doch man muß nicht unbedingt in ein Firstclass Restaurant gehen um es zu genießen, selber machen geht auch.
Folgende Zutaten sind dazu empfehlenswert: Gehackte Zwiebeln und ein zerkrümeltes älteres Weissbrot oder Brötchen goldbraun in etwas Olivenöl rösten.
Dann dazu geben: 1 Teelöffel Zitronensaft.
Weiter ein bis zwei Tassen gehackter Kräuter beifügen und bestehend unter anderem aus: Vogelmiere, etwas Gundermann (der jetzt bereits verblüht ist), Sauerampfer, Brunnenkresse, soweit noch zu bekommen Bärlauchblätter oder 2 Jungzwiebeln mit grün, wer es mag nimmt noch Blätter der Knoblauchrauke, Kresseblätter und Kresseblüten, Wegerichblätter.
Das Ganze nun fünf Minuten dünsten. Nachher vom Herd nehmen und einen geriebenen Apfel, eine Tasse mageren Yoghurt, eine halbe Tasse mageren Quark, dazu darunter mischen. Mit etwas Kräutersalz und Paprika, evtl. dazu noch Pfeilkresse, würzen und frisch zubereitet servieren.
….. schon mal probiert?
Noch ist Spargelzeit und, es muß schon frsicher weißer sein denn der schmeckt am besten. Das Rezept für unser heutiges Menü mit Spargel und grüner Sauce:
Wir benötigen 4 Eier, 2 Pfund (oder ein Kilo) frischen weißen Spargel, 8 Scheiben gekochten (echten) Schinken, 5 Esslöffel Mehl, 500 gr. Paniermehl.
Für die grüne Sauce: 4 Esslöffel Majonaise (slesbt gemacht), 150 gr. Magermilchjoghurt, 3 Esslöffel Creme-Fraiche, 1 Esslöffel Dijo-Senf, einen Bund frische Kräuter (z.B. Knoblauchsraukenblätter und Blüten, 2 Blätter Bärenlauch, Vogelmiere, Gundelrebe Blätter und Blüten, Ehrenpreisblätter und Blüten, Ackerhellerkraut, Gierschblätter) kleingehechselt und davon eine gerstrichene Hand voll nehmen, nun noch 3 Esslöffel Zitronensaft.
Den frischen weißen Spargel in kochendem Wasser mit einer Prise Kräutersalz, etwas Zucker sowie dazu einen gestrichenen Teelöffel Butter, bissfest garen. Dann abkühlen lassen.
Zwei Eier für die Saucenzubereitung hart kochen. Die anderen 2 Eier mit Kräutersalz und, falls vorhanden Wasserpfeffer oder schwarzen Pfeffer nehmene und das Ganze nunmehr verrühren und würzen nach Geschmack.
Je 4 Stangen des weißen frischen Spargel on eine Schinkenscheibe einwickeln. Das nun in Mehl und dem Paniermehl wenden. Jetzt kurz in einer Pfanne Olivenöl erhitzen und darin die umwickelten Schinken-Spargelstangen ausbacken bis sie eine goldbraune Farbe erreicht haben.
Heiß sertvieren und mit der grünen Sauce benetzen.
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Mal probieren, es schmeckt köstlich.
Zutaten sind: Ein bis zwei Tassen Reis. Dazu eine kleine gehackte Zwiebel. Das nun in genügend Raps- oder Weizenkeimöl glasig schmoren. Dann zwei Tassen grob gehackter Kräuter, Frauenmantel, Kohlkratzdistel (hier die Stacheln vorher großzügig abschneiden, dann noch Malve Blüten und Blätter, weiter junge Blätter des noch nicht geblühten Löwenzahn oder auch die kleinen oberen Blätter und die gelblichen Blüten, dazu noch Wiesengeisfuss, Wegerich und Bibernelle.
Die Kräuter läßt man im zugedeckten Topf mit zwei Tassen Brühe aufgegeben zusammenfallen. Dann würzen zum Beispiel unter Beigabe von einem Blatt Liebstöckel und Kräutersalz. Nun etwa 15 Minuten garen lassen. Zwischendurch die verdunstete Flüssigkeit ergänzen.
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Für diese Zubereitung benötigen wir: Zunächst einen dickflüssigen Hefeteig, den wir zubereiten aus einem Päckchen Hefe, einer Prise Kräutersalz, 100 Gramm gutes Weizenmehl sowie nach 100 Gramm Buchweizenmehl, 50 Gramm feiner Haferflocken, und 50 Gramm Paniermehl. Diese können auch durch eine entsprechende Menge Roggen- oder Vollkornmehl, bzw. Kichererbsenmehl, ersetzt werden. Jetzt noch zwei Eier, einen Teelöffel Raps- oder Distelöl und entsprechende Menge Milch. Den Teig mindestens etwa zwei Stunden gehen lassen. Wenn er hochgegangen ist jedesmal zusammenrühren.
Jetzt kommen drei bis vier handvoll Kräuter der Saison wie z.B. Wegerich, Luzerne mit Blüten ohne Samen, Hirtentäschel, Geißfuß, sowie eine halbe Zwiebel in wenig Fett unter Beigabe von wenig Wasser langsam weich dünsten. Das alles nun unter den Teig rühren. Nun backen wir in heißem Fett in der abgedeckten Pfanne damit es schön aufgeht, kleine Teigflecken aus bis sie goldbraun sind. Wenn möglich noch warm servieren. Als Salat können wir dazu Löwenzahn mit einer Würzsauce geben.
Holunder, oder wissenschaftliche Bezeichnung Sambucus nigra, gehört zu den Caprifoliacea, den Geißblattgewächsen und in die Reihe der Wildobstsorten. Vielerlei Namen sind im Volksmund bekannt wie z.B. Eller, Holler, Dolder, falscher Flieder, Musflieder, Alhorn und Kelkenbusch. In England nennt man ihn Elder, Frankreich bezeichnet ihn als Sureau und Spanien kurz und bündig Sabuco. In Wäldern und Gebüschen, Rideralplätzen, Laub- und Auwäldern vor allem, sowie in europäischen Gärten hat er sein Einzugesgebiet. In günstigen Lagen wird er bis zu acht Meter hoch. Er ist Anzeiger eines „gut gedüngten“ Erdreichs. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist gegeben durch Vögel welche die Beeren verbreiten. Die jungen Zweige sind graugrün während die Rinde des Baumes ist hellgrau bis braun ist. Typisch ist das innere weiche Mark. Die Blätter zeigen sich unpaar gefiedert.
HolunderCharakteristisch ist der Duft der Blüten Ende März bis Ende April. Dieser strömt aus den weißen Scheinrispen mit seinen fünfzähligen Zwitterblüten. Ab Mitte August reifen die Trugdolden an den rotvioletten Fruchtstielen und es zeigen sich kleine kugelige schwarze, beerenartige Steinfrüchte mit meist drei bräunlichen Steinkernen.
Die Germanen krönten ihn als den Heiligen Baum als Sitz. Er war der schützenden Göttin Holder, oder Frau Holle, gewidmet. In steinzeitlichen Siedlungen sowie den Pfahlbauten in Uhldingen am Bodensee wurden Behältnisse mit Holundersamen gefunden. Ebenso war Holunder den Römern bekannt wie Funde in Xanten am Niederrhein nachgewiesen haben. Übrigens, wer einen Holunderbaum abschlug musste mit Unglück und sogar Tod rechnen. Denn, er war dem Glauben nach Schutz für die Gottesmutter Maria während der Flucht nach Ägypten.
Heute ist der Holunder nicht nur bei der bäuerlichen Bevölkerung wieder hoch angesehen. Selbst in kleinen Gärten ist er zu finden, dient er doch auch als geeigneter Nistplatz und Schutz für Vögel.
Gesammelt werden die Triebspitzen und jungen Blätter im April Mai und Juni. Die Blüten ab Mai/Juni und nur die grüne Schicht der Rinde zwischen Holz und Außenrinde im Februar, März April. Wurzelrinden auch im September, Oktober, November. Die Blüten sollten bei trockenem Wetter morgens gegen 11 Uhr geerntet werden weil dann die Morgenfeuchtigkeit abgedampft ist jedoch die Blüten noch ausreichend saftig sind.
Inhaltsstoffe des Holunders.
Er gehört botanisch zu den Wildobstarten, das zwei bis sieben Meter hoch wächst.
Die Blüten enthalten hauptsächlich die Inhaltsstoffe von über 1 Prozent Flavonoide, Gerbstoffe, bis 0,2 Prozent ätherisches Öl, Kaffeesäureester, organische Säuren, Chlorogensäure, Triterpene, Sambunigrin als cynogenes Glykosid, Phytosterine und Schleim.
Besonders erwähnenswert sind die Inhaltsstoffe der Beeren. Zunächst 80,9 g Wasser auf 100 g essbaren Anteil. Dann noch 2,53 g Eiweiß, 7,4 g Kohlenhydrate, 8,5 Prozent Ballaststoffe. Noch zu nennen vor allem das Vitamin C mit ca. 18,5 mg, gefolgt von Nicotinamid mit 1,48 mg dem Carotin mit 0,36 mg, Vitamin B 2 mit 0,078 und B 1 mit 0,065 mg, 0,69 g Mineralstoffe. Weiter sind es Flavonglykoside, Quercetin, Gerbstoffe, Schleim und organische Säuren, Rutin, Sambunigrin sowie Saponinstoffe. Weiterhin sind in den Beeren Apfel- und Weinsäure, sowie Eisen-, Kalium-, und Natronanteile. Dazu ein hoher Anteil an ätherischen Ölen in den Blüten.
HolunderbeerenMedizinische Wirkung.
Nicht nur von den Blüten, auch den getrockneten Beeren kann ein Tee bei Erkältungserkrankungen zubereitet werden. Während überwiegend die Blüten eine schweißtreibende Wirkung haben ist es bei den Blättern, Rinde und Wurzelrinde mehr die harntreibende und leicht abführende Wirkung. Die Beeren wirken auf die Erhöhung der Widerstandskräfte und sind schwach die Verdauung anregend. Durch den Gehalt an Vitamin B ist auch eine Wirkung bei Migräne, Tic´s, bei Ischias und Hexenschuß sowie Trigeminusneuralgie nachgewiesen.
Dem Holunder wird eine schweißtreibende Eigenschaft nachgewiesen. Hierbei ist nicht genau geklärt ob diese Eigenschaft von den Flavonoiden oder ätherischen Ölen herrührt. Dann ist eine schwache harntreibende Wirkung gegeben. Vor allem bei kreislaufstabilen Patienten empfiehlt sich eine Schwitzkur bei Erkältungen mit Holundertee. In der Anwendung zu Heilzwecken sind Holunderblüten als Tee zubereitet der Schweißtreibung dienend. Zwei Teelöffel frischer Blüten auf eine Tasse überbrüht zubereitet und zwei bis fünf Minuten ziehen lassen ungezuckert so warm wie möglich trinken. Nicht aufwärmen!
Wirkung bei Erkrankungen wie Grippaler Infekte, Husten, Lungenentzündung, Rheuma und bei Schnupfen angezeigt. Eigentlich bei allen Erkrankungen welche sich durch Schwitzen beeindrucken lassen.
Holunderblüten und Lindenblüten zu Tee verarbeitet wirken bei fiebrigen Erkältungen, Grippe und anderen Infektionen wegen der schweißtreibenden Wirkung ausleitend.
Äußerlich findet ein Umschlag als Zugabe der Holunderblüten in Kräuterkissen bei Schwellungen und Entzündungen Verwendung.
Die Blätter wurden in der Volksmedizin zusammen mit Leinöl zugegeben, etwa drei Wochen stehen gelassen und bildete dann das „Grüne Holunderöl“ zum Zwecke der Einreibung bei verschiedenen Entzündungen.
In der Homöopathie sind die Beziehungen zu den Atemwegen und deren Erkrankungen. Auch für Kinder mit erhöhter Infektanfälligkeit indiziert. Nicht geeignet in der Potenzierung D 1 für Säuglinge.
Aus den Beeren werden heute noch in Österreich und den Schweizer Gebirgsregionen aus den Beeren eine Holundersuppe bereitet welche zusammen mit Äpfeln und Grießklößchen zubereitet werden. Diese findet dann vor allem bei Kindern und älteren Menschen in der Erkältungsphase Anwendung. Ebenso gilt es für den Hollersaft, der eingedickt, aufbereitet wird mit einem Esslöffel Holundersaft auf eine Tass die mit heißem Wasser aufgefüllt und noch so warm wie möglich getrunken wird.
Holunderbeeren am StrauchAnwendung im heimischen Bereich, Küchenrezepte.
Holunderblütenhonig selbst gemacht. Nein, mit echtem Honig ist er nicht zu verwechseln, der selbst gemachte Brotaufstrich mit Holunder. Hauptsache ist, er schmeckt und ist bekömmlich. Was braucht man dazu? Zunächst einmal eine Menge Holunderblüten, ca. 4 Hände voll. Diese werden am Morgen gegen 11 Uhr gepflückt. Dazu kann man einige Blüten des Yasmin geben. Es sollten die 4-Blättrigen echten Yasminblüten sein. Dazu noch 4 bis 5 Blättchen Zitronenmelisse. Wer will kann 4 bis 5 frische Erdbeerblättchen beifügen.
Nun wird ein großer Topf gefüllt mit 2 1/2 Liter Wasser, die Pflanzenteile zugeben Auf den Elektroherd gesetzt und etwa 5 Minuten aufgekocht. Nun erkalten und etwa 4 Stunden ziehen lassen. Danach wird der Sud durch ein Leintuch abgegossen. Es werden 2 Kilogramm Zucker in den Sud gefügt. Das Ganze nun bei schwacher Temperatur köcheln lassen. Nach ca. 2 bis 3 Stunden verdickt sich der Sud. Die Viskositätsprobe ergibt ob es zu einem “Holunderhonig” aufbereitet ist. Die Probe: mit einem hölzernen (keinen Metallenen) Kochlöffel schöpfen und herabtropfen lassen. Zeigt sich eine gleichmäßige noch gerade zäh fließende Flüssigkeit ist es Zeit den Topf vom Herd zu nehmen, füllt es in bereit gestellte Glasgefäße, z.B. Marmeladengläser, ein und läßt es erkalten. Nach dem Erkalten heißt es eine Probe nehmen. Dazu eine getoastete Brotscheibe bestreichen.
Die Beeren im Spätsommer sollten nicht roh gegessen werden da sie die Verdauung störend beeinflussen und starken Brechreiz erzeugen können.
Als Mus zubereitet wirken die Früchte des Holunders bei Darmentzündungen. Ebenso wirken sie auf bisher allerdings ungeklärte Weise bei Neuralgien, Ischiasbeschwerden, Trigeminusneuralgien, Migräne, und bei Tic´s. Ein Schnapsglas Holunderwein vor dem Essen getrunken fördert den Appetit, wirkt auf den Kreislauf kräftigend und regelt den Stuhlgang.
Die reifen Beeren lassen sich zu Gelee, Mus und Saft verarbeiten. Besonders schmackhaft ist vergoren der Holunderbeerenwein. Während man im Frühjahr von den Holunderblüten Tee zubereiten kann der ins Schwitzen bringt. Blüten werden in Pfannkuchenteig verarbeitet, welche übrigens hervorragend schmecken. Oder, man macht einen Holunderblütenwein.
Holunder-Apfel Likör.
Im Spätsommer sind es die Früchte, Holunderbeeren, die man zu Saft einkochen kann, Marmelade herstellt oder einen schmackhaften Holunder-Apfel Likör zubereitet. Es ist an der Zeit wenn die Holunderbeeren fast von den Dolden fallen zu Ernten. Die Beerenstrünke werden eng abgeschnitten. Die gerade frisch geernteten Beeren mit gleicher Menge ungeschälter und zerkleinerter Apfelschnitze zunächst kochen bis die Apfelschnitze weich sind. Dann alles in ein sauberes Leintuch wickeln und auspressen. Jetzt werden einem Liter Holunderbeeren-Apfelsaft ein Kilo brauner Zucker (z.B. brauner Kandiszucker oder Karamellzucker und noch ein Viertel-Tütchen Vanillezucker dazu) gegeben und etwa eine halbe Tasse Wasser. Zur Abschmeckung noch zwei bis drei Tropfen Bittermandel beifügen. Nun den Saft kurz aufkochen und etwa fünf Minuten ziehen lassen unter Beigabe von 0,7 Liter 40 -prozentigem Rum, umrühren und in eine entsprechend beschriftete Flasche einfüllen.
Kühl, aber nicht zu kalt trinken. Schmeckt auch gut zum Eis.
Achtung: Holunder-Likör wirkt ebenso wie Holundersaft und Holundertee, manchen Menschen schweißtreibend.
Verwendung findet nicht nur Blüten und Früchte des Holunders sondern auch die getrocknete Rinde der noch nicht über 3 Jährigen Stammrinde sowie der Wurzelrinde. Diese wirken auch als Tee zubereitet schweiß- und harntreibend sowie anregend auf den Stoffwechsel.
Die ausschließlich schwarzen Beeren sollten zur Anwendung und Zubereitung frisch gesammelt und gekocht werden.
Ein Holundermus besteht i.d.R. aus einem halben Liter entstielter ausgepresster Beeren. Dazu zehn vom Kern entfernte Pflaumen, es können auch Trockenpflaumen ohne Kerne verwendet werden. Dazu 70 Gramm braunen, gemahlenen Zucker, eine kleine Zimtstange dazu. Jetzt mit einer halben Tasse Wasser auffüllen und langsam zu Mus kochen. Danach etwas Zitronensaft zugeben und gleich servieren mit Semmel- oder Weißbrotbrösel. Das Mus wirkt als mildes Abführmittel. Nicht für Säuglingen und Kleinkinder geeignet!
Schmackhaft ist ein selbst bereiteter Apfel-Holundergelee, den ich ebenfalls gerade heute hergestellt habe. Dazu erforderlich sind drei bis vier ungeschälte Äpfel die zerkleinert werden. Weiter die gleiche Menge ungestielter Holunderbeeren welche durch ein Leintuch ausgedrückt werden. Richtig auswringen ergibt wesentlich mehr Saft. Dann insgesamt eine Tasse Wasser zugeben und zum Kochen bringen. Nach etwa 5 Minuten alles durch ein feines Sieb drücken. Nun wird auf einen Liter Saft ein Kilogramm Gelierzucker und ein halbes Tütchen Vanillezucker beigefügt. Dazu der Saft von ein bis zwei Zitronen oder fünf bis zehn Gramm Zitronensäure, ist aber bei Verwendung von Gelierzucker nicht unbedingt notwendig. Das Ganze nun offen köcheln lassen und ab und zu eine Probe nehmen. Erstarrt die Probe ist der Gelee gelungen. Dann heiß in vorbereitete Gläser füllen, kurz abkühlen lassen und auf die dennoch heißen Gläser die Deckel aufschrauben und abkühlen lassen. Nicht gleich in den Kühlschrank stellen!
Ein alter Tipp noch von Obstbauern: Werden die Blüten im Frühjahr schichtweise zwischen gelagerten Äpfeln gelegt halten diese sich länger frisch.
Bei der zur Zeit heißen Witterung ist ein Milchshake mit Holundersaft angenehm. Dazu nimmt man zwei Schnapsgläser voll gekühltem Holunderbeerensaft auf einen Liter gut gekühlter Milch, gibt einen Teelöffel Zucker dazu und schüttelt es gut durch. Noch kalt trinken erfrischt das Getränk.
Die Homöopathie wendet den schwarzen Holunder, Sambucus nigra, in entsprechender Potenzierung an bei Erkältungskrankheiten, Wassersucht, Husten, Rachen- und Nebenhöhlenentzündungen. Ausnahmsweise bei Säuglingen wenn diese eine verstopfte Nase haben. Andere Anwendungen sind bei Säuglingen kontraindiziert. Vor der Anwendung unbedingt mit dem Arzt oder Heilpraktiker Kontakt aufnehmen.
Holunder nicht mit Attich oder ähnlich aussehenden Blüten im Spätfrühjahr, bzw. den Früchten im Spätsommer, verwechseln. Wer die Pflanzen nicht kennt sollte ein geeignetes Bestimmungsbuch bzw. an einer geführten Kräuterwanderung teilnehmen.
Dazu gehen wir auf einen Spaziergang am Waldrand, Feld- und Wiesenrainen. Gerade in dieser Maienzeit ist die Knoblauchsrauke zu finden.
Für einen 150 ml Glasbehälter nehmen wir:
Eine gute Hand voll Knoblauchsrauke. Hiervon die oberen Blätter und Blüten nehmen. Dann einen Strauß Vogelmiere, einige Blätter und Blüten von Gänseblümchen.
Zu empfehlen sind fein geriebene Walnüsse oder Mandeln, geriebenen Parmesankäse je nach Geschmack, 30 ml Walnussöl.
Zur Abschmeckung aus dem Garten noch 3 Blätter vom Liebstöckel, 2 Rosmarinspitzenzweige, 4 Kapuzinerkresseblätter oder auch Blüten. Als weitere Würze selbst bereitetes Kräutersalz.
Zubereitung.
Die angeführten Ingredienzien mit einem Pürierstab pürieren. Abschmecken und im Kühlschrank aufbewahren.





