Kategorie: ‘praktische und nützliche Tipps’

Rohes Fleisch bleibt frisch wenn man es mit Essig abreibt. Außerdem wird es auch zarter.

Fleisch hält sich frisch   002 wenn man es so in einen Topf legt dass unter dem Fleisch Essig ist, ohne dass das Fleisch selbst mit dem Essig in Berührung kommt.

Fleisch hält sich frisch wenn man etwas Salz und Zucker in wenig Essig auflöst und einige Minuten aufkocht und mit dieser Masse das Fleisch bestreicht.

Bleistiftschrift macht man dauerhaft durch Überpinseln mit Milch. Die Schrift kann dann nicht mehr ausradiert werden.

Spargel – ein königliches Gemüse, wenn er denn aus Nordbaden kommt

!

Nicht alleine Walbeck am Niederrhein ist das Spargeldorf Deutschlands. Es gibt in Baden-Württemberg z.B.  bekannte Orte wie Schwetzingen bei Heidelberg oder der Barockstadt Bruchsal, Forst bei Bruchsal, wo Deutscher Spargel mit besonderem Geschmack gestochen wird.  Doch hat sich schon einmal jemand Gedanken darüber gemacht oder der Spargel, der angeboten wird, tatsächlich aus dem Ort stammt wie er laut Auskunft verkauft wird?  Sicherlich nicht  -warum auch.  Doch der Geschmack läßt  alleine nicht  auf die Herkunft schließen.

Wie  kann man genau feststellen aus welchem Anbaugebiet der Spargel stammt?  Überprüfung der Wasserstoffmoleküle, lautet die Auskunft von der Bruchsaler OGA, der Obst- und Gartenbau Vermarktungsgesellschaft.  Durch diese Methode läßt sich schnell analysieren aus welchen Regionen der Spargel kommt da jede Anbauregion über den typischen Gehalt an Wasserstoffmolekülen verfügt. Auch der Geschmack ist für feine Gaumen zu 70 % erkennbar und  recht unterschiedlich aus welchem Gebiet auch immer der Spargel stammt.  Dann ist die Patentanmeldung als  “Walbecker -” oder  “Forster – Spargel”  genannt zu werden in der ersten Hürde genommen. Weiterhin muß die Spezifizierung in 16 Landessprachen erfolgen.

In Gewichtszahlen lassen sich in Deutschland pro Jahr die Feinschmecker rund 45.000 Tausend Tonnen importierten, bzw. 37.000 Tonnen heimischen, Spargel auf der Zunge zergehen. Wer Essen und Leckerbissen, dabei noch kalorienbewusst genießen möchte denn in einem Pfund des Gemüses stecken nur 65 Kalorien, kommt an Spargel nicht vorbei. Eine pure Lust für Genießer. Spargel das beliebteste, zarteste, schmackhafteste, aller Gemüsearten. Ein königliches Gericht, vor allem weil die britischen Royals und das schwedische Königspaar den Spargel extra frisch aus unseren Landen jedes Jahr im Mai einfliegen lassen. Außerdem ist Spargel gesund, was bereits die alten Griechen wussten. Hier wurde der Spargel als Heil- Küchen- und Zaubermittel eingesetzt. Der Name Asparagus bedeutet „der nicht gesäte“, was wohl bedeutet, dass er nur als Setzling gepflanzt wird.

Weit zurück in der Geschichte um den Spargel geht es südlich. Der römische Staatsmann und Schriftsteller Cato nannte den Spargel eine Schmeichelei für den Gaumen. Beginnend, obwohl weitaus früher berichtete der Römer Plinius von wild wachsendem Asparagus in Germanien. Schon vor ca. 3000 Jahren kannten ihn die Ägypter bereits als wild wachsende Pflanze. Weit zurück liegt die Zeit als in den Grabkammern der Pyramide von Sakkara in den Jahren um 2700 v. C. Spargel als Wegzehrung mitgegeben wurde, in Form von Abbildungen sichtbar. Albertus Magnus (1200 bis 1280) hat in seinen Kräuterbroschüren eine kleine Ausführung über Spargel zitiert. Ludwig der XIV. hatte in seinem Hofgarten Spargel anpflanzen lassen. Dass Spargel in Kloster- und Apothekergärten angepflanzt wurde ist erst durch Linne bekannt. Nach ihm wurde dem Namen „Asparagus officinalis“ das „L.“ angehängt. Der deutsche Botaniker Bock sagte 1551, dass Spargel für die fürstlichen Feinschmecker des Stuttgarter Lustgartens gewachsen sei. In der Zeit des Otto von Brunfels (1532) wurde in der Renaissance erstmals Asparagus erwähnt.

 

Eigentlich ist die Zeit der Spargel, wie es auf Altdeutsch heißt, beginnend erst seit dem 16. Jh. im süddeutschen Raum und ab dem 17. Jh. im norddeutschen Raum. Dennoch kann eigentlich von einer Vermarktung und besonderen Verwertung ab 1920 in deutschen Landen gesprochen werden. Bereits der Name, „Asparagus officinalis L.“, weist auf die medizinische Wertigkeit hin. Volksnamen sind: Aspars – Korallenkraut – Schwammwurz – Sparsen. Apotheker bauten es als erste in unseren Breiten an und brauten aus dem Gemüse eine Essenz die sich bewährt hat bei Gicht und manchen Nierenerkrankungen. Heute wird er nicht nur unter Kalorienbewussten hoch gepriesen, er wirkt reinigend, ausleitend über die Nieren für den Körper nach dem angesetzten Winterspeck. Schon deshalb sollte der Absud nicht einfach weggeschüttet, sondern getrunken werden. Dass es Spargel heute zu jeder Jahreszeit gibt verdanken wir der Technik, z.B. der künstlich warm gehaltenen Böden und dezent gleichmäßiger Feuchtigkeit. Transportprobleme gibt es heute selbst aus den fernsten Ländern nicht mehr. Ist es der Geschmack außerhalb der richtigen Erntezeit wirklich der welcher zum Genuss werden lässt, was dem Gaumen Freude bereitet? Das ist wohl Geschmacksache. Spargel lässt sich frisch geschält, flach nebeneinander gelegt, einfrieren mit einer Vorfrostung von zwanzig bis fünfundzwanzig Grad eine Stunde tief gefrieren. Danach in Gefrierbeutel portionsweise eingeben und gut verschlossen im Gefrierschrank aufbewahren. Der eingefrorene Spargel sollte nicht länger als sechs Monate gelagert werden. Unaufgetaut in kochenden, leicht gesalzenen Wasser, wird er dann wie üblich in der Küche zubereitet. Zur Aromaverfeinerung kann etwas Butter, ein Stück Zitrone und auch eine Prise Zucker zugegeben werden.

Wer Spargel als bloßes Gemüse ansieht ist ein Snob.

Sicherlich würde es niemandem einfallen zum Karottenschmaus einzuladen, hingegen zum Spargel “essen“ schon. Letztlich sind das Aroma und der Geschmack ein Genuss, aber auch wichtige Verkaufsargumente. Maienzeit Spargelzeit. Die Tage sind schon länger geworden und die Nächte, mit wenigen Ausnahmen, wärmer. Eine aufregende Betriebsamkeit herrscht morgens und abends seit Anfang April bis etwa Mitte Juni auf den Spargelfeldern. Im Mai ist die hohe Zeit der Spargelernte. Er wird nicht bloß geerntet, er wird gestochen. Wenn man mit geschlossenen Augen an einem Spargelfeld vorbeigeht riecht man das Aroma und nimmt es gerne in sich auf. Eine Vorstufe des Genusses. Der grüne Spargel ist nicht eine Besonderheit der Sorte, vielmehr wächst er aus der Erde und durch die Sonne wird er grün. Der grüne Spargel wird meist aus Italien importiert. Sein Geschmack ist etwas bitter, dafür braucht er nicht geschält zu werden. Weißer Spargel wird unter Beiseiteschieben der Erde mit einem kurzen scharfen „Spargelmesser“ abgeschnitten und aus der Erde gezogen. Noch können Maschinen diese Arbeit nicht verrichten, daher ist der Preis begründet. Beim frischen Spargel ist der Kopf noch geschlossen. Besonders ideale Wachstumsbedingungen findet der Spargel im Bereich der Bergstraße, Rhein, Bodensee, Schwarzwald und am linken Niederrhein. Ob in Walbeck am Niederrhein, in Forst bei Bruchsal, Schwetzingen, Oberkirch, Vogtsburg, Reichenau, ob es Badischer oder Niederrheinspargel ist, alle sind in Fachkreisen von erlesener Qualität.

Im Rathaus von Walbeck ist vom Niederrheinischen, aus Kalkar stammenden, Poet Josef von Lauff ein salutierender Grenadier gezeichnet worden mit einer übergroßen Spargelstange und als Bild aufgestellt. In der Spargelzeit wird alljährlich auf dem Handwerker- und Spargelmarkt dass Spargelbrotbacken gezeigt. In gebackener Form gibt es den Spargelgrenadier. Trinken sollte man den schmackhaften Spargelschnaps aus der Region.

Die Qualität beim Leitmarkt für Spargel in Bruchsal ist in wesentlich besserer Sortierung als es die EU Norm vorschreibt. Übrigens, wer die Badische Spargelstraße mit seiner herrlichen Landschaft bereisen und kennen lernen möchte fährt von Schwetzingen im Badischen Norden, nicht ohne hier das Denkmal der Spargelfrau gesehen zu haben, nach Hockenheim. Über die Spargelhauptstadt Bruchsal, über Graben Neudorf nach Karlsruhe, Rastatt, Scherzheim südlich Badens. Radfahrer nehmen besser den umgekehrten Weg. Während der Spargelzeit finden immer irgendwo Spargelfeste statt. Wer etwas über Spargel stechen wissen möchte sollte Frühaufsteher sein. Erntehelfer, denen die Arbeit Spaß macht, werden immer gerne gesehen. Spargelkochkurse werden über die Ortsvereine angeboten.

 

Der gesundheitliche Wert des Spargels liegt nicht nur in der inneren Reinigung, sondern im Gehalt an Vitaminen. Eine Portion mit fünfhundert Gramm enthält den Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure. Vitamin E als Herzschutz zu 90 Prozent und B-Vitamingruppen zu 50 Prozent. Wer die Spargelzeit als Gesundheitskur nutzt tut viel für seine Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. In Kennerkreisen soll Spargel roh gegessen bereits die heutige Wirkung eines Aphrodisiakums haben, was letztlich wohl auf die Form des Spargels zurückgreift, wie der Volksmund verlauten lässt.

 

Wenn der geerntete Spargel nicht sofort verzehrt wird, oder als Geschenk gedacht ist, sollte diesen in einem feuchten Tuch transportieren. Im Kühlschrank, im Gemüsefach, hält sich frischer Spargel etwa ein bis zwei Tage. Ist der Geschmack etwas bitterlich sollte Weißbrot gereicht werden, es nimmt die Bitterstoffe auf, vor allem bei den grünen und violetten Sorten. Die Schalen des geschälten Spargels und die abgeschnittenen Spargelenden werden knapp mit Wasser bedeckt und fünfzehn Minuten gegart. Daraus ergibt sich eine geschmackvolle Suppenbasis. Die Suppe, wie der Spargel selbst, nicht in metallenen Gefäßen zubereiten oder gar auftischen. Metall hat die Eigenschaft den Geschmack unter Umständen zu verändern. Im schlimmsten Fall kann bei legierten Töpfen ein metallener Geschmack auftreten. Der Geruch des Urins nach Spargelgenuss ist auf die Inhaltsstoffe Methylmercaptan zurückzuführen das durch Metholisierung von S-Methyl-3 (methylithiothioproponiat) entsteht. Dies ist gesundheitlich unbedenklich. Wirksame Inhaltsstoffe des Spargelkrautes sind verschiedene Aminosäuren, Fette in den Samen, Flavonolklykoside, wie u.a. Rutin, Hyperosid, weiter Saponine und Kohlehydrate. Nicht zu vergessen Vitamin C, Vanillin, Carotinoide, Cholin, Coniferin, und 9 Prozent Mineralstoffe. Die Spargelwurzeln weist Furostanol- und Spirostanolglykoside Asparagosiede A, B, D und G auf. Zu benennen Saponine, Diosgenin und Yamogenin.

Die medizinische Wirksamkeit wird nachgesagt bei Rheuma, Gicht, Wassersucht, Harndrang, Leber- und Milzerkrankungen, sowie bei Hautunreinheiten ist erwiesen. Eine Entwässerung ist vor allen Dingen bei Bluthochdruckkranken wichtig um den Kreislauf zu entlasten. Die schädlichen Natriumsalze werden ausgeschieden. Spargel und Spargelabsud wirkt besonders zur Verbesserung der Nierenfunktion als Ausscheidungsorgan. Als Teezubereitung mit einem halben Esslöffel Spargelwurzel und einem viertel Liter kaltem Wasser übergossen, kurz aufwallen lassen und abseihen. Davon werden täglich ein bis drei Tassen getrunken. Die Wirkung ist Harntreibend und vorbeugend gegen Nierengries. Bei einigen Hautausschlägen kann ein äußerlicher Umschlag angewendet werden. Der verholzte Spargel ergibt eine wohlschmeckende Diät-Suppe. Die Verwendung als homöopathisches Mittel ist in der Potenzierung D1. Hier ist zu empfehlen bei chronischen Blasenleiden, Herzbeschwerden dünnem Puls, Diabetes, Gicht, verschiedenen Lebererkrankungen, und bei Herzbeschwerden. Männliche Impotenz im Anfangsstadium und ebenfalls im Anfangsstadium eine Prostatavergrößerung, können erfolgreich behandelt werden mit, man höre und staune, mit Spargel.

 

 

Geräuchertes Fleisch und Schinken bewahrt man vor Schmeißfliegen und Maden wenn man es tüchtig mit flüssig gemachten Hammel- oder Ochsentalg einreibt und an einem luftigen kühlen Ort in Gazebeuteln hängend aufbewahrt.

Eier halten sich an heißen Tagen wenn man sie in Salz legt

Was zum Muttertag schenken?

Für den bevorstehenden Muttertag muß man sich schon etwas einfallen lassen. Ja nie ein Kochbuch schenken, das würde beleidigend wirken. Nein, etwas Persönliches an dem die Mutter Freude hat. Was könnte schließlich eine bessere Empfehlung sein als     „grünes“    als Muttertagsgeschenk?

Der Spezialisten Tipp Nr. 1      Der Solanum jasmoides, besser bekannt als weißer Jasmin im Hängetopf. Er wird von Fachleuten gleichermaßen wie von den Müttern auf den ersten Platz gewählt. Reicher blühend und frischer  wie im Fachgeschäft wird man ihn nirgendwo finden und entsprechender Pflege bleibt er das Paradepferd im garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon.

Tipp Nr. 2    Die zweite Empfehlung ist ein großer Henkelkorb mit herrlich blühenden Sommerblumen. Ton in Ton oder sommerlich bunt bepflanzt in einem extra großen Korb aus Riet.

Tipp Nr. 3    Rot ist die Farbe der Liebe:   Die Diplandenia Sundaville ist hier die richtige Wahl. Es ist eine tiefrote prächtige Glockenblume mit einem unglaublichen  Blütenreichtum. Sie liebt ein Klettergerüst oder kann als Pyramide ranken.  Es bilden sich ständig neue Blüten an den schnell wachsenden Ranken. Es ist unter Kennern eine absolute Spitzenpflanze.

 

Fleisch hält sich einige Tage frisch wenn man es einige Sekunden in kochendes Wasser hält.

  Wappen von Veitshöchheim.

 

Demütig zeigt das Wappen den heiligen Vitus in seinem Martyrium. Im Kessel verweilt der Ortspatron von Veitshöchheim. Die Zahl 1563 weist auif die Jahreszahl hin als der Fürstbischof Friedrich von Wirsberg  am 26. Juli 1563  der Stadt das Wappen genehmigte.

Blick vom Garten zur Turmspitze der Vituskirche.

Tatsächlich gehört es zum Bereich des Würzburger Landes, der Ort Veitshöchheim.  Dabei ist er weit über die fränkischen Grenzen hinaus bekannt. Der Ort verdankt seinen Bekanntheitsgrad vor allem dem Schloß, dem dazugehörigen Garten, dem Wein, dem Karneval und vor allem der besonderen Ausbildungsstätte  der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. Wer hier ausgebildet wurde darf sich etwas einbilden. Ebenso bekannt ist unter Bienenzüchtern die Schulung hier mit seinen staatlichen Prüfhöfen und Schulungen für angehende und bereits ausübende Imker. Der Schlossgarten selbst zeigt sich als schönster des Rokokozeitalters in Europa. Erstmals erwähnt in der Chronik wird Veitshöchheim im Jahre 1097. Zwischen den eng aneinander gebauten Häusern findet sich hier ebenso nicht Alltägliches wie Mainfränkisches. Nicht nur Gasthäuser präsentieren ihre Fachwerkarchitektur, der ganze Ortskern selbst ist von besonderer „Heimelichkeit“, wie eine Besucherin sagt.

Gartenlaube, im Hintergrund diffsus zu sehen steinerne Ruhende.

Neben der Vituskirche, eingeweiht 1691, wirkt das Umfeld der Epoche welcher Veitshöchheim das verdankt was es ist, durch die Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe. In bester Barock- und Rokokomanier wurden Schloß und Garten zu einer eigenen kleinen Welt gestaltet. Das Schloß wurde  1680ß bi 1682 vom Fürstbischof Peter Philip von Dernbach erbaut und von keinem geringeren als den berühmten Architekt Balthasar Neumann 1749 bis 1753 erweitert unter Fürstbischof Karl Philipp von Greifenklau, das so in der heutigen Form dastehend erhalten blieb  Seit dieser Zeit wurde das Schloß endgültig vom Jagdsitz zur Sommerresidenz aufgewertet um Hofhaltung und Repräsentation gerecht zu werden.  Der Fürstbischof Seitzheim gilt als Vollender des Gartens. Schloß und Hofgarten wirken auf den Besucher spielerisch und lassen Gedanken aufkommen.

Wer sich hier umschaut geht förmlich auf eine Erlebnisreise welche man als Besucher nicht so schnell vergisst. Es sind vor allem der Garten den die Fürstbischöfe von Würzburg zunächst zur eigenen Erbauung anlegen ließen, später auch der Öffentlichkeit Zugang gewährten. Er ist erhebend und stilvoll, amüsant und sinnlich, steckt voller Überraschungen und Rätsel. Man muß schon genauer hinschauen um es zu erkennen. Den Ort Veitshöchheim, seine Menschen und seine Geschichte, gilt es kennen zu lernen. Mit den Menschen ist es wie überall, es dauert eine Weile bis sie sich öffnen Fremden gegenüber. Das geht am besten mit einem Glas Veitshöchheimer Wein aus der Region.

Schloß – Wasser – Wein, das sind die Schlüssel um Veitshöchheim kennen zu lernen und zu verstehen. Am Anfang, so sollte es erwähnt werden, war der Main.  Er war und ist noch heute die Lebensader des Unterfrankengebietes. Dient er doch als Nahrungsquelle  Transportweg und als Touristenobjekt. Leckerbissen, die hier im Main ihr Leben oft den Fischern geben, sind Weißfische. Doch der Fischfang ist nicht mehr die Erwerbsgrundlage, obwohl die hiesige Gastronomie den Mainfisch schätzt. Es ist eine Besonderheit und, entsprechend teuer den Fisch auf dem Teller zu genießen. Der Main selbst ist heute in seiner Wasserqualität als sehr gut eingestuft. Daher können hier auch Barsch, Zander und sogar Braxe an die Angel kommen. Öfter sieht man hier, aus Würzburg kommend, Ausflugschiffe mit Passagieren welche sich an de Mainuferalleen die Beine vertreten und im Ortskern Besichtungen machen.

Anziehungspunkt ist neben Schloß und Garten der Ort. Es ist eine besondere Gemütlichkeit welche die Besucher schätzen. In den Gassen und Winkel lässt sich traditionsreiche Geschichte erkennen. Selbstversorgung war seinerzeit gang und gäbe. Noch heute ist ein teil der Gartenanlage als Küchengarten angelegt zu besichtigen. Hier wachsen seit Jahrhunderte Gemüse, Obst, Kräuter, welche an die Veitshöchheimer Gasthäuser geliefert werden. Es dient somit als Nebeneinnahme und somit zum Erhalt der Anlage beitragend.

Das Areal mit dem See, dem hier eingestellten „Palastbrunnen“, stündlich durch das Wasserspiel zur vollen Stunde faszinierend, stellt dar als würde Pegasus mit dem Pferd zu tanzen anfangen.

Im 19. Jh. gab es einen weiteren Grund für die Veitshöchheimer stolz zu sein, den Bahnhof!  Dieser wurde vom König Ludwig I.  ausgebaut um seine Gäste standesgemäß empfangen zu können. Das Schloß selbst diente seinerzeit ihm bereits als Kronprinz zur Sommerresidenz. Mitten durch den Schlossbereich führt seit Jahrhunderten eine Fichtenallee. Der Rokokogarten wurde im 17. Jh. vollendet und zeigt französische, italienische und deutsche Züge in seiner Gestaltung. Lauben, und Irrgarten mit Brunnen und Pavillons, Putten und andrere Figuren, zeigen mehr als nur  Überraschungen.

Die Figuren zeigen oft ironisches, wie der Wildschweinkopf.

Der Grottenpavillon,   der eine Felsnische darstellt. Besonders dieser Bau lässt Fragen und Vermutungen aufkommen. Bauherr war der bekannte Adam Friedrich von Seinsheim. Die Bilder im Innenraum des Gebäudes sind mit Glas, Muscheln, Schneckengehäuse und Kiesel gestaltet. Und zeigen bildliche Rätsel .  Insgesamt weckt der Garten beim Besucher eine besondere Wahrnehmung und lässt Vorstellungen freien Lauf.

Bekannt ist Veitshöchheim auch in der Kulturszene als der hier gegründeten Bayerischen Kammeroper. Es  wird gesungene Kammermusik geboten was den Inhalt  hat immer wie der Verwechslungen, vor allem als Liebesgeschichten, darstellt.  In Kennerkreisen gilt die Veitshöhcheimer kommunale Kammeroper als etwas Besonderes.

Einladend ist in den Gasthäusern die Anbietung der fränkischen Küche. Doch es ist mehr auf dem Speise- und Getränkeplan. Als Nachspeise empfiehlt sich der Ofenkäse mit Früchten und Walnüssen.

Wein prägt seit 1200 Jahren den Anbau und damit Landschaft und Menschen hier. Weinfeste und das Altortsfest ziehen alljährlich Tausende Besucher an. Anfang August jeden Jahres sind weitere Feste, gestaltet von den Ortsvereinen und Stände, sie geben ein Stelldichein. Alle helfen zum Erfolg mit. Der Wein spielt natürlich in der Anbietung eine besondere Rolle. Gäste nicht nur aus dem Würzburger Land  finden sich ein.

Fasnacht oder Karnevalisten ist Veitshöchheim bekannt durch die alljährlichen Fernsehsendungen. Es gilt als Hochburg des Faschings nicht nur im Frankenland.

Alles in allem, gerne empfehlen wir einen Besuch im schönen Veitshöchheim und Umgebung. Preiswert Essen in gepflegter Gastronomie, lobenswert!!!  Was für den Veitshöchheimer normal ist wirkt auf Besucher faszinierend und unvergesslich.

 

> > > Für Wohnmobilisten:

In Veitshöchheim gibt es einen Wohnmobilplatz der, sehr nahe des unmittelbar angrenzenden Müllabfuhrzweckverbandes, ausgewiesen ist und manchmal eine entsprechende Duftnote ausstrahlt. Besser beraten währe man gewesen den Platz in die Parkstraße zu legen. Hier sind auch Toiletten vorhanden. Der Parkplatz am Mainufer bietet sich an, was einige Wohnmobilisten genutzt haben.

 

 





Der Grund eines verminderten oder üppigen Pflanzenwachstums liegt oft daran das es auch zwischen den Pflanzen Freund und Feind gibt.   Manche Gewächse sind einander zugetan, andere wiederum dulden keine Nachbarschaft. Dieses Verhalten ist naturwissenschaftlich längst geklärt und geht auf chemische Substanzen der Pflanzen zurück, die zumeist über die Wurzeln, aber auch durch die Blätter abgegeben werden. Sich freundlich gesinnte Gemüsearten verflechten sogar ihre Wurzeln, während die feindlichen Wurzeln versuchen, zu dominieren, andere also ausschalten oder selbst verkümmern. Die nachfolgende aufgestellte Liste lässt erkennen, dass vor allem Kartoffeln und Erbsen schlechte Nachbarn sind. Leider ist dieses Verhalten auch den meisten Gärtnern unbekannt, sodass diese Aufstellung für eine Mischkultur in Gemüsebeeten sicherlich sehr bedeutsam ist für die Planung in der Anordnung der Pflanzen.

Es ist aber auch zu beachten, wenn in einem Feld in diesem Jahr rote Beete gepflanzt wurden, dass im folgenden Jahre kein Spinat angesetzt werden sollte. Ebenso sollte Blumenkohl nicht von Weißkohl gefolgt werden. Wirsing sollte sogar erst nach 3 Jahren wieder an seiner früheren Stelle angebaut werden. Um einen erfolgreichen Erdbeerertrag zu bekommen, muss der Standort der Erdbeerpflanzen nach spätestens 3 Jahren gewechselt werden.

Einen Tipp zur Düngung Ihres Bodens: Schauen Sie sich in Ihrem Garten einmal die wachsenden Unkräuter an. Diese zeigen nämlich durch ihre Anwesenheit, wie die Bodenbeschaffenheit ist. So deuten Hahnenfuß, Sauerampfer und Breitwegerich auf eine Staunässe hin. Die Vogelmiere zeigt einen humusreichen Boden an und der Schwarze Nachtschatten sowie das Klettenlabkraut weisen auf einen nährstoffreichen Boden mit hohem Stickstoffgehalt hin.

 

Hinweise für den Biologischen Land- und Gartenbau

Buschbohnen   Freund: Kohlarten, auch Kohlrabi, Kopfsalat, Pflücksalat, Gurken, Zeller,

Kartoffeln, Paradeiser, rote Rüben

Feind: Erbsen, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln

 

Endivien            Freund: Stangenbohnen,   Lauch,   Kohlarten

Feind: keine

 

Erbsen              Freund: Karotten, Radieschen, Gurken, Kopfsalat, Kohlarten, Kohlrabi,

Dill

Feind: Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Bohnen, Kartoffeln.

 

Erdbeeren        Freund: Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Buschbohnen,

Spinat, Borretsch

Feind: Kohlarten

 

Gurken              Freund: Bohnen, Erbsen, Zeller, Zwiebeln, Lauch, rote Beete

Feind: Tomaten, Kartoffeln, Radieschen

 

Kartoffeln          Freund: Kohlarten, Kohlrabi, Spinat, Erbsen, Tagetes, Kapuziner-

kresse, Pfefferminze, Kümmel, Knoblauch

Feind: Sonnenblumen, Tomaten, Kürbis, Gurken, Zeller

 

Knoblauch        Freund: Rosen, Lilien, Tulpen, Erdbeeren, Obstbäume, Himbeeren,

Tomaten, rote Beete, Gurken, Karotten

Feind: Stangenbohnen, Kohlgewächse, Erbsen

 

Kohlarten            Freund: Kartoffeln, Sellerie, rote Beete, Tomaten, Spinat, Pflücksalat,

Kopfsalat, Endivien, Lauch, Erbsen, Kamille, Dill, Pfeffer-

minze, Kümmel

Feind: Zwiebeln, Knoblauch, Erdbeere

 

Kohlrabi              Freund: Bohnen, Spinat, Spargel, Sellerie, rote Beete, Radieschen,

Lauch, Kopfsalat, Kartoffeln, Erbsen

Feind: keine

 

Kopfsalat            Freund: Radieschen, Kresse, Kerbel, Gurken, Erdbeeren, Zwiebeln,

Tomaten, Bohnen, rote Beete,Lauch, Kohlrabi, Kohlarten,

Erbsen, Dill, Pfefferminze, Karotten.

Feind: Zeller(Sellerie), Petersilie

 

Lauch                   Freund: Zwiebeln, Sellerie, Karotten, Paradeiser, Kopfsalat, Kohlrabi,

Kohlarten, Erdbeeren, Endivien

Feind: Bohnen, rote Beete, Erbsen

 

Karotten               Freund: Zwiebeln, Paradeiser, Radieschen, Rettich, Lauch, Knob-

lauch, Erbsen, Dill, Schnittsalat, Schnittlauch, Rosmarin,

Salbei,

Feind: keine

 

Pflücksalat             Freund: Tomaten, Spargel, rote Beete, Radieschen, Schnittsalat,

Rettich, Kohlarten, Dill

Feind: keine

 

 

Radieschen            Freund: Kopfsalat, Tomaten, Bohnen, Spinat, Kohlrabi, Rettich,

Kohlarten, Karotten, Erbsen, Kresse, Kapuzinerkresse

Feind: Gurken

 

Rote Beete             Freund: Zwiebeln, Kohlarten, Kohlrabi, Pflücksalat, Knoblauch, Gur-

ken, Dill, Kümmel

Feind: Stangenbohnen, Spinat, Kartoffeln, Lauch

 

Sellerie                    Freund: Paradeiser, Buschbohnen, Lauch, Kohlrabi, Kohlarten, vor

allem   Blumenkohl, Gurken, Kamille

Feind: Kopfsalat, Kartoffeln

 

Spinat                      Freund: Erdbeeren, rote Beete, Tomaten, Stangenbohnen, Ra-

dieschen, Rettich, Kohlarten, Kohlrabi, Kartoffeln

Feind: keine

 

Tomaten                   Freund: Karotten, Spinat, Sellerie, rote Beete, Radieschen, Rettich,

Pflücksalat, Petersilie, Kopfsalat, Lauch, Kohlrabi, Kohlar-

ten, Knoblauch, Kapuzinerkresse.

Feind: Kartoffeln, Gurken, Erbsen

 

Zwiebeln                  Freund: Karotten, rote Beete, Kopfsalat, Gurken, Erdbeeren, Dill,

Kamille, Bohnenkraut

Feind: Kohlarten, Bohnen, Erbsen

 

 

 

 

Rolf Lindner

 

Aufgeklebte Briefmarken kann man wieder entfernen durch Befeuchten der Innenseite des Umschlages oder über Wasserdampf lösen. Danach unter Druck glätten.

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