Kategorie: ‘Natur’

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Bekannt weit über die Grenzen Bayerns hinweg ist das Kloster Andechs und dazu wird im gleinen Atemzug das köstliche Andechser Bier genannt.

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Weniger bekannt, jedenfalls bisher, ist der dort angelegte Kräutergarten.

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Der Garten liegt am Fuße des benannten “Heiligen Berges” und des Benediktinerklosters Andechs, der von der Pharmafirma Steierl angelegte Kräutergarten. Dieser besondere Kräuter- und Heilplanzengarten brilliert in seiner Ausführung dadurch das es größtenteils Kräuter sind welche nicht nur hohen gesundheitlichen Wert sondern auch in der Küche anwendbar sind. Ausnahme: Die giftigen Pflanzen wie z.B.

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der rote Fingerhut, hier im Bild. Er wird entsprechend pharmazeutisch hergestellt als Fertigarzneimittel z.B. eingesetzt bei Herzschwäche und Migräne.

Dann ist da die rotfrüchtige Zaunrübe, der knollige Hahnenfuß, Indianerhanf, die Wiesenküchenschelle und die echte Tollkirsche. Sie sind auschließlich in entsprechender Potenzierung in den zum Teil verschreibungspflichtigen Fertigarzneimittel enthalten.

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Bild: Tollkirsche in Blüte

Klöster haben seit alters her, seit Bestehen selbst, eine besondere Haltung zu den Kräutern. Waren es letztlich hier die Stellen welche erkannten welchen gesundheitlichen Zweck sie bergen und voir allem, wie man sie auch in der Küche anwendet. Historische Dokumente, z.B. aus der Mitte des 15. Jh. belegen die besondere Beziehung in einem umfangreichen Überblick welcher Arzneischatz in den Pflanzen enthalten ist. Das Kloster Andechs selbst hatte in den Jahren 1763 bis 1811 eine eigene Apotheke unterhalten in welcher die Arzneimittel hergestellt wurden. Einige dieser Einrichtungsgegenstände befinden sich heute im Deutschen Museum München.
Der Andechser Klostergarten entspricht dem vorbildlichen in der Anlage des St. Gallener Kräutergartens in seinem Konzept. Der St. Gallener Klosterplan, wie auch der “Hortulus” des Wahlafried Strabo von der Insel Reichenau, die Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen sowie die Apotheken- und Kräutergärten verschiedener Benediktinerklöster geben einen Hinweis auf die Verbundenheit des Ordens mit der Naturheilkunde.

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Gewöhnlicher Meerrettich blühend.

Wer weis schon das der gewöhnliche Meerrettich, dessen Wurzeln, medizinische Anwendung findet bei Katarrhen der Luftwege. Innerlich zur unterstützenden Therapie bei Infekten der ableitenden Harnwege. Äußerlich zur hyperämisierenden Behandlung bei leichten Muskelschmerzen?

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Blühender eingriffeliger Weißdorn.

Der Weißdorn, dessen Blüten und Blätter, bei nachlassender Herzleistung, die spätere Frucht nach dem homöopathischen Arzneimittelbild bei Herz- und Kreislaufstörungen eingesetzt wird?

Das Kraut und die Wurzeln des gewöhnlichen Löwenzahns bei Störungen des Galleflusses, zur Harnbereitungsanregung, bei Appetitlosigkeit und bei Durchfall Anwendung findet?

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Quitte blühend.

Quitte bereits in der Volksheilkunde unter der Hl. Hildegard von Bingen als Heilmittel eingesetzt wurde?
Idealerweise sind abei auch außen herum Sträucher und Bäume als Obst- und Heilsträucher und Bäume angelegt. Wasser ist nicht nur Lebensgrundlage für den Menschen sondern vor allem auch für Pflanzen. Die Art des Wassers ist entscheidend und welches Wasser könnte da am Besten geeignet sein als das Brunnenwasser das man hier vor Ort schöpfen kann und damit die Pflanzen den wichtigen Stoff vermittelt.

Das Streuobstwiesen und Hecken zwei wichtige Elemente das Naturschutzes sind hat man längst erkannt und sie gehören zur Kulturlandschaft. Es sind nicht nur die Lieferanten unseres gesunden Obstes sondern auch Wohnort für nützliche Insekten. Es ist wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Hier in der Umgebung des Andechser Klosters ist weiträumig zu sehen das ungedüngte Wiesen, unkrautvernichtende Mittel, nicht eingesetzt werden.

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Das zeigt eine besondere Farbenpracht der Natur besonders jetzt im Spätfrühling und Sommer.

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Da sind Ackerhellerkraut in üppiger Ausführung zu sehen.

Auch Schafgarbe, der blau blühende Wiesensalbei, Glockenblumen, im Wald zahlreich der Waldmesiter, Wicken, echte Kamille, gelb leuchtende Löwenzahnweiden, zu betrachten. Hier können sich Meisen, Steinkauz, Hornissen, Wildhummeln, Specht, Säugetiere wie Fledermäuse und Siebenschläfer, wohl fühlen. Dazu gehören die Anlagen auch zur Erzeugung des wichtigen Kleinklimas.

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Besondere Wert wurde auf die Beschilderung welche die Nomenklaturbezeichnungen enthält und dazu auch die medizinische Verwendung erläutert gelegt. Die Mehrzahl der gezeigten Pflanzen ist der “Andechser Apothekenliste” entnommen. Einer aus dem Benediktinerkloster Andechs stammenden:
Liste von Arzneistoffen ..”….die ein Apotheker verwenden muß”. Dieses historische Dokument der Pharmazie aus der Mitte des 15. Jh. vermittelt den umfangreichsten Überblick über den Arzneischatz des ausgehenden Mittelalters und gehört zu einer medizinischen Sammelhandschrift die u.a. eine Beschreibung von Krankheiten, medizinischen Rezepturen von Kräutern enthält. (Auszugsweise Abschrift aus der “Andechser Apothekenliste, Bayer. Staatsbibliothek, München, CLM 3073 fol..3

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weitere Infos über: www.andechs.de zum Kloster, zum Kräutergarten unter: www.steierl.de

Kapuzinerkresse, botanischer Name Tropaeolum majus, gehört zu den Kapuzinerkressegewächsen. Die ursprüngliche Heimat ist Südamerika, genauer in den peruanischen Anden. Dort wurde sie in der Volksmedizin bei Wundinfektionen eingesetzt. In der Zwischenzeit ist es eine bei uns heimisch gewordene, beliebte Garten- und Balkonpflanze. Als letztere ist sie ein lebendiger Sichtschutz und schön anzuschauende Wandbegrünung, sowie Nahrungsmittel zugleich. Bis zu fünf Meter Höhe schafft sie, wenn man ihr die entsprechende Gelegenheit ermöglicht. Sie ist eine gelb, oder orange bis rot blühende schönrankende Pflanze. Dekorativ sind aber nicht nur die Blüten sondern vor allem auch die sattgrünen fast runden Blätter mit ausgeprägter Netzmaserung. Die Art wie diese Blätter am Stiel sich zeigen erinnert an einen Teller-Artist im Zirkus. Blütezeit ist von Mai/Juni bis in den November. Allerdings bei den ersten Frösten fallen die empfindlichen Blätter und Blüten ab. Die Blüte ist so gebaut, dass den besuchenden Insekten nur der Weg über die acht Staubbeutel offen steht, welche sich nacheinander nach oben biegen.

Übrigens: Auch die Blüten sind eßbar, nicht nur die Blätter!

Nicht nur in der arme Küche seinerzeit verwendet, sondern heute neu entdeckt hat sie die gehobene Gastronomie und verwendet die zarten Blüten als Delikatesszugabe. Im Volksmund als Salatblume bezeichnete wurde sie auch entsprechend verwendet. Allerdings ist wegen der möglichen Reizerscheinungen im Magen eine maßvolle Dosierung anzuraten. Die Inhaltsstoffe sind aus in den Blättern das reichlich vorhandene Vitamin C, das Schleimhaut reizende Benzylisothiocyanat = Benzylsenföl. Nach enzymatischer Spaltung aus dem Glukotropaeolin gewonnen. Dieses wird auch synthetisch hergestellt für Arzneimittel. Das in den charakteristischen Schildblättchen enthalten Senfölglykosid sowie ein antibiotisch wirksames Prinzip und gibt einen wohlschmeckenden Salat. Die Blätter werden zerhackt, mit Essig und Öl zubereitet oder einem Mischsalat beigefügt.

Medizinische Wirkung der Kapuzinerkresse ist belegt. 

Bereits wissenschaftlich entdeckt wurden hochwirksame antibiotische Stoffe in den Blättern im Jahre 1950. Verantwortlich ist das Benzyl – Senföl. Es besitzt antibiotische, das heißt antibakterielle und pilzwidrige Eigenschaften. Dazu kommt ferner eine unspezifische Reizkörperwirkung, welche die Abwehrreaktionen des menschlichen Körpers anzuregen vermag. Ähnliche Wirkungen hat auch der Meerrettich. Eine gute Wirkung besteht im Nieren-Blasenbereich und in den Atemwegen. Hier zu nennen bei eitriger Nierenbeckenentzündung (medizinisch Pyelonephritis). Dann im Nieren-Blasen- und Atem-Bereich. Bei Soor eine besonders wirksame Pflanze. Ebenfalls wirksam bei Husten und eitrigen Entzündungen der oberen Luftwege. Besonders zu erwähnen sind die therapeutischen Erfolge im Einsatz bei innerlichen Pilzerkrankungen, beispielsweise der Atemwege mit Candida – Pilzen. Für medizinische Zwecke ist es sinnvoll es als magensaftresistent hergestelltes Fertigarzneimittel zu nehmen.

Wie üblicherweise bei normalen Antibiotika Behandlungen kommt es bei medizinischer Anwendung der Kapuzinerkresse nicht zur Zerstörung der bakteriellen Darmflora des unteren Darmbereiches, und schon deshalb zu empfehlen als möglicher Ersatz für Antibiotika, vor allem bei Kindern ab 6 Jahren.

 




Preis: : EUR 40,43

Neu aus dem  Reise Know-How Vrelag erschienen von den Autoren    Liehr, Sylke; Rümmler, Achim


unter der  ISBN: 978-3-8317-2080-4  in den Buchhandlungen Deutschlands, in Belgien, der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden   Artikel sofort lieferbar

Die Mecklenburgische Seenplatte umfasst zwar nur einen relativ kleinen Landstrich, bietet dem Besucher aber viele Möglichkeiten, ob er nun zu den Naturfreunden, Ruhesuchenden oder Wassersportlern zählt. Das Buch wendet sich an Entdeckungsreisende, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind und Wert auf eine unabhängige Gestaltung ihrer Zeit legen. Auf sieben ausgearbeiteten Routen zeigen die Autoren, selbst passionierte Wohnmobilisten, attraktive Plätze in der Natur und städtische Sehenswürdigkeiten. Sie geben Tipps für Ausflüge, sportliche Aktivitäten, Kulturerlebnisse und Veranstaltungen. Hintergrundinformationen zu historischen Ereignissen und landschaftlichen Besonderheiten runden die Darstellung ab. Neben den üblichen Touristenmagneten werden auch die reizvollen „Kleinigkeiten am Wege“ wie alte Bauwerke oder Findlingsgärten nicht vergessen. Dank der ausführlichen Beschreibungen der Übernachtungsplätze in der Region findet jeder mühelos seinen passenden Stellplatz.

Aus dem Inhalt:

  • Sieben detailliert ausgearbeitete und kombinierbare Routenvorschläge
  • Übersichtliche Karten und Routenpläne, abgestimmt mit dem Text
  • Park-, Camping- und Stellplätze mit allen Details
  • Durchgängig GPS-Daten
  • Ver- und Entsorgungsstellen entlang der Routen
  • Parkmöglichkeiten für Stadtbesuche
  • Tipps für Ausflüge per Rad, Boot oder zu Fuß
  • Märkte und Einkaufstipps für Regionalprodukte
  • Historische und kulturelle Exkurse



Preis: : EUR 14,80

Wissen um den richtigen Einsatz der Naturheilmittel ist wichtig, aber auch das Wissen wann die Grenzen der Naturheilmittel erreicht sind. Da ist der Laie, oft auch der Arzt überfordert. Selbst  Lehrgänge zum Thema sind oft an der Praxis vorbeigehend.  Sicher, die Angebote sind riesig. Doch, kann man den Versprechen unkritisch glauben?

Beispiel  in einer Kasuistik:     Die 8 -Jährige Sarah liegt im Bett. Sie hat Husten, Schnupfen, Ohrenschmerzen.  Die Haut ist heiß und gerötet. Kinder in dem Alter leiden häufig an fieberhaften Infekten. In solchen Situationen sind Zäpfchen, Antibiotika oder hustenunterdrückende Arzneimittel oft überflüssig. Im Gegenteil, manche Kinderkrankheiten dienen der körperlichen und geistigen Entwicklung. Selbst wenn sich der Husten noch so mitleidig anhört, Wärme und Tee trinken, das braucht das Kind. Lindenblütentee und Holunderblütentee eignen sich am Besten bei fieberhaften Infekten. Fieber ist eine Antwort auf eine Krankheit, es dient der Heilung und sollte deshalb nicht gesenkt werden. Erst wenn hohes Fieber länger als 3 Tage andauert, oder mit beunruhigenden Erscheinungen wie Fieberkrämpfen einhergeht, dann sollte medizinisch behandelt werden. Nichts soll erzwungen werden. Das Kind trinkt ohnehin gerade soviel wie es mag.

Wenn der Appetit fehlt so ist das ein Schutzmechanismus des Körpers. Bereits Kneipp äußerte:  „Fütterst Du einen Kranken, so fütterst Du auch seine Krankheit“.     Obst und leicht verdauliche Kost sind empfehlenswert.

Die Luft unserer Umwelt ist voll von Schadstoffen. Das Wetter schlägt Kapriolen. Die Füße sind kalt und nass. Dies sind häufige Auslöser für Infekte der Luft- und Harnwege. Besser und oft auch kostengünstiger als schwere Medizinbomben sind in vielen Fällen bekannte Naturheilmittel. Viren, seltener Bakterien, verursachen Erkältungen. Der gesunde, reaktionsfähige Körper wehrt sich gegen diese unerwünschten Eindringlinge. Wenn sich aber Rückfälle häufen, fragen sich die Patienten warum. Die körpereigene Abwehr ist geschwächt. Das Immunsystem hat ein Leck.

Heilpraktiker gehen nun zum Hausbesuch, gehen zu ihren kleinen Patienten. Sicher ist sicher. Lieber ein Besuch zu viel, als einer zu wenig. Der Krankenbesuch bringt viele Vorteile: Das geschwächte Kind bleibt in seiner gewohnten Umgebung. Der Heilpraktiker kann sich an Ort und Stelle ein Bild über die Pflegemöglichkeiten machen und situationsgerechte Ratschläge geben. Das Gespräch am Bett der kleinen Sarah wird sowohl mit dem Kind selbst, als auch der anwesenden Mutter oder Vater geführt. Ruhig und ohne Hektik wird die Anamnese erstellt.

Nach der Inspektion folgt die körperliche Untersuchung. Mit dem Abhorchen der Atemgeräusche sucht der Heilpraktiker nach den Störungen im Atmungstrakt, um so den evtl. Ort des Infektes festzustellen. Meist kann das Kind, aber auch die Mutter oder Vater beruhigt sein und die Behandlung mit Naturheilmitteln forstgesetzt werden. Bewährt haben sich hier zum Beispiel die Mittel in Kombination gegeben: Bronchiselect, Sinuselect und Toxiselect, von Dreluso.

Die Zwiebel erfährt einen neuen Einsatz.

Das Fieber soll nicht künstlich herabgesetzt werden, statt dessen wird die Selbstheilung angeregt welche zu einem neuen körperlichen und seelischen Gleichgewicht führt. Tee’s, Säfte und ein Zwiebelwickel sind hier wirksam anwendbar. Die Zwiebel, ein Liliengewächs, ist in der Knolle wässrig gestaut. Ihr Saft wirkt da, wo der Körper wässrig gestaut oder verschleimt ist. Die Schärfe der Zwiebel weicht den zähen Schleim auf und tötet Bakterien ab. Weiter wirkt sie auf Ohren- und Nasengänge, auf Bronchien und Nieren. Damit bringt sie Entzündungen in diesem Bereich zum Verschwinden. Um einen Zwiebelwickel anzufertigen, wird außer einer frischen Zwiebel ein entsprechendes Leintuch benötigt. Die Zwiebel wird dazu klein geschnitten und in die Mitte des Leintuchs gelegt. Von allen Seiten wird nun das Leintuch umschlagen, so dass das Ganze wie eine Auflage aussieht. Danach zunähen und unter Dampf erhitzen. Der Wickel wird so heiß wie verträglich auf die krankhafte oder schmerzende Stelle gelegt. Abdecken mit einem weiteren Tuch ist erforderlich um die Wärme lange zu halten. Wird eine Zwiebelabkochung durchgeführt, so kann der Absud bei Erkältungen getrunken werden. Dieser ist als schleimlösendes Mittel wirksam. Gemüse, Früchte, Gewürze, Zutaten aus der Küche. Das alles kann als Heilmittel im Krankheitsfall helfen. Es sind lebendige Heilmittel voller Lebenskraft. Je frischer sie sind, desto wirksamer sind sie auch. Immer wieder stellt sich die Frage auch in der zu verordnenden Medikation: „Warum in die Ferne schweifen, die Heilmittel der Natur finden sich oft schon in der Küche“     Kohlblätter zum Beispiel, sie wirken den Eiter ziehend. Knoblauch macht Parasiten, Würmern, Bakterien und Viren den Garaus. Die Zitrone wirkt ebenfalls gegen Bakterien, Viren und Pilze. Das Hühnerei gibt körperliche Kraft für den ganzen Tag. Kartoffeln helfen bei Entzündungen im Darmbereich. Bakterienschreck sind Salbei und Sauerampfer. Salz ist das Mittel bei Schwellungen, Ergüssen und Nebenhöhlenentzündungen. Quark ist ein sanfter Entgifter aus der „Lebensmittel – Naturapotheke“. Solche einfachen Heilmittel wieder entdeckt und neu ins Gespräch bringen alleine nutzt dem Kranken nichts. Es muss auch entsprechend angewendet werden.

Die naturverbundene Bevölkerung kennt die natürlichen Anwendungen noch.

Allerdings sind naturverbundene Menschen, wie ich dies vor allem im Virgental/Osttirol feststellte, eher zugänglich für die aus der Natur kommenden Heilmittel. In vielen dieser nicht nur in Österreich abgeschiedenen Orte ist der Mensch auf die Natur angewiesen und nutzt auch deren Selbstheilungskräfte. Einreibungen mit einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel eignen sich bei Nieren- und Blasenerkältungen, Harnversagen und rheumatischen Leiden, beispielsweise auch bei Beschwerden im Hüft-, Becken- oder Rückenbereich. Eine Schröpfkopfbehandlung bewirkt eine verbesserte Durchblutung von Haut und Gewebe. Selbst innere Organe werden reflektorisch erreicht. So können Giftstoffe schneller abtransportiert werden. Rückenschmerzen, Husten, Bronchitis, Lungenentzündung und Asthma reagieren erfahrungsgemäß gut auf das Schröpfen. Wolle ist die lebendige Faser des Lammes. Ungereinigte, nicht entfettete Schafwolle als Umschlag direkt auf die Haut gelegt ist heilsam bei Ekzemen und Hautkrankheiten. Bei Bronchitis und Lungenentzündung ebenfalls heilsam. Jede Heilpflanze besitzt spezifische Inhaltsstoffe mit besonderen pharmakologischen Wirkungen. Heilpflanzentee’s sind daher mild wirkende und gut verträgliche Heilgetränke. Linden- und Holunderblüten bei Fieber zur Milderung des Hustenreizes, Eibisch und Spitzwegerich zur Förderung des Auswurfes. Besondere Wirkungen haben Heilpflanzen mit ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Anisfrüchte, Thymian und Fenchel.

Mit der Flüssigkeitsaufnahme verbessert sich die Ausscheidung von Schadstoffen. Heilpflanzentees wirken auch auf die inneren Organe. Löwenzahn bekannterweise auf die Funktion der Leber, Weißdorn auf das Herz. Hand- und Fußbäder sind ebenfalls ein Element der Naturheilkunde. Es gibt zur einfacheren Applikation zur Auflage kleine Tücher, welche bereits mit konzentrierter Pflanzentinktur getränkt sind. Als Fußbadzubereitung wird das Tüchlein im Wasser geschwenkt, um so die Wirkstoffe freizusetzen. So ist z.B. auch der Schachtelhalm gut für die Funktion der Nieren und heilt Blasen-, Nieren- und Bronchialerkrankungen aus. Auch für bestimmte Hautleiden, Ekzeme oder Akne ist der Schachtelhalm ein Grundmittel. Hand- und Fußbäder beeinflussen außerdem über die Nervenendungen das Zusammenspiel der Körperorgane über die Reflexzonen. Deshalb kann auch ohne weiteres eine Fuß- oder Ohrreflexzonenbehandlung zusätzlich die Heilungskräfte des Körpers stimulieren.

Kohl tut wohl, dazu Ei, Quark, Honig und Anderes.

Die schwefelreichen Eiweiße des Kohl sind ein gefundenes Fressen für die weißen Blutkörperchen. Sie wandern gewissermaßen zum Kohlblatt ab und mit ihnen der Eiter. Kohl eignet sich bei Entzündungen des Bronchialschleimhaut, Asthma und zähem Schleim und bei Gliederschmerzen. So ist es eine große Hilfe z.B. bei vorliegender Diagnose Periarthritis humero scapularis, ein zwischen den Händen geriebenes Kohlblatt, welches dadurch besser anmodellierbar ist, aufzulegen. Der Kohl war schon bei den Griechen und Römern als Heilmittel sehr geschätzt. Besonders angewendet bei den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Die frischen oder kurz gekochten Blätter können auch mit einem Verband festgemacht und über Nacht auf der Haut belassen werden.

Das weiche Ei, die Aufbaunahrung nach schwerer Krankheit, regt den Eiweißstoffwechsel und den Gallenfluß an.

Der Quarkwickel wird bei Rötungen auf der Brust von stillenden Müttern genutzt. Quark ist sanft, kühlend und schmerzlindernd.

Honig ist ein Produkt der Sonnenwärme und der Blüte. Er ist ein Nährstoff des Gehirns und beeinflusst die Temperaturregulation im Körper. Bei Insektenstichen kühlt ein Honigaufstrich die Haut und vermindert das Jucken. Honig wirkt auch bei Hautausschlägen, z.B. bei Akne. Bei Verbrennungen immer sofort kaltes Wasser über die verbrannte Stelle gießen. Leichte Verbrennungen heilen gut mit Honig.

Die Kartoffel, dieser gutmütige Kumpel, beruhig als Püree nervös bedingte Darmbeschwerden. Dass die rohe Kartoffel imstande ist, Rückenschmerzen zu lindern, ist weniger bekannt. Bei Nackenschmerzen eine rohe ungeschälte Kartoffel unter den Nacken legen und in der Rückenlage so eine Weile liegen bleiben. In den Schmerz atmen, das entspannt und mindert den Schmerz.

Die Zitrone ist ein umfassendes Heilmittel. Bei äußerer Ohrentzündung ein bis zwei Tropfen in das Ohr geträufelt, bei Schnupfen mit Wasser verdünnt in die Nase eingezogen, bei Halsweh und Erkältungen, bei entzündeten Wunden und Hautrissen, bei Akne und Hautunreinheiten. Überall dort wirkt die Zitrone heilend. Sie zieht zusammen. Sie dichtet Gefäße, Zellmembrane und Schleimhäute ab. Verblüffend ist auch die Wirkung bei Krämpfen und Koliken aller Art. Hier einfach den Saft der aufgeschnittenen Zitrone auf die betroffene Stelle träufeln und einreiben.

Tonerde ist zerbröckeltes Gestein welches das fähig ist Wasser aufzunehmen. Daraus entsteht Lehm. Totes Gestein verwandelt sich in etwas Lebendiges. Ein Lehmwickel hilft bekanntlich bei Gelenkbeschwerden. Der Wickel sollte warm aufgelegt und abgedeckt werden.

Durch die natürlichen Maßnahmen gilt es nicht, den Mediziner zu ersetzen, sondern es soll durch sinnvolle Therapierung entsprechend der Diagnose ein Mittel angewendet werden, welches in der Lage ist durch geringste Kosten den größtmöglichen Heilerfolg zu erzielen. Diese Mittel aus der Naturheilkunde können neben anderen Verordnungen als Ergänzung eingesetzt werden. Der Umfang mit bekannten alternativen Heilmitteln umfasst die physische und psychische Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit. Dazu gehört auch u.a. das Herstellen von eigenen Heilmitteln. Vom frischen Rosmarin zur erfrischenden Salbe, einen Tee, Salat usw. Dieses Erlebnis kann für Patienten ein Teil der Therapie sein. Hierzu können ausgeschriebene Führungen in Wald und Flur in entsprechenden botanischen Gärten eine wertvolle Hilfe darstellen. Günstig ist es, im Nahbereich unter Einbindung der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, den Forstämtern, einen beschilderten Heilkräuter – Wanderweg einzurichten. Hierdurch kann die Aufmerksamkeit wieder auf die Natur und den möglichen Naturheilmitteln in Richtung der Phyto-Therapie gelenkt werden. Die alte Volksmedizin schien ja fast in Vergessenheit geraten zu sein. Dennoch ist sie nichts desto trotz eine der ältesten Heiltraditionen. Ein Teil dieses Wissens, vor allem über pflanzliche und tierische Heilmittel, wurde seit der Zeit Karls des Großen durch die Mönche in den Klostergärten und Klosterapotheken gesammelt, gefiltert, dokumentiert und weiter entwickelt. Manche dieser Arzneien haben sich bis heute bewährt. Andere wurden verdrängt oder ersetzt. Krokus sativus oder Safran zum Beispiel, in früheren Jahrhunderten ein geschätztes Heilmittel. Im Gegensatz etwa zur Melisse, spielten vorgehende kaum noch eine Rolle in der medizinischen Erfahrungen. Wissenschaftliche Forschungen, klimatische und Umweltveränderungen verändern Konzept und Einsatz der Naturheilmedizin. Wer die passenden Heilmittel nicht selbst herstellen kann oder möchte, findet sie in der Apotheke in kontrollierter Qualität. Dank der präzisen Aufzeichnungen der Mönche und Ordensschwestern kann heute jeder die alte Hausmedizin neu entdecken. Rezepturen von einst können auch heute noch die entsprechenden Heilmittel sein. Wachsende Selbstverantwortung und ein neues Kostenbewusstsein rücken die natürlichen Heilmittel wieder in den Vordergrund.

 Natürliche Heilmittel einsetzen zeichnet die Ganzheitsmedizin aus.

Das heißt in der Anwendung der Naturheilmittel zuerst gesunde Nahrungsmittel ohne schädliche Chemikalien zu verwenden. Diese auch möglichst naturbelassen und frisch zu sich nehmen. Wer sein Obst und Gemüse nicht selbst pflanzt, kauft am Besten seine Lebensmittel aus kontrolliert biologischen Anbau im Naturkostladen oder einem Reformhaus. Gerade in der Schwangerschaft sollten naturbelassene Lebensmittel von der werdenden Mutter gegessen werden. Eine Ernährung mit biologisch erzeugten Lebensmitteln stärkt das Immunsystem des noch ungeborenen Lebens. Der Kauf biologisch erzeugter Lebensmittel unterstützt auch eine Anbauweise, die mit der Umwelt, in welcher das Kind einmal leben wird, schonend umgeht und sie nicht weiter mit Schadstoffen belastet. In den Wartezimmern der Kinderärzte häufen sich Kinder als Patienten mit chronischen Erkrankungen. Diesen Krankheiten ist mit Medikamenten oft nicht beizukommen. Sie verlangen ein Umdenken. Der Mediziner kann allenfalls Orientierungshilfen geben. In entsprechenden Naturheilpraxen erfahren die Eltern, was sie für die Gesundheit ihrer Kinder tun können. Die auch heute noch gute Reaktionsfähigkeit des kindlichen Immunsystems braucht oft nur kleine Anstöße, um die Krankheit zu überwinden, da sind die Naturheilmittel das Mittel der Wahl. Es geht um den mündigen Patienten im Sinne einer autoregulativen Medizin. Hier spielen vollwertige Ernährung, ausreichend Bewegung und nicht zuletzt die Gedankenwelt auch eine wichtige Rolle. Gesundheit an Leib und Seele beginnt vor allem mit der Erfahrung liebevoller Zuneigung, Geborgenheit und Sicherheit. Kinder müssen Krankheiten durchmachen. Nur so baut sich ein intaktes Immunsystem auf. Mit welchen Augen ein Kind in seine Zukunft blickt, hängt auch vom Umfeld ab in welchem es aufwächst und sich bewegt. Im Herbst und Frühjahr sind es Erkältungen, Husten, Schnupfen, mit denen Kinder in die Praxis kommen. Im Sommer meist Durchfallerkrankungen. Was aber die häufigsten Praxisbesuche der kleinen Patienten bewirkt sind heute zunehmend Allergien, Neurodermitis und Asthma. Bei den Allergien ist der Mensch selbst als Verursacher in die Verantwortung zu nehmen.  Wichtig ist auch das Wissen. Auch bestimmte natürliche Heilmittel können im Säuglings- und Kindesalter nicht oder nur kurzfristig eingesetzt werden. Die Anwendung der Naturheilmittel beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Phytotherapie, auch die physikalischen Therapien, z.B. Hydro- und Balneotherapie, ist zu integrieren. Vor allem ist es das Senfmehlfußbad, Kneipp’sche Bäderanwendungen, sowie die bereits erwähnten Lehmpackungen. Auch die Saugwellentherapie und elektrotherapeutische Anwendungen sind weitere Anwendungen. Zu nennen die Kataplasmen als Um- und Aufschläge. Blutegel im Einsatz, auch Chantharidenpflaster sind wertvolle Anwendungen bei entsprechender Diagnosestellung.

Eine Reise durch alte und neue Mittel der Medizin aus der Natur bis hin zu den aus- und ableitenden Verfahren gehören in die Hand des Kenners der Naturheilkunde. Eine Rückbesinnung auf die einfachen naturgemäßen Prinzipien des Lebens ist wichtig im Hinblick der Volksgesundheit. Es heißt ein neues Gefühl zu entwickeln für den Rhythmus des Lebendigen. Sich selbst erfahren als Teil des gesamten Kosmos. Das sind die Grundgedanken der einfachen aber wirksamen naturheilkundlichen Medizin, welche nicht nur für den Alltag zu sehen ist. Letzen Endes heilt die Natur selbst, dazu gilt es sich dafür zu öffnen, sich damit einzulassen. Dazu braucht es Zeit, Ruhe und Beschaulichkeit. Wir müssen alle neu lernen, bereit sein auch dazu zu lernen und den Atem der Natur zu spüren, das Lebensprinzip pflegen.

 




Preis: : EUR 21,00

 Man kann es nach intensiever Betrachtung und gründlkicher Einvernahme in Text und Bild behaupten:  Das Buch  vom  Autor:    Reiner Höh verspricht nicht nur vom Tietel her das es die schönsten Rputen beschreibt und bebildert. Seit über 30 Jahren sind wir mit wenigen Ausnahmen jährlich in der Provence.
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Mit diesem Wohnmobil-Tourguide von Reise Know-How die Provence entdecken:

Mit ihren duftenden Lavendelfeldern, den malerischen Städten und traumhaften Landschaften zählt die Provence zu den beliebtesten Zielen in Frankreich. Der renommierte Reisebuch-Autor Rainer Höh ist seit über 30 Jahren dort unterwegs. Sein Buch enthält alle wichtigen Informationen speziell für Wohnmobil-Reisende:

Spiegelbild zeigt Gebirge im Gebiet des Grand Canyon due Verdon.

Beruhigend strömt der Duft von den Lavendelfeldern der Provence.

  • Informative Beschreibungen im Logbuch-Stil für die reizvollsten Routen.
  • Übersichtliche Karten, Streckenpläne und GPS-Koordinaten.
  • Stellplätze und Campingplätze, Entsorgungsstationen sowie Parkmöglichkeiten für Stadtbesuche.
  • Sehenswürdigkeiten und Märkte, empfehlenswerte Restaurants und interessante Einkaufsmöglichkeiten für regionale Produkte.
  • Ratschläge zum Thema Sicherheit.

 

 

Ein kleiner, feiner und freundlicher Ort, St. Julien du Verdon

Bilder   Rolf   Lindner

Coverbild und Text mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 




Preis: : EUR 19,80

34-erdbeeren-225x300 in Erdbeeren

Da war doch die Werbung mit ihrem Spruch:  Senga Sengana kitzelt den Gaumen,  Hinweis über Ansehen, Aussehen, Geschmack, schon sehr viel versprechend.

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Schmackhaft sehen sie aus und im Moment nicht ganz billig zu haben.

Doch im Wald, da tut sich auch was in Sachen Erdbeeren…..

34-erdbeeren-2-300x225 in Walderdbeeren in Blüte.

Zunächst zu den Walderdbeeren, wissenschaftlich Fragaria vesca L.  (L. steht für den schwedischen Arzt und Botaniker Linné ), die aus der Familie der Rosengewächse stammen und deren Früchte zu den  „Sammelnussfrüchten“ gehören Es ist eine ausdauernde, winterharte Rosettenstaude die bis zu 20 cm. Hoch wächst an guten Standorten. Zu finden ist sie an Waldlichtungen, Waldwegen, Böschungs- und Waldrändern. Die Blütezeit ist von April bis Juni, ebenfalls je nach Standort unterschiedlich. Nach der Blüte entwickeln sich die zunächst grünen hochgewölbten Nüsschen der Frucht welche nach und nach rot werden. Die dunkelrote Farbe zeigt den erreichten Reifzustand an. Sie enthalten neben Vitaminspuren B1, B2, Nicotinamid, aber ca. 65 Prozent Vitamin C, etwa 6 Prozent Kohlehydrate und Spuren Mineralstoffe (Kalium, Calzium, Magnesium, viel Eisen), Folsäure, wenig Fruchtsäuren und roter Farbstoff. . Dazu ca. 85 Prozent Wasser, bis zu 7 Prozent Zucker, und etwa 4 Prozent Rohfaser. In England bekannt als Strawberry, sowie in Frankreich als Fraise, Spanien Fresa, ist die „wilde Erdbeere im 16. und 17. Jh.  in Gärten kultiviert gezüchtet worden. Diese Art, Fragaria semperflorens (DUCH)  blüht von Mai bis Oktober und liefert auch andauernde Früchte und Blüten  gemeinsam. Allerdings muß erwähnt werden das Erdbeeren bereits 19  v.C.  bereits vom römischen Dichter Vergil als Köstlichkeit beschrieben wurden. Auch Ovid hat 18 n.C.  und Plinus  79 n. C.  ebenfalls lobenswerte Ausführungen zur Schrift gebracht.

Daneben gibt es als Wildform das Erdbeerfingerkraut, Potentilla sterilis.

34-erdbeeren-31-300x225 in Gänsefingerkraut.

Es hat nichts mit den anderen „Potentillagewächsen“  wie Gänsefingerkraut, dem „Potentilla anserina, zu tun. Beim Erdbeerfingerkraut ist die Blütezeit bereits Ende März beginnend bis etwa Mitte Mai. Ein weiterer Unterschied sind zu der Walderdbeere die Kronblätter. Diese berühren sich nicht und sind an der Oberseite silbrig behaart. Unseren heutigen Erdbeeren welche auf dem Markt kommen und im Garten bzw. auf Erdbeerfelder gezüchtet werden sind meist aus der amerikanischen Wildform der Brestlingen, den Fragaria ananassa, sowie die Sorte Fragraia moschata WESTON, hervorgegangen. Die Urzuchterdbeeren waren wohl die großfruchtige Ananaserdbeere sowie der amerikanischen Scharlacherdbeere als Kreuzung mit der chilenischen Erdbeere. Später sind es die Ananas-,  Moschus- Muskateller- und Zimterdbeeren als Ausgangpflanzen heutiger Züchtungen. und Das wird erst in Nuancierungen und bei dazu empfindlicher Geschmackspapillen der Zunge, vornehmlich der Zungenspitze welche für das Süßempfinden ausgelegt ist, spürbar. Uns sind diese Sammelnußfrüchte der gezüchteten Erdbeeren als hochgeschätzte Delikatesse bekannt. Hier handelt es sich um eine krautartige mehrjährige Züchtung welche imj ersten Jahr eine dreizählige, gezahnte, langstielige Blätterformation aufweist. Im zweiten Jahr beginnt die weniger üppigen Blütenstand zeigt. Sie ist in der Lage Achseltriebe zu bilden und sich so unkontrolliert auszuweiten. So entstehen eine unzählige Reihe von Tochterpflanzen. Nach der erscheinenden, meist im warmen Frühjahr beginnenden fünfblättrigen weißen Blüte entwickelt sich daraus das Fruchtnüsschen.

Die USA liegen als Weltlieferant der köstlichen Erdbeeren heute bei ca. 600 000 t Deutschland ist dabei auf Rang 10 mit einem Lieferpotential von etwa 60.000 t verschwindend gering anzusehen. Selbst Polen, (2. Stelle), Spanien und Japan (3. Stelle, Italien 4.)  Russland (5), deutet an das wir zwar besonders gute Geschmackssorten haben, dennoch den Weltmarkt nicht wesentlich beeinflussen können. Dennoch sind es gerade die geschmacklichen Züchtungen welche Königshäuser in Europa auf die deutsche Erdbeere zurückgreifen lassen. Übrigens werden sie als Sammelnussfrüchte bezeichnet da ihre nussartigen Samen außen an der Frucht angelegt sind.

34-erdbeeren-4-300x225 in Am Besten schmecken sie unverzüglich roh gegessen.

Als leicht verderbliche Frucht sollte sie z.B. zu Marmelade schnell verarbeitet werden. Die  „Beerenkräfte sollen nach alter Volksheilkunde helfen bei Harnwegserkrankungen und leichten Verdauungsstörungen. Auch Gicht und Rheuma ist eine Empfehlung ebenso wie die Stärkung der Leber-Gallefunktion. Auch von Blutreinigung wird beschrieben wenn regelmäßig der Saft der ausgepressten Erdbeeren getrunken wird. Aus den jungen Blättern der Walderdbeere lässt sich ein Tee zubereiten und die Blätter sind auch ein Bestandteil eines Frühlingssalates aus den Kräutern der Natur. Ebenso kann der getrocknete Wurzelstock zu Tee zubereitet werden. Er ist in der Volksmedizin angewendet bei Durchfall und bei Steinerkrankungen. Vorher ist medizinische Abklärung erforderlich.

Regelmäßig Erdbeeren essen sorgt für einen geschmeidigen und zarten Teint der Haut. Gegen Zahnstein helfend, einige Tropfen ausgedrückter frischer Erdbeere auf die Zahnbürste und die Zähne damit bürsten.

Ein Nachteil zum Thema Erdbeeren und Genuss:  Viele Menschen reagieren allergisch auf den Genuss von Erdbeeren. Um entsprechende Beschwerden im Wesentlichen auszuschließen kann ein kleiner Selbsttest Auskunft gegeben. Dazu wird ein Tropfen der Erdbeere auf  mehrere Stellen an der Innenseite des Unterarmes gegeben. Zeigen sich rote Flecken dann ist anzunehmen das der Körper auf den Genuss allergisch reagieren kann. Allerdings ersetzt dieser Laientest nicht eine medizinische Abklärung.

Endlich gibt es einen Reiseführer für den nördlichen Bereich Skandinaviens.  Frankl – Peter Herbst und Peter Rump berichten in dem umfangfreichen Handbuch fachlich und sachlich aus Gebieten welche noch nicht von Touristen heimgesucht worden sind, also Natur als pures Erlebnis beinhalten.

Das Buch ist im Know-How Verlag Neuauflage Mai 2012  erschienen und  unter ISBN 978-3-8317-2057-6 in den Buchhandlungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und den Niederlanden zu bekommen.

Als bereits Skandinavienkenner haben wir dieses Buch kritisch betrachtet und und ein positives Bild machen können. Einiges war uns bekannt, anmderes böleibt leider oft im Verborgenen, doch die Autoren haben es verstanden hier Informationen zu geben welche  es erleichtern durch den skandinavischen Norden zu reisen und die Sehenswürdigkeiten nicht zu verpassen. Wichtig zu wissen:  Rechtzeitig tanken ist vor allem im mittleren und nördlichen Bereich wichtig. Es kann durchaus sein das mal 100 Kilometer gefahren werden und… noch immer keine Tankstelle. Also, wenn der Tank erst halb keer ist, tanken!  Wo man fahren kann? Eigentlich überall wo Straßen sind.

Im Buch zu finden:  Die Anreisemöglichkeiten und Hauptverkehrsstraßen.  Streß auf den Straßen?  Kennt man hier nicht!  Wundern Sie sich nicht das man in Skandinavien mehr Oldies findet auf der Straße als bei uns.  Mehr und mehr sind es hier Wohnmobile welche eigentlich überall dort geparkt und auch mal übernachtet werden kann ohne Einschränkung. Abfall sollte man tunlichst mitnehmen und dort abladen wo die Möglichkeit auich vorgesehen ist. Man schätzt hier nicht nur suabere Parkplätze, die meist sogar mit Toiletten ausgerüstet sind. Wer es mal eilig hat findet bestimmt in einer Kirche oder neben der Kirche eine saubere mit Wasser versehene Toilette.

Wer in Bergen, Oslo, Stockholm war, oder am Nordkapp  (tatsächlich hier mit zwei  “p”  geschrieben)  und einmal das Mittsommernachstfest erlebte ist erstaunt wie gemütlich es überall zugeht.

Im Buch sind die Routen und zu größeren Städten auch Karten zu finden. Leider haben wir GPS Koordinaten vermißt, doch das ist das Wenigste. Dafür ist eine Menge an Informationen vorhanden. Ob man will oder nicht, das Buch verleitet dazu keine Pause beim lesen zu machen. Allerdings wer die Routen fährt sollte spätestens nach 300 Kilometern Rast einlegen. Das kann schon mal sein das um 24 Uhr noch die Sonne scheint, hier oben im Norden. Wir haben selbst am Polarkreis ab 23 Uhr eine Wanderung begonnen.  Da sieht man dann schon mal eher einen Elche und, vor allem, eine Herde Rentiere.

 

Alles in Allem:   Hätten wir vor Jahren bereits ein solches Buch gehabt, wären viele sehenswerte Dinge nicht an uns vorüber gezogen.  Doch, wie fahren wieder hin, mit dem Buch.



Skandinavien - Der Norden (Broschiert)

By (author) Frank-Peter Herbst, Peter Rump

Preis: : EUR 22,50

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Jeder kennt sie, die weiße oder rosarote Pracht der Rosskastanienblüten. Es ist der unverwechselbare Garten-, Park- und Alleebaum. Als Schattenspender steht er in Gärten, Höfen, auf Dorfplätzen und Gartenlokale. Weniger bekannt ist die herausragende Position der Rosskastanie als Spender bedeutender Ausgangsstoffe für die Herstellung pharmazeutischer Produkte sowie ihrer Verwendung in der Therapie.

Natürliche Vorkommen der Rosskastanie finden sich in Südosteuropa, auf dem Balkan, in Albanien, Mazedonien und Bulgarien. In den Bergwäldern im Norden Griechenlands, im Norden des Iran und westlichen Kaukasus, im Himalaya und in Nordindien. Es sind riesige Wälder. Rosskastanie gehört in unseren Breiten neben Weide, Wacholder, Fichte und Eibe zum Kreis der herausragenden Medizinbäume. Durch Kenntnis in Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in den Rosskastaniensamen und deren pharmakologischen Wirkungen auf das Venensystem, stehen standardisierte pflanzliche Venentherapeutika zur Behandlung der weit verbreiteten Volkskrankheit Venenschwäche zur Verfügung.

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In der antiken Literatur wird die Rosskastanie im Gegensatz zur Edelkastanie nicht erwähnt. Sie wurde erst im 16. Jh. in Mittel- und Teilen Nordeuropas wieder heimisch, nachdem die Gattung Aesculus hippocastanum durch die letzte Eiszeit in südliche Refugien abgedrängt worden war. Im Jahre 1557 brachte Ghiselin de Busbeq die Kastanie nach Konstantinopel. Die erste Abbildung findet sich im Kräuterbuch von Matthiolus 1565, der einen aus Konstantinopel stammenden Fruchtzweig als Castanea equina bezeichnet und skizziert hat. Aus der Türkei brachte Ungnat Samen nach Wien. Aus denen hat 1576 der kaiserliche Gartendirektor Clusius die ersten Setzlinge gezogen und gepflanzt. Der rege Versand von Samen löste in gemäßigten Klimazonen Europas eine rasante Ausbreitung dieses schnellwüchsigen Baumes aus. Bachelor führte die Rosskastanie in Paris ein; sie wurde zum Lieblingsbaum des Sonnenkönig Ludwig XIV (1638-1715) und zum majestätischen Modebaum. Sie schmückte fortan Schlossgärten, fürstliche Parks und Alleen. Für Berlin wurde die Rosskastanie erstmals 1672 erwähnt.

Die Volksheilkunde ist geprägt von einem reichen Erfahrungswissen und vielen überlieferten Hinweisen auf die Verwendung von Drogen und Zubereitungen aus den verschiedenen Bestandteilen der Rosskastanie. Traditionell dienten zur Drogengewinnung vier Bestandteile des Baumes: Blätter, Blüten, Rinde und Früchte bzw. Samen. Sie haben einen jeweils uneinheitlichen Anteil an aktiven Inhaltsstoffen und sind von unterschiedlichem medizinischem Nutzen. Die Sammelzeiten der Blüten sind von April bis Mai, Blätter von April bis Juni, Rinde von März bis April sowie Oktober bis November. Die Früchte bzw. Samen gibt es September bis Oktober. Mit den Rosskastanienblättern wurden Tees aus frischen oder getrockneten Blättern bei Schmerzen und Schwellungen, bei Darmkatarrh, Regel- oder Gebärmutterblutungen, bei Bronchitis und nach Gehirnerschütterung verabreicht. Äußerlich dienten Tinkturen bei Weichteilschwellungen nach Knochenbrüchen und bei Venenentzündungen, Warzen, Geschwüren und Rostbeulen den Heilungsprozess zu forcieren. Aus frischen weißen Rosskastanienblüten wurden vorwiegend Essenzen zu Einreibemitteln verarbeitet. Als Adstringens und Tonikum bei Gicht und rheumatischen Schmerzen angewendet. Der Blütentee war als schleimlösender Hustentee weit verbreitet.

Aesculin, eine Cumarinverbindung, in den frischen Blättern kann ultraviolette Strahlen adsorbieren, d.h. an der Oberfläche anlagern. Blätter dienten zu Liniment oder Salben zubereitet bei Hauterkrankungen. Rinde bzw. Borke findet ihre besondere Verwendung in der Volksheilkunde. Sie wurde im Frühjahr oder Herbst von drei- bis fünfjährigen Zweigen abgezogen, zerkleinert und getrocknet. Das daraus bereitete alkoholische Dekokt wurde zur Behandlung von Hauterkrankungen und als Sonnenschutz verwendet. Im 18. Jh. wurde die Rosskastanienrinde neben der Weidenrinde als preiswertes Ersatzmittel für die kostbare Chinarinde gegen das kalte Fieber einverleibt. Rosskastaniensamen wurden als Tinktur zubereitet äußerlich bei schmerzhaften Verletzungen oder Verstauchungen, bei Bluterguss und Schmerzsyndrome an der Wirbelsäule verwendet. Weit verbreitet war die Behandlung von Ödemen mit Tinkturen aus Rosskastaniensamen. Beliebt die Bäder. Bereitet aus ganzen oder geschälten Kastanienfrüchten bei Rheuma, Gicht und Durchblutungsstörungen. Erste Berichte über die Wirksamkeit von Tinkturen aus Rosskastaniensamen bei Hämorrhoidalleiden stammen von 1896. Zäpfchen, hergestellt aus gemahlenen Samen, waren eine häufig verwendete Arzneiform. Aus frischen, geschälten Früchten wurde ein Essenz zur Behandlung der Leberschwellung, Magenschleimhautentzündung und bei Prostatabeschwerden, verordnet. Für Homöopathen war und ist „Aesculus hippocastanum“ bei trockenem Katarrh, Hämorrhoiden und bei Unterschenkelgeschwüren das Mittel der Wahl.

Feines Samenmehl wurde beim Katarrh der Luftwege und bei Erkältungsbeschwerden geschnupft. Bei Prostatabeschwerden soll eine Rosskastanie jeweils rechts und links in der Hosentasche die Beschwerden lindern oder beseitigen helfen. Zubereitungen werden als Tee aus getrockneten Blättern und Blüten, der Rindentee aus zerkleinerter frischer Rinde, angefertigt. Für eine Salbenmischung wird frische Rinde verwendet. Zur Herstellung einer Essenz verwendet man junge Blätter und Blüten. Aus frischen, geschälten und zerkleinerten Samen wird ein Extrakt zubereitet und eine Tinktur entsteht aus frischen, ungeschälten Früchten. Als Brei für eine Auflage verwendet man geschälte zerkleinerte Samen. Zu Wickel oder Umschläge werden Blüten, Rinde und Früchte genommen. Ein besonderes Bad ist das Rosskastanienbad, angefertigt aus frischen Blüten.

Spät entdeckt, die Wirkung des Rosskastaniensamens. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jh. fand die Pharmacie wissenschaftliches Interesse an den Rosskastaniensamen. 1965 erfolgte erstmals die monografische Aufnahme in das Deutsche Arzneibuch DAB. Die quantitative und qualitative Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gilt analytisch heute als aufgeklärt. Die Samen enthalten als Wirksamkeit bestimmenden Inhaltsstoff das Aescin, Flavonoide, Quercetin, Rutosid und Kampferol. Diese werden bei Venenerkrankungen angewendet. Eine positive Beeinflussung der Durchlässigkeit kleinster Blutgefäße ist nachgewiesen. In den Samen fehlen Cumarine. In Blättern und Baumrinde wurden sie nachgewiesen. Rosskastaniensamen ist dazu noch Ausgangsmaterial für viele andere moderne Arzneimittel.

 

Für die Herstellung moderner Rosskastanien Arzneimittel werden frische Rosskastaniensamen eingesetzt. Diese stammen vorwiegend aus osteuropäischen Ländern. Die vollreifen Samen werden in nicht zu dicker Schicht an gut durchlüfteten Plätzen vorgetrocknet. Unreife oder aufgeplatzte Früchte werden selektiert. Zur industriellen Verwertung werden diese anschließend gebrochen und zur Vermeidung von Pilzbefall künstlich nachgetrocknet. Für die Sicherung der Qualität des Ausgangsmaterials ist eine einheitliche Identität der Rosskastaniensamen zu bestimmen. Bei der Rosskastanie werden die etwa zwanzig bis vierzig Millimeter großen, kugelig-ovalen, etwas abgeflachten Samen von einer dunkelbraunen, nur im frischen Zustand glänzenden Samenschale mit einem großen, rundlichen, hellbraunen Nabelfleck, dem Hilium, bedeckt. Der Raum unter der Samenschale wird vollständig von dem mächtigen Embryo mit den großen, schwach gelblichen Keimblättern ausgefüllt. Inhaltsstoffe sind Stärke, reduzierende Zucker, fettes Öl und Proteine.

Die medizinische Anwendung der Rosskastanienextrakte RKSE. RKSE-haltige Arzneimittel zeichnen sich durch anti-exudative, Gefäß abdichtende und damit antiödematös wirkende Mittel aus. Deshalb besonders angewendet bei Beschwerden im Venenbereich der Beine. Zur Linderung von Beschwerden und um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, können Venenleiden mit Salben oder Gele aus Rosskastaniensamenextrakt behandelt werden. Heutige Präparate gelten als gut verträglich. Neben den hoch dosierten Aescin Monopräparaten sind zahlreiche pflanzliche Kombinationspräparate verfügbar, deren Wirksamkeit für die Indikation der Venenschwäche, chronisch venöser Insuffizienz (CVI), klinisch von dem der Rosskastanienextrakte zu differenzieren ist.

Der gemahlene Samen wird gerne als Zusatz zum Schnupftabak verwendet.

Buch    ISBN-13: 978-3-7654-4380-0       144 Seiten, ca. 140 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung

Traumtouren von der Côte d‘Azur bis zum Atlantik  Autor:   Markus Ott

Vive la France!    Südfrankreich mit dem Wohnmobil zu erkunden, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Der praktische Tourenführer kennt die fünf schönsten Routen zwischen Hochgebirge und Rebhängen, Vulkanen und Stränden. Abseits ausgetretener Pfade erkunden Sie die Côte d’Azur und Côte d’Argent, Auvergne und Gironde, umrunden den Genfer See und erklimmen die Pyrenäen. Infos zu Campingplätzen, detaillierte Karten und Tipps zu Einkehr und Sehenswürdigkeiten erleichtern die Reiseplanung.

Biografie zu  Markus Ott

Markus Ott, Jahrgang 1957, ist seit fast 30 Jahren Journalist. Er arbeitet sowohl für Printmedien als auch für Radio und Fernsehen. Als begeisterter Alpinist, Bergsteiger und Weltenbummler hat er alle fünf Kontinente bereist. Seine große Leidenschaft waren von Beginn seiner Laufbahn an Reise- und Alpinreportagen, veröffentlicht u. a. in „Münchner Merkur“, „Abendzeitung“, „tz“, „Frankfurter …

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Preis: : EUR 19,95

DIE VERGANGENEN 12 MONATE  haben uns gezeigt, dass wir den richtigen Weg nehmen. Unsere Art, die Dinge in Sachen Bergsport- und Outdoor anzugehen, hat Erfolg. Das nächste wichtige Datum im Leben der
AllMountain ist nun der 10. Mai. Denn an diesem Tag geht unsere Webseite www.allmountain.de online, mit jeder Menge fundiertem Wissen zum Thema Bergsport, Reise und Ausrüstung. Einfach reinklicken und gewinnen – in jeder Hinsicht.

AUCH IN DER SCHWEIZ  stehen die Zeichen auf Zukunft. Lange Zeit haben sich die Eidgenossen dem Thema Klettersteig verwehrt. Günter Kast stellt Ihnen fünf der schönsten Steige in den Westalpen vor und er weiß warum Canyoning an heißen Sommertagen ein Riesenspaß ist.

ANDRE TAPPE war für AllMountain im deutschen Klettermekka Frankenjura und er gibt, zusammen mit Alexander Wagner, wichtige Informationen zum Thema GPS. Gemeinsam mit dem Sporthaus Schuster legen wir noch einen drauf und verlosen zehn Plätze unseres ersten AllMountain Workshops „GPS für Einsteiger“.

ISCHGL ist jedem Wintersportler ein Begriff. Doch auch im Sommer hat das Paznaun recht viel zu bieten: Bestens ausgeschilderte Wanderwege, MTB-Trails vom Feinsten, Boulder der Superlative und Klettergebiete, die es in sich haben. Wer in dieser Sommersaison mal schnell in Ischgl auf den Berg will, kann an dem Gewinnspiel um einen 3-Tage-Gondelpass teilnehmen. Wie Sie zu Ihrem Pass kommen und dabei auch noch ein Mountainbike gewinnen können, lesen Sie ab Seite 51.

IM KLETTERSTEIG MIT DER FAMILIE? Kein Problem! Wir zeigen Ihnen auf acht Seiten wie dieser Ausflug garantiert ein Erfolg wird.

DIE RICHTIGEN SCHUHE  für leichte bis mittelschwere Touren im Gebirge finden Sie ab Seite 80 und im Anschluss die wichtigsten Ausrüstungs-Neuheiten zum Thema Trailrunning.

UNSER TRAUMREVIER  ist dieses Mal Patagonien. Hubert Wehrs, unser Grafiker und Alpinist aus Leidenschaft, war dort – seine Bilder eine südamerikanische Verführung.

Egal, ob weit weg oder einfach vor der Haustüre, ich wünsche Ihnen viel Spaß in den Bergen, genießen Sie Ihre freien Tage und kommen Sie wieder gesund nach Hause.

schauen Sie in  die aktuelle Ausgabe der AllMountain (pdf) doch mal rein

 

Der in fast ganz Europa ist der ursprünglich aus Australien bzw. Neuseeland stammende echte Nelkenwurz, wissenschaftlich Geum urbanum, zu finden. Er gehört zu den Hemikryptophyten in der Pflanzenwelt. Diese haben „Überdauerungskospen“ welche an der Erdoberfläche gebildet werden und im Herbst/Winter/Frühjahr mit Laub, Erde oder Schnee bedeckt sind und so überdauern können auch bei strnger Kälte.  Beim echten Nelkenwurz geht der Wurzelschaft bis zu 8 Zentimer in den Boden. Die ausgebildete Bodenrosette bleibt meist auch über die Wintermonate erhalten. Er ist im ab mitte Mai bis in den Oktober überall blühend zu sehen mit seinen kleinen gelben Blüten.  Bis in den September sieht man die 20 bis 80 Zentimeter schlank aufragende Pflanze. Ein volkstümlicher Name benennt ihn alks Benedikterkraut Was auf die Hl. St. Benedikt zurückgeführt wird. Nach der Blüte bilden sich kleine Nussfrüchte.

Neben der Bezeichnung Benediktenkraut hat der Volksmund auch die Verwendung einbezogen wie in den Namen Mannskraftwurzel, Nägeleinkraut, Sanikula, Weinwuirzel.  Letzteres weil man auf dem Lande mit der Nelkenwurz-Wurzel einen Wein herstellte. Doieser wurde auch zur Rekonvaleszenz zum trinken empfohlen.

Nelkenwurz zeigt kleine, fünfblättrige, gelbe Blüten. Zwischen den Blüten hoch aufragend, fast dominierend sich zeigend, gesellt sich wie ein kleiner Wuschelkopf aussehend die Samenknospe mit zahlreichen Früchtchen. Echter Nelkenwurz ist unter anderen Namen bekannt wie z.B. Benediktenkraut, Hasenwurz, Märzwurz und vor allem als Mannskraftwurzel. Letzteres soll wohl als für Männer geeignetes Aphrodisiakum zur Anwendung kommen und die Standhaftigkeit wiedergeben.

Die Bezeichnung Geum, der zu den Rosengewächsen (Rosacea) gehörenden Art des Nelkenwurz,  geht auf den schwedischen Pflanzenforscher und passionierten phytotherapeutischen Arzt Linné zurück. Geum, abgeleitet aus dem Griechischen geuein, was soviel bedeutet wie würzen. Der weitere Name urbanum, bezeichnet den lateinischen Artnamen der erstmals 1561 bei Konrad Gesner Verwendung findet. Er bezeichnete es so weil die Pflanze auch in den Städten wächst. Vor allem mag sie stickstoffreichen Boden. Hildegard von Bingen bezeichnete die Pflanze als „die gesegnete“. Daher auch der Name Benediktenkraut.

Nelkenwurz in engerem Sinne betrifft den Nelkengeruch des Rhisom und das darion enthaltene Nelkenöl. Der Name des „Wurzel“-Stockes vom echten Nelkenwurz ist Radix Caryophyllatae. Die Wurzel wird frisch oder getrocknet milder wirkend als die Wurzel des Baldrian, Radix Valerianae, gerne als Tee mit beruhigender Wirkung zubereitet.

> > > >    Die hauptsächlich bekannten  Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Eugenol, Flavonoid, Harz, Gerbstoff, Glykoside und Vitamin C.

 

Verwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) findet Nelkenwurz aufgrund seiner adstringierenden, also zusammenziehenden, Wirkung. Hier wird ein Tee-Aufguss unter Nutzung des Krautes, nicht die Wurzel nehmen, zubereitet. Dieser wird gerne wegen des inhaltlich äthersichen Öles zur Spülung bzw. zum Gurgeln bei Zahnfleischblutungen und Entzündungen des Rachenraumes verwendet. Trinken des Tees hat eine fiebersenkende Wirkung. Ein mit steriler Auflage getränktes Tuch mit Nelkenwurztee ist bei Wunden hilfreich und auch zur Wundspülung geeignet. Ein mit echten Nelkenwurz zubereiteter Tee wirkt dazu schweißtreibend, dennoch nicht so stark wie ein Lindenblüten- oder Holunderblütentee.

Als Wundauflage bewährt hat sich eine Kräutermischung mit gemeiner Schafgarbe, Knoblauchrauke, echtem Nelkenwurz, kriechendem Günsel, kleiner Braunelle, echtem Sellerie, echtem Tausendgüldenkraut, Kohl, Wasserdost, Blätter der Walderdbeeren, Wasserpfeffer, kleinem Wiesenknopf, vor allem die Wegericharten, Vogelknöterich, Hirtentäschelkraut, Huflattich. Im Grunde wird das genommen, was die Natur gerade bietet und ist daher unterschiedlich in der Zusammensetzung.

Bei einer Augenbindehautentzündung wirken die frischen aufgelegten oberen Blätter des echten Nelkenwurz. Dazu eine Spülung mit Frauenmanteltee oder mit Augentrost. Augentrost nicht anwenden bei Kindern unter 16 Jahren da sonst eine Bindehautschädigung entstehen kann.

Bei Kopfschmerzen kann der mit Nelkenwurz zubereitete Tee Linderung verschaffen. Dazu 50 Gramm frische Wurzeln des Nelkenwurzes auf einen Liter siedendes Wasser geben. Dann 5 Minuten kochen lassen. Nachdem abkühlen zügig eine Tasse stündlich trinken. Den Tee nicht länger als vier Stunden stehen lassen und nicht wieder erwärmen!

Bei gestörter Verdauung hilft ein zubereiteter Tee mit 40 Gramm der blühenden Sprossspitzen des echten Nelkenwurzes. Diese in siedendes Wasser geben und etwa 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Dann auf lauwarm abgekühlt trinken.

Nelkenwurztee, mit den oberen Pflanzenteilen zubereitet, wirkt auch bei Durchfällen sowie funktionellen Leber-Gallestörungen. Zur Rekonvaleszenz ist unter anderem ein Nelkenwurztee empfehlenswert.

Im Kräuterverzeichnis http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Nelkenwurz-neu.html   findet sich weiteres zum Nelkenwurz.

Die Homöopathie verwendet die getropckneten unterirdischen Teile bei der Diagnose Harnblasenentzündung, Magen-Darmtrakt Erkrankungen und entsprechenden Nierenerkrankungen.

Vor den Anwendungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker!

In der Küche kann der schwach nach Nelken riechende getrocknete Wurzelstock vor der Blüte ausgegraben als Ersatz für Gewürznelken verwendet werden. Daher wohl auch die deutsche Bezeichnung für die Pflanze. Die oberen grünen Blätter der Pflanze werden vor der Blütezeit als Salatbeigabe gerne zugegeben.

 

Pflanzen, Heilkräuter die auch Küchenkräuter sein können, was haben sie mit Zivilisation von heute zu tun? Das möchte ich hier erläutern………..

Es gibt wohl keinen Zeitabschnitt in dem, seit es Menschen gibt diese in seiner An- und Überforderung so stark geprägt ist wie die Überzivilisation des 20. und 21. Jahrhundert. So jedenfalls ist das subjektive Empfinden. Objektiv betrachtet waren die Anforderungen und der Stress in der Steinzeit ebenso geprägt, wenn nicht noch stärker, als heute. Für den Lebensunterhalt war die Jagd dem Manne zugeteilt, für die pflanzliche Nahrung die Frau zuständig. Heute ist die „Unterhaltung“ des Lebens von vielen zusätzlichen Umständen geprägt und eine Verlagerung in Richtung Lebensunterhalt erweitert auf Besitztum. Dies bedeutet einen hohen Grad an geistiger und körperlicher, oft auch örtlicher Beweglichkeit. „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“, so könnte man die Entwicklung sehen. In der Tat ist, wer heute nicht mit Computer arbeitet, beruflich gesehen absolut, privat bedingt, im wahrsten Sinne des Wortes, hinter der Zeit. Wer heute Auto fährt steigt nicht nur einfach ein, startet, legt den Gang ein und fährt los, nein, es ist als ob man in ein Flugzeug steigt und erst einmal die Liste der Bedienungsschalter durchgeht und sich einprägt. Gegenüberstellung in der Vergangenheit: Wer früher ein Auto fuhr mußte nach spätestens 2.000 Kilometer Ölwechsel durchführen lassen, heute erst nach etwa 25.000 Kilometern erst erforderlich. Meist war der Motor mit 100.000 Kilometer, oder sogar noch eher, am Ende. Ein Automechaniker hatte früher den Vergaser zerlegt, gereinigt, zusammengebaut und der Motor lief wieder. Da wurden Ventile und Ventilsitze eingeschliffen, Zylinder geschliffen, Kolben erneuert und schon war der Motor (fast) wie neu. Aus Arbeitszeitkonsequenten Möglichkeiten währe das heute nicht mehr bezahlbar. Auch der Berufszweig ist heute ein Anderer, so nennen sie sich u.a. Mechatroniker.

In parallelen zur Medizin hat die Zeit, als ein Kräutlein zur Verfügung standen und half, ebenso längst ausgedient. Die Pharmaindustrie hat sich der Krankheiten angenommen und entsprechend angepasste Medikamente sind in Apotheken nach ärztlicher Verordnung, manche frei, erhältlich. Es ist dennoch nicht alles Chemie was industriell gefertigt z.B. als Pillen, Tropfen, Salben, verabreicht wird bei entsprechenden gesundheitlichen Beschwerden. Vielfach hat die Industrie sich die Natur zu Eigen gemacht in der Fertigung. Ob es beispielsweise Herzmittel, Leber-Galle-, Magen-Darm-, Grippe- oder Fieber- Medikamente, sind, überall finden wir inhaltlich Stoffe welche bereits aus der Natur, den Heilpflanzen, bekannt sind.

Sicherlich sollte man die lateinischen Namen aus der Nomenklatur der Pflanzen einmal in entsprechender Literatur nachlesen. Dann jedoch kristallisiert sich aus dem Bereich der Inhaltsstoffe schnell der Zusammenhang Pflanze in Medikamenten. So wird das hässliche Wort der allopathischen Medikamente mehr in das ihr gebührende Licht gestellt.

Haben Kräutlein tatsächlich ausgedient? Um es gerade heraus zu sagen lässt sich die Frage nicht mit einem Nein oder Ja beantworten. Der Trend geht dahin schnell gesund und wieder einsatzfähig zu werden. Da bedient man sich der entsprechenden Möglichkeiten. Diese liegen nun mal weniger in der Anwendung von Kräutern. Doch diese Ansicht ist zumindest dann unrichtig wenn es sich um nicht gerade lebensbedrohende Erkrankungen handelt. Hier kann ein Kräutlein gute Dienste leisten. Vorausgesetzt man kennt a das Kräutlein, b dessen Inhaltsstoffe und letztlich c deren Wirksamkeit bei entsprechender gesundheitlicher Beeinflussung.

Es gibt noch andere Parallelen in Richtung veränderter Lebensqualitäten in den letzten 150 Jahren. So haben sich die Krankheiten verändert. Nennen wir es rheumatische Diathesen, Arteriosklerose, Diabetes, Zellmutationen, verändertes Sexualverhalten, Ernährungsverhalten, dazu das gesamte Sozialverhalten, um nur einiges zu nennen, sind in ständiger Bewegung. Niemand kann sich erheben und sagen über den Dingen zu stehen. Wer das glaubt hat bereits sein eigenes Ich die weiteren Erkenntnisse genommen. Sicherlich ist es für die Entwicklung falsch die Zeit zurückdrehen zu wollen, abgesehen davon das es ohnehin nicht funktioniert. Dennoch gilt es die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechend zu handeln. Nun sind es auch hier Veränderungen herbeistrebenden welche sich unter dem Deckmantel einer paragesellschaftlichen Vereinigung bewegen. Diese Extreme sind schlicht und einfach abzulehnen. Fauna und Flora zu schützen ist eine hohe Aufgabe des Menschen. Sie zu achten ist gleich zu stellen mit der Achtung des Anderen im miteinander und füreinander. Dabei ist Aufklärung ein Faktor, Wissen unparteiisch zu vermitteln ein anderer. Viele jedoch fallen, gerade in der Paramedizin, einem unglaublichen und wissenschaftlich nicht nachvollziehbaren Behandlungen zum Opfer. Die „alte Heilkunde“ wird gegen vermeintlich moderner, meist nicht nachvollziehbarer Wirkungen, eingetauscht. Ist es das Motto: „Was viel kostet ist nützlich“? Viele machen erst gar keine Versprechungen nach dem Tenor das sie Hilfe bei entsprechenden Krankheiten anbieten, gegen teures Geld versteht sich, doch eine Wirksamkeitsgarantie aussteht. Wie hat doch ein früherer Bankier gesagt: „Guter Rat ist teuer doch nicht jeder teure Rat ist gut“. Erkenntnisse dazu kommen dennoch meist zu spät an vor allem bei gesundheitlich Betroffenen. Sie wissen es ja nicht anders und Versprechungen werden für bare Münze genommen. Nur, sie kosten bare Münze.

In vielen öffentlichen und privaten Bibliotheken verstaubt ein Wissen verstaubt mehr und mehr das Wissen.

Denkt man an die medizinische Bibliothek in Lorsch welche nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist und rechtlich nicht veröffentlicht werden dar, so kommt dies der Vernichtung der Bibliothek in Alexandria gleich. Auch in Pakistan geht Wissen verloren da hier der Arzt sein Naturheilwissen nur seinem ältesten männlichen Nachkommen der auch Arzt werden muss weitergeben darf wie mir ein junger männlicher Patient aus Pakistan, dessen Vater Arzt ist, während einer Behandlung preisgab. So geht das Wissen um die natur, deren Möglichkeiten im Einsatz bei entsprechenden Krankheiten, mehr und mehr verloren. Das Einzige was diesbezüglich bei Vorträgen zu hören war ist: „Schade“.   Doch wer tut etwas dagegen?     Jedenfalls konnte ich für diese Aufklärungsarbeit niemanden wirklich finden trotz erster Begeisterungsausbrüche.

Die Begeisterung der Wirkung unserer vier Elemente welche uns die Griechen hinterließen, Feuer, Erde, Luft und Wasser, hält sich auch bei Medizinern welche sich der Naturheilkunde verschrieben haben in Grenzen. Ebenso ist es bei der Beachtung der nach Kretschmer aufgestellten vier Temperamente, Choleriker (Element Feuer), Melancholiker (Element Erde), Sanguiniker (Element Luft) und Phlegmatiker (dessen Element Wasser) sowie den 12 Konstitutionstypen. Diese „Naturerscheinungen“ sind in der modernen Medizin verloren gegangen. Hier sollten die Teile der Naturheilkunde wieder in die offizielle Medizin zurückkehren und eingebunden werden und nicht paramedizinischen, oft zweifelhaften Praktiken, überlassen werden. Dennoch können auch Laien für ihre Gesundheit sorgen indem sie sich entsprechend in Ernährung und Bewegung nicht nur informieren sondern auch in der Praxis für sich selbst zum Nutzen umsetzen. Dann sind es die ebenfalls für Laien zugängliche Möglichkeiten aus der Drogerie bzw. Apotheke sich durch Information über medizinische Anwendungsmöglichkeiten beraten zu lassen. Nicht ohne Grund ist es eine Drogerie und deren beruflich als Drogist ausgebildeter Personenkreis als den Drogen, die nichts anderes als Pflanzen sind, dafür kompetent. Für die medizinischen Behandlungen zuständig ist der Arzt für Naturheilkunde, Heilpraktiker mit entsprechenden Nachweisen und letztlich noch der vom Aussterben bedrohte Berufszweig der Masseure und medizinischen Bademeister. Letztere sind u.a. zusätzlich ausgebildet in den Anwendungen der Hydro- und Balneotherapie. Einfacher gesagt in der Hydrotherapie zur Anwendung kommend Wasser in den verschiedenen Aggregationszuständen wie fest als Eis, als bloßes Wasser oder in Dampfform zu Inhalationszwecken. Weiter das Tau- und Wassertreten, kaltes und heißes Bad. Eis kommt zum Tragen bei vielen Entzündungen, u.a. auch kurz nach Zerrungen und Prellungen..

Die Balneotherapie umfasst Wasser als Güsse, Bäder mit und ohne Zusatzstoffe, das Sitzreibebad, Inhalationen mit Zusatzstoffen bei entsprechender Diagnose. Dazu noch Packungen, Wickel, Lehmwickel, Anwendung von Heilerde innerlich und äußerlich und anderes mehr. Auch Sauna fällt in den Bereich medizinischer Anwendungen.

Letztlich noch die Natur selbst mit ihrer Flora. Hier ist dennoch nicht alles Medizin. Es kommt auf die Potenz an, d.h. der Verdünnung. Sicherlich ist ein Kamillentee, eine mit Ringelblumen und Melkfett gefertigte Creme, eine Tinktur zur äußerlichen Anwendung nicht gerade die Gesundheit schädigend. Doch es kommt, wie erwähnt, auf die Dosis an. Wer einen beruhigenden Tee mit Melisse anfertigt tut gut nur ein Blatt auf einen Liter kochendes Wasser zuzugeben. Hier gilt der Grundsatz dass weniger mehr hilft. Das Prinzip der Homöopathie nach Hahnemann ist es in den Potenzen, einfach gesagt den „Verdünnungen“, die Wirkung auf eine Erkrankung auszuüben welche sie im Urzustand in der Lage ist auszulösen. Die von Laien oft gehörte Meinung, Pflanzen oder Homöopathie kann bedenkenlos angewendet werden ist so nicht haltbar. Pflanzen können das Gegenteil bewirken und Homöopathie nichts nutzen wenn diese unfachmännisch angewendet werden. Ebenfalls ist der Satz: „Es hat meiner Bekannten bei . . . . geholfen, ergo kann ich es bei mir in ähnlichem Zustand ebenfalls anwenden“, ist nicht haltbar. Zur Anwendung gehört nicht alleine die Krankheit sondern die individuelle Betrachtung hinsichtlich der Konstitution und vieles mehr. Hier ist zu raten: Finger weg von vermeintlich bedenkenloser Selbstbehandlung!

Im Zweifel Arzt oder Heilpraktiker fragen. Diese sind einzig Kompetent und nicht ohne Grund die einzigen Berufsgruppen welche gesetzlich geregelt Diagnosen stellen und behandeln dürfen. Heilpraktiker dürfen nach ihrer Überprüfung durch staatliche Stellen der Gesundheitsämter den medizinischen Beruf ohne Bestallung ausüben, wie es im Gesetz heißt. Die Prüfungen sind allerdings noch nie, zu keiner Zeit, leicht gewesen, wie oft in Medien abfällig behauptet wird.

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