Kategorie: ‘Für die Küche’

Kapuzinerkresse, botanischer Name Tropaeolum majus, gehört zu den Kapuzinerkressegewächsen. Die ursprüngliche Heimat ist Südamerika, genauer in den peruanischen Anden. Dort wurde sie in der Volksmedizin bei Wundinfektionen eingesetzt. In der Zwischenzeit ist es eine bei uns heimisch gewordene, beliebte Garten- und Balkonpflanze. Als letztere ist sie ein lebendiger Sichtschutz und schön anzuschauende Wandbegrünung, sowie Nahrungsmittel zugleich. Bis zu fünf Meter Höhe schafft sie, wenn man ihr die entsprechende Gelegenheit ermöglicht. Sie ist eine gelb, oder orange bis rot blühende schönrankende Pflanze. Dekorativ sind aber nicht nur die Blüten sondern vor allem auch die sattgrünen fast runden Blätter mit ausgeprägter Netzmaserung. Die Art wie diese Blätter am Stiel sich zeigen erinnert an einen Teller-Artist im Zirkus. Blütezeit ist von Mai/Juni bis in den November. Allerdings bei den ersten Frösten fallen die empfindlichen Blätter und Blüten ab. Die Blüte ist so gebaut, dass den besuchenden Insekten nur der Weg über die acht Staubbeutel offen steht, welche sich nacheinander nach oben biegen.

Übrigens: Auch die Blüten sind eßbar, nicht nur die Blätter!

Nicht nur in der arme Küche seinerzeit verwendet, sondern heute neu entdeckt hat sie die gehobene Gastronomie und verwendet die zarten Blüten als Delikatesszugabe. Im Volksmund als Salatblume bezeichnete wurde sie auch entsprechend verwendet. Allerdings ist wegen der möglichen Reizerscheinungen im Magen eine maßvolle Dosierung anzuraten. Die Inhaltsstoffe sind aus in den Blättern das reichlich vorhandene Vitamin C, das Schleimhaut reizende Benzylisothiocyanat = Benzylsenföl. Nach enzymatischer Spaltung aus dem Glukotropaeolin gewonnen. Dieses wird auch synthetisch hergestellt für Arzneimittel. Das in den charakteristischen Schildblättchen enthalten Senfölglykosid sowie ein antibiotisch wirksames Prinzip und gibt einen wohlschmeckenden Salat. Die Blätter werden zerhackt, mit Essig und Öl zubereitet oder einem Mischsalat beigefügt.

Medizinische Wirkung der Kapuzinerkresse ist belegt. 

Bereits wissenschaftlich entdeckt wurden hochwirksame antibiotische Stoffe in den Blättern im Jahre 1950. Verantwortlich ist das Benzyl – Senföl. Es besitzt antibiotische, das heißt antibakterielle und pilzwidrige Eigenschaften. Dazu kommt ferner eine unspezifische Reizkörperwirkung, welche die Abwehrreaktionen des menschlichen Körpers anzuregen vermag. Ähnliche Wirkungen hat auch der Meerrettich. Eine gute Wirkung besteht im Nieren-Blasenbereich und in den Atemwegen. Hier zu nennen bei eitriger Nierenbeckenentzündung (medizinisch Pyelonephritis). Dann im Nieren-Blasen- und Atem-Bereich. Bei Soor eine besonders wirksame Pflanze. Ebenfalls wirksam bei Husten und eitrigen Entzündungen der oberen Luftwege. Besonders zu erwähnen sind die therapeutischen Erfolge im Einsatz bei innerlichen Pilzerkrankungen, beispielsweise der Atemwege mit Candida – Pilzen. Für medizinische Zwecke ist es sinnvoll es als magensaftresistent hergestelltes Fertigarzneimittel zu nehmen.

Wie üblicherweise bei normalen Antibiotika Behandlungen kommt es bei medizinischer Anwendung der Kapuzinerkresse nicht zur Zerstörung der bakteriellen Darmflora des unteren Darmbereiches, und schon deshalb zu empfehlen als möglicher Ersatz für Antibiotika, vor allem bei Kindern ab 6 Jahren.

 




Preis: : EUR 40,43

Rohes Fleisch bleibt frisch wenn man es mit Essig abreibt. Außerdem wird es auch zarter.

 

Versprochen ist versprochen und das gilt hier für die Zubereitungsrezepte der Wildkräutersaucen.    Man läßt in einem guten Weisswein die kleingeschnittenen Kräuter wie Ackerhellerkraut oder Hirttentäschel, Bachbunge, Melde, Gaänseblücmchen (Auch die Wurzel), Wegerich, evtl. je nach Geschmacksrichtung dazu noch Knoblauchrauke, bis zu 24 Stunden ziehen. Danach abseihen, etwas aus Mehlschwitze hergestellte braune Grundsauce zugeben und das Ganze ca. 10 Minuten köcheln. Nach kurzem Erkalten abschmecken mit etwas Kräutersalzzugabe und zieht ein in Weisswein oder sauirer Sahne verquirltes Ei unter. Erst jetzt streut man noch zusätzlich frisch  gehackte Kräuter nach Geschmack darüber. So z.B. Brennnessel, Rosmarin, Oregano, Leibstöckel, je nach Geschmacksrichtung.

 

Eine weitere Variante Wildkräutersauce zu der wir folgende Zutaten benötigen:

Zwei bis drei Tassen fein gehackte Kräuter bestehend aus    Bibernellen, kleinem Wiesenknopf, Quendel soweit vorhanden, guter Heinrich, Gundermann, Schafgarbe, Wiesenschaumkraut, soweit vorhanden, Gänseblümchen (Blüten, Blätter und klein gehechselte Wurzeln), Hirtentäschel und wer will kann zum Abschmecken noch Knoblauchrauke nehmen.

Das wird jetrzt in etwas Rapsöl angeschmort, mit Kräutersalz gewürzt. Dann Wasser oder eine selbst gemachte Brühe dazu gießen.  Das zusammen 10 bis 20 Minuten köcheln lassen.

Mit einer Kartoffelstärke oder Mehl andicken und abschmecken.     Wer will kann noch etwas saure Sahne untergeben

Fleisch hält sich frisch   002 wenn man es so in einen Topf legt dass unter dem Fleisch Essig ist, ohne dass das Fleisch selbst mit dem Essig in Berührung kommt.

34-erdbeeren-225x300 in Erdbeeren

Da war doch die Werbung mit ihrem Spruch:  Senga Sengana kitzelt den Gaumen,  Hinweis über Ansehen, Aussehen, Geschmack, schon sehr viel versprechend.

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Schmackhaft sehen sie aus und im Moment nicht ganz billig zu haben.

Doch im Wald, da tut sich auch was in Sachen Erdbeeren…..

34-erdbeeren-2-300x225 in Walderdbeeren in Blüte.

Zunächst zu den Walderdbeeren, wissenschaftlich Fragaria vesca L.  (L. steht für den schwedischen Arzt und Botaniker Linné ), die aus der Familie der Rosengewächse stammen und deren Früchte zu den  „Sammelnussfrüchten“ gehören Es ist eine ausdauernde, winterharte Rosettenstaude die bis zu 20 cm. Hoch wächst an guten Standorten. Zu finden ist sie an Waldlichtungen, Waldwegen, Böschungs- und Waldrändern. Die Blütezeit ist von April bis Juni, ebenfalls je nach Standort unterschiedlich. Nach der Blüte entwickeln sich die zunächst grünen hochgewölbten Nüsschen der Frucht welche nach und nach rot werden. Die dunkelrote Farbe zeigt den erreichten Reifzustand an. Sie enthalten neben Vitaminspuren B1, B2, Nicotinamid, aber ca. 65 Prozent Vitamin C, etwa 6 Prozent Kohlehydrate und Spuren Mineralstoffe (Kalium, Calzium, Magnesium, viel Eisen), Folsäure, wenig Fruchtsäuren und roter Farbstoff. . Dazu ca. 85 Prozent Wasser, bis zu 7 Prozent Zucker, und etwa 4 Prozent Rohfaser. In England bekannt als Strawberry, sowie in Frankreich als Fraise, Spanien Fresa, ist die „wilde Erdbeere im 16. und 17. Jh.  in Gärten kultiviert gezüchtet worden. Diese Art, Fragaria semperflorens (DUCH)  blüht von Mai bis Oktober und liefert auch andauernde Früchte und Blüten  gemeinsam. Allerdings muß erwähnt werden das Erdbeeren bereits 19  v.C.  bereits vom römischen Dichter Vergil als Köstlichkeit beschrieben wurden. Auch Ovid hat 18 n.C.  und Plinus  79 n. C.  ebenfalls lobenswerte Ausführungen zur Schrift gebracht.

Daneben gibt es als Wildform das Erdbeerfingerkraut, Potentilla sterilis.

34-erdbeeren-31-300x225 in Gänsefingerkraut.

Es hat nichts mit den anderen „Potentillagewächsen“  wie Gänsefingerkraut, dem „Potentilla anserina, zu tun. Beim Erdbeerfingerkraut ist die Blütezeit bereits Ende März beginnend bis etwa Mitte Mai. Ein weiterer Unterschied sind zu der Walderdbeere die Kronblätter. Diese berühren sich nicht und sind an der Oberseite silbrig behaart. Unseren heutigen Erdbeeren welche auf dem Markt kommen und im Garten bzw. auf Erdbeerfelder gezüchtet werden sind meist aus der amerikanischen Wildform der Brestlingen, den Fragaria ananassa, sowie die Sorte Fragraia moschata WESTON, hervorgegangen. Die Urzuchterdbeeren waren wohl die großfruchtige Ananaserdbeere sowie der amerikanischen Scharlacherdbeere als Kreuzung mit der chilenischen Erdbeere. Später sind es die Ananas-,  Moschus- Muskateller- und Zimterdbeeren als Ausgangpflanzen heutiger Züchtungen. und Das wird erst in Nuancierungen und bei dazu empfindlicher Geschmackspapillen der Zunge, vornehmlich der Zungenspitze welche für das Süßempfinden ausgelegt ist, spürbar. Uns sind diese Sammelnußfrüchte der gezüchteten Erdbeeren als hochgeschätzte Delikatesse bekannt. Hier handelt es sich um eine krautartige mehrjährige Züchtung welche imj ersten Jahr eine dreizählige, gezahnte, langstielige Blätterformation aufweist. Im zweiten Jahr beginnt die weniger üppigen Blütenstand zeigt. Sie ist in der Lage Achseltriebe zu bilden und sich so unkontrolliert auszuweiten. So entstehen eine unzählige Reihe von Tochterpflanzen. Nach der erscheinenden, meist im warmen Frühjahr beginnenden fünfblättrigen weißen Blüte entwickelt sich daraus das Fruchtnüsschen.

Die USA liegen als Weltlieferant der köstlichen Erdbeeren heute bei ca. 600 000 t Deutschland ist dabei auf Rang 10 mit einem Lieferpotential von etwa 60.000 t verschwindend gering anzusehen. Selbst Polen, (2. Stelle), Spanien und Japan (3. Stelle, Italien 4.)  Russland (5), deutet an das wir zwar besonders gute Geschmackssorten haben, dennoch den Weltmarkt nicht wesentlich beeinflussen können. Dennoch sind es gerade die geschmacklichen Züchtungen welche Königshäuser in Europa auf die deutsche Erdbeere zurückgreifen lassen. Übrigens werden sie als Sammelnussfrüchte bezeichnet da ihre nussartigen Samen außen an der Frucht angelegt sind.

34-erdbeeren-4-300x225 in Am Besten schmecken sie unverzüglich roh gegessen.

Als leicht verderbliche Frucht sollte sie z.B. zu Marmelade schnell verarbeitet werden. Die  „Beerenkräfte sollen nach alter Volksheilkunde helfen bei Harnwegserkrankungen und leichten Verdauungsstörungen. Auch Gicht und Rheuma ist eine Empfehlung ebenso wie die Stärkung der Leber-Gallefunktion. Auch von Blutreinigung wird beschrieben wenn regelmäßig der Saft der ausgepressten Erdbeeren getrunken wird. Aus den jungen Blättern der Walderdbeere lässt sich ein Tee zubereiten und die Blätter sind auch ein Bestandteil eines Frühlingssalates aus den Kräutern der Natur. Ebenso kann der getrocknete Wurzelstock zu Tee zubereitet werden. Er ist in der Volksmedizin angewendet bei Durchfall und bei Steinerkrankungen. Vorher ist medizinische Abklärung erforderlich.

Regelmäßig Erdbeeren essen sorgt für einen geschmeidigen und zarten Teint der Haut. Gegen Zahnstein helfend, einige Tropfen ausgedrückter frischer Erdbeere auf die Zahnbürste und die Zähne damit bürsten.

Ein Nachteil zum Thema Erdbeeren und Genuss:  Viele Menschen reagieren allergisch auf den Genuss von Erdbeeren. Um entsprechende Beschwerden im Wesentlichen auszuschließen kann ein kleiner Selbsttest Auskunft gegeben. Dazu wird ein Tropfen der Erdbeere auf  mehrere Stellen an der Innenseite des Unterarmes gegeben. Zeigen sich rote Flecken dann ist anzunehmen das der Körper auf den Genuss allergisch reagieren kann. Allerdings ersetzt dieser Laientest nicht eine medizinische Abklärung.

Wie kann ein  „Löwenzahn-Honig“ hergestellt werden?      Man benötigt dazu zwei Liter Wasser Dazu werden zwei doppelhandvolle, gesammelte Blütenköpfe, gegeben. Nach ca. 10 Minuten nach dem Aufkochen abschütten durch ein feines Sieb oder Leintuch in Gefäße geben und erkalten lassen.. Effektiver wird der Auszug wenn man es etwa 12 Stuznden stehen läßt und dann durchgesiebt abschüttet.

Nun wird der Flüssgkeit zwei Kilogramm brauner Zucker.und ein Teelöffel Zitronensäure untergerührt.  Zitronensäure deshalb damit das Ganze nachher, beim Erkalten in den Gefäßen nicht kristallisiert und damit unbrauchbar werden würde. Bei niedriger Temperatur wird solange aufgeköchelt, bis der Saft von einem Holzprobierlöffel ziehend zäh abläuft. Jetzt ist die entsprechende Viskosität erreicht. Es zeigt sich ein wundervoller, dazu gesundheitlich wertvoller, Brotaufstrich.

 

Ein weiches Ei, die Aufbaunahrung nach schwerer Krankheit, regt den Eiweißstoffwechsel und den Gallenfluß an.

 

 

 

Einen Kunsthonig mit Holunderblüten selbst herstellen ist eigentlich keine Kunst.  Nein, mit echtem Honig ist er nicht zu verwechseln, der selbst gemachte Brotaufstrich mit Holunderblüten.

Man kann auch zur späteren Jahreszeit die schwarzen Beeren nehmen und auch davon einen Kunsthonig zubereiten.  Was braucht man dazu?

Zunächst einmal eine Menge Holunderblüten, ca. 4 Hände voll. Diese werden am Morgen gegen 11 Uhr gepflückt. Dazu kann man einige Blüten des Yasmin geben. Es sollten die 4-Blättrigen echten Yasminblüten sein. Dazu noch 4 bis 5 Blättchen Zitronenmelisse. Wer will kann 4 bis 5 frische Erdbeerblättchen beifügen.

Nun wird ein großer Topf gefüllt mit 2 1/2 Liter Wasser, die Pflanzenteile zugeben Auf den Elektroherd gesetzt und etwa 5 Minuten aufgekocht. Nun erkalten und etwa 4 Stunden ziehen lassen. Danach wird der Sud durch ein Leintuch abgegossen. Es werden 2 Kilogramm Zucker in den Sud gefügt. Das Ganze nun bei schwacher Temperatur köcheln lassen. Nach ca. 2 bis 3 Stunden verdickt sich der Sud. Die Viskositätsprobe ergibt ob es zu einem  “Holunderhonig” aufbereitet ist. Die Probe: mit einem hölzernen (keinen Metallenen) Kochlöffel schöpfen und herabtropfen lassen. Zeigt sich eine gleichmäßige noch gerade zäh fließende Flüssigkeit ist es Zeit den Topf vom Herd zu nehmen, füllt es in bereit gestellte Glasgefäße, z.B. Marmeladengläser, ein und läßt es erkalten.

Nach dem Erkalten heißt es eine Probe nehmen. Dazu eine getoastete Brotscheibe bestreichen.

 

 

 

Potentilla anserina  L.  (L.  nach dem schwedischen Arzt und Botaniker Carl von Linné)  lautet der wissenschaftliche Name des zu den Rosengewächsen gehörende Gänsefingerkraut. Potentilla ist die Bezeichnung für allgemein der Fingerkräuter und Anserina bezeichnet die Gans. Es ist nahezu in allen nördlichen Breiten der Erdkugel anzutreffen. Man könnte sie beim ersten Anblick mit einer wilden Erdbeerpflanze verwechseln. Doch die von Mai bis Agust zu sehenden  gelben fünfblättrigen kleinen Blütenblättchen schließen es dennoch aus. Die Blüten schließen sich bei Regen oder kühlem Wetter und sind auch Nachts geschlossen.  Die gefiederten oberseitig grünen, unterseitig silbrig-weiß behaarten Blätter des Gänsefingerkrautes breiten sich am Boden teppichartig aus. Wiesen und Wegränder sind bevorzugte Standorte wenn denn der Boden feucht und stickstoffreich. ist.

Verwendung finden vornehmlich die Blätter in der Blütezeit. Besonders zu erwähnende Inhaltsstoffe sind vor allem:   reich Vitamin C, reichlich Gerb- und Bitterstoffe,  Cholin, Tormentol, Tannine, dann Flavonoide (Quercitrin), Beta-Sitosterin, Kalzium,  Phenolcarbonsäure,  Schleimstoffe, Cumarine, Amine .   Cumarin steht im Verdacht Kopfschmerzen zu erzeugen. Pflanzen in denen ebenfalls Cumarine sind  unter anderem das gelbe Labkraut,  Waldmeister, sowie eine Kleeart.

Bereits aus der Antike kennt man die medizinische Anwendung des Gänsefingerkrautes.  So wird es im 15. Jh. im Kräuterbuch von Peter Schöffer zitiert. Die in der Volksmedizin verwendete medizinische Wirkung ist zusammenziehend, Schmerzstillend, Krampf lösend z.B. bei Wadenkrämpfen und als Tee getrunken hemmt es Durchfälle. Bei fraulichen Beschwerden der Menstruation den Arzt fragen vor der Anwendung.

Bei Zahnfleischbluten oder Entzündungen des Mund-Rachenraumes kaute man die Wurzel. Ebenso wurde ein aufbereiteter Tee zur Tränkung von sterilem Mull auf Wunden zur Heilung gelegt.   Die indische Ayurvedamedizin kennt die Verwendung der Gänsefingerkrautwurzeln in Milch gelegt  Pfarrer Kneipp hat seinerzeit, ohne jedoch von der indischen Anwendung Kenntnis zu haben, bereits die Verwendung der Wurzel in Milch als  „Krampfmilch“ und bei Magen-Darmreizungen, Leberfunktionsstörungen und Durchfall, Gänsefingerkrauttee.      Für die Zubereitung und Darreichung von Gesundheitstees keine metallenen Gegenstände benutzen!

Keine Anwendung der hier angegebenen Gesundheitsempfehlung zum Thema ohne Arzt oder Heilpraktiker zu fragen. Nur diese Gruppe ist zur Erstellung einer Diagnose geeignet.    Der Arzt aufgrund seiner Bestallung. Heilpraktiker aufgrund der Erlaubnis die Heilkunde ohne Approbation ausüben zu dürfen.

Bei allen Angaben muss gesichert sein durch medizinische Untersuchungen das evtl. allergische Reaktionen ausgeschlossen werden können sowie die Anwendung neben den ärztlichen Verordnungen zusätzlich anwendbar sind.   Für die Zubereitung und Darreichung von Gesundheitstees keine metallenen Gegenstände benutzen!

Eine unangenehme Überraschung ist bei Anwendung der Diagnose Reizmagen gegeben: Die Beschwerden können sich verstärken!

Auf keinen Fall darf Gänsefingerkraut, in welcher Form auch immer, bei Schwangerschaft angewendet werden!  Allerdings kommt die Droge nicht mehr als Spasmolytikum bei Magen-Darmproblemen sowie Frauenleiden zur Anwendung.

In der Internetseite unter http://www.heikraeuter.de/lexikon/gaensefi.htm sind  einige Anwendungen in der Naturheilpraxis weiter benannt. Weitere medizinische Hinweise in:  http://www.medizinalpflanzen.de/systematik/6_droge/potansh.htm

Der Gehalt an Bitterstoffen lässt eine Verwendung in der Küche in Grenzen haltend. Eher wird es in geringem Anteil zu Mischgemüse wie diesen mit Brennnessel, Taubnessel, Giersch, Löwenzahnblättern, Gänseblümchen,  Knoblauchsrauke, Gamander, Ehrenpreis, Vogelmiere, Weidenrösechen, roten Kleeblüten, Radieschen-, Tomaten-, Gurkensalat, beigegeben. Auch zu Gemüsebrühe kann ein bis zwei Blatt zugefügt werden.

Die jungen Blätter des Gänsefingerkrautes sind als Beilage zu gestampften Kartoffelgerichten oder zu Pellkartoffeln eine würzige Bereicherung.

 

Wie bereitet man einen Gänsefingerkrauttee?      Vorweg: Gänsefingertee ist wie das Kraut zu Salat gegeben Magenwirksam zur Verdauung. Ein Absud wird hergestellt mit 30 Gramm trockener Blätter auf 1 Liter Wasser. Wasser zumj sieden bringen, das Kraut eingeben, Gefäß abdecken und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Getrunken wird eine Tasse Tee vor den Mahlzeiten.       Nicht wieder erwärmen!     Für die Zubereitung und Darreichung von Gesundheitstees keine metallenen Gegenstände benutzen!

Keine Anwendung der hier angegebenen Gesundheitsempfehlung zum Thema ohne Arzt oder Heilpraktiker zu fragen. Nur diese Gruppe ist zur Erstellung einer Diagnose geeignet. Der Arzt aufgrund seiner Bestallung. Heilpraktiker aufgrund der Erlaubnis die Heilkunde ohne Approbation ausüben zu dürfen.

Bei allen Angaben muss gesichert sein durch medizinische Untersuchungen das evtl. allergische Reaktionen ausgeschlossen werden können sowie die Anwendung neben den ärztlichen Verordnungen zusätzlich anwendbar sind.

 

27-rosskastanie-300x206 in Rosskastanie

Jeder kennt sie, die weiße oder rosarote Pracht der Rosskastanienblüten. Es ist der unverwechselbare Garten-, Park- und Alleebaum. Als Schattenspender steht er in Gärten, Höfen, auf Dorfplätzen und Gartenlokale. Weniger bekannt ist die herausragende Position der Rosskastanie als Spender bedeutender Ausgangsstoffe für die Herstellung pharmazeutischer Produkte sowie ihrer Verwendung in der Therapie.

Natürliche Vorkommen der Rosskastanie finden sich in Südosteuropa, auf dem Balkan, in Albanien, Mazedonien und Bulgarien. In den Bergwäldern im Norden Griechenlands, im Norden des Iran und westlichen Kaukasus, im Himalaya und in Nordindien. Es sind riesige Wälder. Rosskastanie gehört in unseren Breiten neben Weide, Wacholder, Fichte und Eibe zum Kreis der herausragenden Medizinbäume. Durch Kenntnis in Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in den Rosskastaniensamen und deren pharmakologischen Wirkungen auf das Venensystem, stehen standardisierte pflanzliche Venentherapeutika zur Behandlung der weit verbreiteten Volkskrankheit Venenschwäche zur Verfügung.

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In der antiken Literatur wird die Rosskastanie im Gegensatz zur Edelkastanie nicht erwähnt. Sie wurde erst im 16. Jh. in Mittel- und Teilen Nordeuropas wieder heimisch, nachdem die Gattung Aesculus hippocastanum durch die letzte Eiszeit in südliche Refugien abgedrängt worden war. Im Jahre 1557 brachte Ghiselin de Busbeq die Kastanie nach Konstantinopel. Die erste Abbildung findet sich im Kräuterbuch von Matthiolus 1565, der einen aus Konstantinopel stammenden Fruchtzweig als Castanea equina bezeichnet und skizziert hat. Aus der Türkei brachte Ungnat Samen nach Wien. Aus denen hat 1576 der kaiserliche Gartendirektor Clusius die ersten Setzlinge gezogen und gepflanzt. Der rege Versand von Samen löste in gemäßigten Klimazonen Europas eine rasante Ausbreitung dieses schnellwüchsigen Baumes aus. Bachelor führte die Rosskastanie in Paris ein; sie wurde zum Lieblingsbaum des Sonnenkönig Ludwig XIV (1638-1715) und zum majestätischen Modebaum. Sie schmückte fortan Schlossgärten, fürstliche Parks und Alleen. Für Berlin wurde die Rosskastanie erstmals 1672 erwähnt.

Die Volksheilkunde ist geprägt von einem reichen Erfahrungswissen und vielen überlieferten Hinweisen auf die Verwendung von Drogen und Zubereitungen aus den verschiedenen Bestandteilen der Rosskastanie. Traditionell dienten zur Drogengewinnung vier Bestandteile des Baumes: Blätter, Blüten, Rinde und Früchte bzw. Samen. Sie haben einen jeweils uneinheitlichen Anteil an aktiven Inhaltsstoffen und sind von unterschiedlichem medizinischem Nutzen. Die Sammelzeiten der Blüten sind von April bis Mai, Blätter von April bis Juni, Rinde von März bis April sowie Oktober bis November. Die Früchte bzw. Samen gibt es September bis Oktober. Mit den Rosskastanienblättern wurden Tees aus frischen oder getrockneten Blättern bei Schmerzen und Schwellungen, bei Darmkatarrh, Regel- oder Gebärmutterblutungen, bei Bronchitis und nach Gehirnerschütterung verabreicht. Äußerlich dienten Tinkturen bei Weichteilschwellungen nach Knochenbrüchen und bei Venenentzündungen, Warzen, Geschwüren und Rostbeulen den Heilungsprozess zu forcieren. Aus frischen weißen Rosskastanienblüten wurden vorwiegend Essenzen zu Einreibemitteln verarbeitet. Als Adstringens und Tonikum bei Gicht und rheumatischen Schmerzen angewendet. Der Blütentee war als schleimlösender Hustentee weit verbreitet.

Aesculin, eine Cumarinverbindung, in den frischen Blättern kann ultraviolette Strahlen adsorbieren, d.h. an der Oberfläche anlagern. Blätter dienten zu Liniment oder Salben zubereitet bei Hauterkrankungen. Rinde bzw. Borke findet ihre besondere Verwendung in der Volksheilkunde. Sie wurde im Frühjahr oder Herbst von drei- bis fünfjährigen Zweigen abgezogen, zerkleinert und getrocknet. Das daraus bereitete alkoholische Dekokt wurde zur Behandlung von Hauterkrankungen und als Sonnenschutz verwendet. Im 18. Jh. wurde die Rosskastanienrinde neben der Weidenrinde als preiswertes Ersatzmittel für die kostbare Chinarinde gegen das kalte Fieber einverleibt. Rosskastaniensamen wurden als Tinktur zubereitet äußerlich bei schmerzhaften Verletzungen oder Verstauchungen, bei Bluterguss und Schmerzsyndrome an der Wirbelsäule verwendet. Weit verbreitet war die Behandlung von Ödemen mit Tinkturen aus Rosskastaniensamen. Beliebt die Bäder. Bereitet aus ganzen oder geschälten Kastanienfrüchten bei Rheuma, Gicht und Durchblutungsstörungen. Erste Berichte über die Wirksamkeit von Tinkturen aus Rosskastaniensamen bei Hämorrhoidalleiden stammen von 1896. Zäpfchen, hergestellt aus gemahlenen Samen, waren eine häufig verwendete Arzneiform. Aus frischen, geschälten Früchten wurde ein Essenz zur Behandlung der Leberschwellung, Magenschleimhautentzündung und bei Prostatabeschwerden, verordnet. Für Homöopathen war und ist „Aesculus hippocastanum“ bei trockenem Katarrh, Hämorrhoiden und bei Unterschenkelgeschwüren das Mittel der Wahl.

Feines Samenmehl wurde beim Katarrh der Luftwege und bei Erkältungsbeschwerden geschnupft. Bei Prostatabeschwerden soll eine Rosskastanie jeweils rechts und links in der Hosentasche die Beschwerden lindern oder beseitigen helfen. Zubereitungen werden als Tee aus getrockneten Blättern und Blüten, der Rindentee aus zerkleinerter frischer Rinde, angefertigt. Für eine Salbenmischung wird frische Rinde verwendet. Zur Herstellung einer Essenz verwendet man junge Blätter und Blüten. Aus frischen, geschälten und zerkleinerten Samen wird ein Extrakt zubereitet und eine Tinktur entsteht aus frischen, ungeschälten Früchten. Als Brei für eine Auflage verwendet man geschälte zerkleinerte Samen. Zu Wickel oder Umschläge werden Blüten, Rinde und Früchte genommen. Ein besonderes Bad ist das Rosskastanienbad, angefertigt aus frischen Blüten.

Spät entdeckt, die Wirkung des Rosskastaniensamens. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jh. fand die Pharmacie wissenschaftliches Interesse an den Rosskastaniensamen. 1965 erfolgte erstmals die monografische Aufnahme in das Deutsche Arzneibuch DAB. Die quantitative und qualitative Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gilt analytisch heute als aufgeklärt. Die Samen enthalten als Wirksamkeit bestimmenden Inhaltsstoff das Aescin, Flavonoide, Quercetin, Rutosid und Kampferol. Diese werden bei Venenerkrankungen angewendet. Eine positive Beeinflussung der Durchlässigkeit kleinster Blutgefäße ist nachgewiesen. In den Samen fehlen Cumarine. In Blättern und Baumrinde wurden sie nachgewiesen. Rosskastaniensamen ist dazu noch Ausgangsmaterial für viele andere moderne Arzneimittel.

 

Für die Herstellung moderner Rosskastanien Arzneimittel werden frische Rosskastaniensamen eingesetzt. Diese stammen vorwiegend aus osteuropäischen Ländern. Die vollreifen Samen werden in nicht zu dicker Schicht an gut durchlüfteten Plätzen vorgetrocknet. Unreife oder aufgeplatzte Früchte werden selektiert. Zur industriellen Verwertung werden diese anschließend gebrochen und zur Vermeidung von Pilzbefall künstlich nachgetrocknet. Für die Sicherung der Qualität des Ausgangsmaterials ist eine einheitliche Identität der Rosskastaniensamen zu bestimmen. Bei der Rosskastanie werden die etwa zwanzig bis vierzig Millimeter großen, kugelig-ovalen, etwas abgeflachten Samen von einer dunkelbraunen, nur im frischen Zustand glänzenden Samenschale mit einem großen, rundlichen, hellbraunen Nabelfleck, dem Hilium, bedeckt. Der Raum unter der Samenschale wird vollständig von dem mächtigen Embryo mit den großen, schwach gelblichen Keimblättern ausgefüllt. Inhaltsstoffe sind Stärke, reduzierende Zucker, fettes Öl und Proteine.

Die medizinische Anwendung der Rosskastanienextrakte RKSE. RKSE-haltige Arzneimittel zeichnen sich durch anti-exudative, Gefäß abdichtende und damit antiödematös wirkende Mittel aus. Deshalb besonders angewendet bei Beschwerden im Venenbereich der Beine. Zur Linderung von Beschwerden und um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, können Venenleiden mit Salben oder Gele aus Rosskastaniensamenextrakt behandelt werden. Heutige Präparate gelten als gut verträglich. Neben den hoch dosierten Aescin Monopräparaten sind zahlreiche pflanzliche Kombinationspräparate verfügbar, deren Wirksamkeit für die Indikation der Venenschwäche, chronisch venöser Insuffizienz (CVI), klinisch von dem der Rosskastanienextrakte zu differenzieren ist.

Der gemahlene Samen wird gerne als Zusatz zum Schnupftabak verwendet.

 

Der in fast ganz Europa ist der ursprünglich aus Australien bzw. Neuseeland stammende echte Nelkenwurz, wissenschaftlich Geum urbanum, zu finden. Er gehört zu den Hemikryptophyten in der Pflanzenwelt. Diese haben „Überdauerungskospen“ welche an der Erdoberfläche gebildet werden und im Herbst/Winter/Frühjahr mit Laub, Erde oder Schnee bedeckt sind und so überdauern können auch bei strnger Kälte.  Beim echten Nelkenwurz geht der Wurzelschaft bis zu 8 Zentimer in den Boden. Die ausgebildete Bodenrosette bleibt meist auch über die Wintermonate erhalten. Er ist im ab mitte Mai bis in den Oktober überall blühend zu sehen mit seinen kleinen gelben Blüten.  Bis in den September sieht man die 20 bis 80 Zentimeter schlank aufragende Pflanze. Ein volkstümlicher Name benennt ihn alks Benedikterkraut Was auf die Hl. St. Benedikt zurückgeführt wird. Nach der Blüte bilden sich kleine Nussfrüchte.

Neben der Bezeichnung Benediktenkraut hat der Volksmund auch die Verwendung einbezogen wie in den Namen Mannskraftwurzel, Nägeleinkraut, Sanikula, Weinwuirzel.  Letzteres weil man auf dem Lande mit der Nelkenwurz-Wurzel einen Wein herstellte. Doieser wurde auch zur Rekonvaleszenz zum trinken empfohlen.

Nelkenwurz zeigt kleine, fünfblättrige, gelbe Blüten. Zwischen den Blüten hoch aufragend, fast dominierend sich zeigend, gesellt sich wie ein kleiner Wuschelkopf aussehend die Samenknospe mit zahlreichen Früchtchen. Echter Nelkenwurz ist unter anderen Namen bekannt wie z.B. Benediktenkraut, Hasenwurz, Märzwurz und vor allem als Mannskraftwurzel. Letzteres soll wohl als für Männer geeignetes Aphrodisiakum zur Anwendung kommen und die Standhaftigkeit wiedergeben.

Die Bezeichnung Geum, der zu den Rosengewächsen (Rosacea) gehörenden Art des Nelkenwurz,  geht auf den schwedischen Pflanzenforscher und passionierten phytotherapeutischen Arzt Linné zurück. Geum, abgeleitet aus dem Griechischen geuein, was soviel bedeutet wie würzen. Der weitere Name urbanum, bezeichnet den lateinischen Artnamen der erstmals 1561 bei Konrad Gesner Verwendung findet. Er bezeichnete es so weil die Pflanze auch in den Städten wächst. Vor allem mag sie stickstoffreichen Boden. Hildegard von Bingen bezeichnete die Pflanze als „die gesegnete“. Daher auch der Name Benediktenkraut.

Nelkenwurz in engerem Sinne betrifft den Nelkengeruch des Rhisom und das darion enthaltene Nelkenöl. Der Name des „Wurzel“-Stockes vom echten Nelkenwurz ist Radix Caryophyllatae. Die Wurzel wird frisch oder getrocknet milder wirkend als die Wurzel des Baldrian, Radix Valerianae, gerne als Tee mit beruhigender Wirkung zubereitet.

> > > >    Die hauptsächlich bekannten  Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Eugenol, Flavonoid, Harz, Gerbstoff, Glykoside und Vitamin C.

 

Verwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) findet Nelkenwurz aufgrund seiner adstringierenden, also zusammenziehenden, Wirkung. Hier wird ein Tee-Aufguss unter Nutzung des Krautes, nicht die Wurzel nehmen, zubereitet. Dieser wird gerne wegen des inhaltlich äthersichen Öles zur Spülung bzw. zum Gurgeln bei Zahnfleischblutungen und Entzündungen des Rachenraumes verwendet. Trinken des Tees hat eine fiebersenkende Wirkung. Ein mit steriler Auflage getränktes Tuch mit Nelkenwurztee ist bei Wunden hilfreich und auch zur Wundspülung geeignet. Ein mit echten Nelkenwurz zubereiteter Tee wirkt dazu schweißtreibend, dennoch nicht so stark wie ein Lindenblüten- oder Holunderblütentee.

Als Wundauflage bewährt hat sich eine Kräutermischung mit gemeiner Schafgarbe, Knoblauchrauke, echtem Nelkenwurz, kriechendem Günsel, kleiner Braunelle, echtem Sellerie, echtem Tausendgüldenkraut, Kohl, Wasserdost, Blätter der Walderdbeeren, Wasserpfeffer, kleinem Wiesenknopf, vor allem die Wegericharten, Vogelknöterich, Hirtentäschelkraut, Huflattich. Im Grunde wird das genommen, was die Natur gerade bietet und ist daher unterschiedlich in der Zusammensetzung.

Bei einer Augenbindehautentzündung wirken die frischen aufgelegten oberen Blätter des echten Nelkenwurz. Dazu eine Spülung mit Frauenmanteltee oder mit Augentrost. Augentrost nicht anwenden bei Kindern unter 16 Jahren da sonst eine Bindehautschädigung entstehen kann.

Bei Kopfschmerzen kann der mit Nelkenwurz zubereitete Tee Linderung verschaffen. Dazu 50 Gramm frische Wurzeln des Nelkenwurzes auf einen Liter siedendes Wasser geben. Dann 5 Minuten kochen lassen. Nachdem abkühlen zügig eine Tasse stündlich trinken. Den Tee nicht länger als vier Stunden stehen lassen und nicht wieder erwärmen!

Bei gestörter Verdauung hilft ein zubereiteter Tee mit 40 Gramm der blühenden Sprossspitzen des echten Nelkenwurzes. Diese in siedendes Wasser geben und etwa 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Dann auf lauwarm abgekühlt trinken.

Nelkenwurztee, mit den oberen Pflanzenteilen zubereitet, wirkt auch bei Durchfällen sowie funktionellen Leber-Gallestörungen. Zur Rekonvaleszenz ist unter anderem ein Nelkenwurztee empfehlenswert.

Im Kräuterverzeichnis http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Nelkenwurz-neu.html   findet sich weiteres zum Nelkenwurz.

Die Homöopathie verwendet die getropckneten unterirdischen Teile bei der Diagnose Harnblasenentzündung, Magen-Darmtrakt Erkrankungen und entsprechenden Nierenerkrankungen.

Vor den Anwendungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker!

In der Küche kann der schwach nach Nelken riechende getrocknete Wurzelstock vor der Blüte ausgegraben als Ersatz für Gewürznelken verwendet werden. Daher wohl auch die deutsche Bezeichnung für die Pflanze. Die oberen grünen Blätter der Pflanze werden vor der Blütezeit als Salatbeigabe gerne zugegeben.

 

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