Sanft sind die Töne aus Bayern, snaft auch aus Mecklenburg von der Kanzlerin, als Sieger sich aufspielend die FDP und gar über alles stehend die Grünen und die SPD. Letztere Beiden können sicherer Punkten als alle Anderen. Nicht ganz ist allerdings ihre Rechnung aufgegangen das die Regierungskolaition womöglich zerbricht und den Sieg als Unser nennen könnten. Die Chamäleons der Politik allerdings nicht, sie haben nach neuesten Umfragewerten sogar unter 2 % in der Wählergunst erreicht. Und die Linken? Sie warten mit neuer Kandidatur auf in Sachen Bundespräsident. Auf sie hat ohnehin schon bei der letzten Wahl niemand gehört als sie vor Gauck mahnten. Jetzt erst recht nicht. Doch die Meldungen der Gauck Aufdecker nehmen außerhalb der Linken, außerhalb aller tauben Ohren und verdeckten Augen gewaltig zu. Da sind es bereits wohl auch bei Fernsehanstalten und großen Zeitschriften “in Vergessenheit geratene” Texte aus vergangener Zeit. Viele jedoch haben sie wieder ausgegraben und neu aufgelegt, doch nicht die gr0ßen sind es welche sich erinnern. Underground nennt man sie im Moment, ja auch Nestbeschmutzer hat man gehört. Doch was Wahrheit ist kann nicht einfach unter den TIsch gekehrt werden. Was belegbar iszt bleibt. Für wie groß hat man ein “Kindergeschenk Bobbycar” Wulff angekreidet. War das für die Demokratie von Bedeutung? Für das Amt von Bedeutung? Wichtiger ist doch dei Grundeinstellung und die hat man, oder man hat sie nicht. Doch nicht jeder Mensch ist so wendig wie ein mittelachsig gelenktes Dreirad, dennoch gibt es sie. Sie zeichnen sich aus durch Wendemöglichkeit auf der Stelle Wie heißt es doch da irgendwo: Es kommt der Wolf im Schafspelz, oder der Volksmund sagt es noch präziser: Ein Bock wird zum Gärtner!
Nichts zu hören von der Einstellung der evangelischen Kirche zum Thema verheiratet und mit Freundin leben. Warum eigentlich von der seite keine Töne? Oder ist es das warten auf den richtigen Zeitpunkt?
Da lautet es heute das über 60 % für Gauck als nächster Bundespräsident sind. Nicht ganz einigen können sich die Medien und Berichten mal über 70 % mal etwas unter 70 %. Doch da muß man genau wissen welche Fragen gestellt wurden und so kann man natürlich auch die Ergebnisse entsprechend auswerten.
Eine unabhängige Befragung durch Pollphin.de stellte fest:
94 % der Befragten halten Gauck nicht für den Favorit, würden ihn nicht wählen.
6 % Ja, sie würden ihn wählen !
Das sieht dann schon etwas anders aus. Wieweit nunmehr die Berichte über ihn das Ganze in einem nüchternerem Licht erscheinen lassen muß das Volk entscheiden und dann auch seinen Politker der Wahl mitteilen.
Da schüttelt beim Bericht den Kopf über die Ansinnen das Gauck sich endlich scheiden lassen soll von seiner Frau umd die zu heiraten mit er schon sehr lange in eheähnlichem Verhältnis zusammen lebt. Was gibt es da mit dem Kopf zu shütteln? Es ist ein Hohn das ein hoher Politiker hier sich mit unverständlichem Kopfschetteln ausdrückend artikuliert. Sind alle die schon sehr sehr lange verheiratet sind Deppen? Wer sind diese Politiker überhaupt welche sich über Anstand und Sitte erhaben fühle? Es bleibt nur zu hoffen das ihre Wähler das honorieren.
Text und Bild aus:
http//qpress.de/2012/02/20/merkel-stellt-deutschland-vor-die-wahl-gauck/
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Merkel stellt Deutschland vor die Wahl – Gauck
Berlin-Kanzler-Eck: Sie vermissen etwas in der Überschrift? Richtig – die Wahl – denn die hat man den Deutschen Bürgern gerade wieder abgenommen oder politisch korrekt formuliert: rechtmäßig vorenthalten. So schnell geht es also mit der Wahl und schon haben alle Deutschen ein neues „Staatsüberhaupt“ verbraten bekommen, einen Präsidenten der „Koalitionsherzen“. Die Linke ist nicht einmal zur Besinnung gekommen, weiß noch gar nicht was passiert ist und scheint deshalb auch noch keinen Kandidaten für dieses Amt zu haben, da ist die pastorale Messe für Bellevue schon längst wieder gelesen und die „Übergroße Koalition“ ihrem alten, neuen Klüngel treu erlegen. Schließlich hat man vor lauter Krise, Krise, Krise gar keine Zeit sich richtig um das Thema zu kümmern und die Menschen in Deutschland geht dieses Thema nichts an, weil die sowieso noch nicht begriffen haben wie diese Demokratie von Merkels Gnaden funktioniert und was ihnen dereinst noch alles passieren wird. Wir sagen, es ist ein stumpfer und offener Putsch der neuen Kapitalistischen Einheitspartei Deutschlands (kurz KED) gegen die Menschen in Deutschland. Dieser Vereinigung ist naturgemäß nur die Linke nicht zugehörig weil die immer ein „S“ statt „K“ in der Kurzbezeichnung führte, also von der Konkurrenz ist.
Die ganze Sache ist zutiefst anrüchig, das gibt selbst Gauck zu, siehe Bildnis hierzu und (per Filmbeweis dokumentiert). In der Riege der letzten Verschleißpräsidenten hat sich Köhler im Dienst die Finger verkokelt, Wulff ist seinen Freunden erlegen und jetzt endlich wird die Nation so richtig verGauckelt. Nun soll die ehemals „Zweite Wahl“ (Gauck) die letzte „Dritte Wahl“ (Wulff und seine drei Wahlgänge) ersetzen und zur ultimativen „Ersten Wahl“ mutieren. Dank der Einsichtigkeit aller demokratischen Kräfte im Bundestag (zu denen eben die Linken nicht gehören) muss es jetzt im ersten Wurf gelingen, diesmal ein Laienspiel ohne die Arbeitsministerin, angeblich von FDP-Rösler orchestriert. Man gibt sich größte Mühe den Vorgang als reinste Routine abzutun, ist es aber nicht, ein vertiefter Blick in den politischen Abgrund zu Berlin verrät mehr über diesem Schachzug. Bildnachweis: (mit freundlicher Genehmigung: Institut Für Geschwindigkeitsverlangsamung)
Gauck als himmlischer Vorbote des Unheils
Allein die Tatsache dieser zur Schau gestellten Einigkeit zwischen SPD / CDU / CSU / FDP und Grünen sollte den Bürgern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Man darf es als Zeichen der großen Einigkeit dieser Parteien sehen, sich im Zweifel auch gegen den Bürger zu wenden. Es ist ein Fingerzeig auf das Wahljahr 2013. Da geht es rein um Machterhalt und diese Konstellation verkündet uns, wenn es gegen den Bürger gehen muss werden sich insbesondere CDU, CSU und SPD einig sein. Die FDP dürfte nach derzeitigem Stand das Zeitliche segnen und die Grünen möchten sich offenbar schon mal passend für diese große Allianz einschleimen und anbiedern. Sie üben Wohlverhalten, um abermals an den Machttrog zu kommen. Bevor der Bürger nach Wullfs Rücktritt so richtig erwacht und die Hand hebt, wird nach Merkel’scher Manier das Thema abgekürzt, nur keine Debatte, fix den Reserve-Gauck aus der Tasche gezaubert und nach Bellevue beordert, Thema erledigt und fürs Volk eine weitere Gelegenheit vertan.
Was zeichnet unseren neuen Grüß-August aus
Er ist ein bekannter Bewerber, man musste seinen Lebenslauf nicht erneut studieren, das spart Zeit die man in der Krise sowieso nicht hat. Sein auffälligstes Plus allerdings ist seine Einstellung zur Kapitalismuskritik, die er „unsäglich albern“ findet. Hier hat sein Vorgänger einen entscheidenden Fehler gemacht, den Gauck offensichtlich aus schlichter Unbedarftheit gar nicht wiederholen kann. Solche Sprüche werden von den Banken geliebt und honoriert, wenn solche dann von Leuten wie Gauck kommen, die offensichtlich das System nicht verstanden haben. Dann alimentiert man sie auch gerne mit Steuergeldern. Und so kann der bereits in der DDR gut gelittene Pastor mit uneingeschränktem West-Zugang, mit dem Umhang des Bürgerrechtlers, jetzt allen Deutschen wieder Wasser predigen. In Schloss Bellevue wird der Wein schon nicht ausgehen. Sein wichtigstes Plus dürfte seine Weltoffenheit und kulturelle Neutralität sein. Dies bringt er in beeindruckender Weise durch seine persönliche Lebensführung zum Ausdruck, die jedem Menschen in Deutschland zum Vorbild gereichen sollte. Gauck ist seit 1959 verheiratet, hat 4 erwachsene Kinder und lebt mit seiner Geliebten zusammen, die er nach Wissen vieler Gazetten im Rahmen präsidialer Würden vielleicht doch noch zu heiraten gedenkt. Das ist die ideale Voraussetzung für einen Pastor und künftigen Bundespräsidenten seinen Schäfchen praktizierte Nächstenliebe zu vermitteln, überkommene Moralvorstellungen zu überwinden, Offenheit und Toleranz vorzuleben. Einen wundervollen vertieften Einblick in das ökonomische Verständnis unseres neuen Präsidenten bieten die MittelstandsNachrichten in dem Artikel „Gauck: Der neue Bundespräsident ist kein Freund der Kapitalismus-Kritik“.
Welche Perspektiven bietet Gauck den Menschen in Deutschland
Die Frage kann man schlicht mit einem Wort beantworten: Keine! Wenn er jetzt dennoch Bundespräsident wird, dann ist er nichts anderes als die Symbol- und Integrationsfigur für den parteiübergreifenden Verrat an den deutschen Bürgern, bei der sich die politische Kaste darauf einrichtet, gegen alle aufkommenden Widerstände aus den Reihen der Menschen geschlossen zusammenstehen zu wollen. Gauck ist der Garant dafür, dass alle noch erforderlichen Gesetze zur Beseitigung der bisherigen Grundordnung auch weiterhin kritiklos im Sinne eben dieser Politmafia unterzeichnet werden und die EU-Kratur am Ende die europäische Menschenmasse weiter unter Rentabilitätsgesichtspunkten ausquetschen kann. Es geht nicht mehr um das Europa der Menschen, es geht nur noch um das Europa des Geldes und da braucht man einen Pastor der in wirtschaftlichen Belangen nicht über den Klingelbeutel hinaussehen kann. Das Gebet für den Mammon sollte nicht von all zu großer Sozialduselei unterbrochen werden. Jeder andere Präsident wäre dabei ein zu großes Hindernis, könnte er doch qua Nachdenken den Abnickbetrieb ins Stottern bringen. Eine üble Perspektive. Möge Gauck in seiner Amtszeit beweisen dass solche Befürchtungen keine Grundlage haben.
Allgemeiner Zustimmungstest zu Joachim Gauck
Zugegeben, der vorstehende Aufsatz in nicht unbedingt neutral. Dessen ungeachtet möchten wir uns aber ein Bild davon machen welchen Rückhalt Gauck aktuell in der Bevölkerung hat und haben deshalb die nachfolgende Ja / Nein Umfrage eingebettet, also jene Situation welche sich am Tag der Bundesversammlung den Wahlmännern und Wahlfrauen stellt. Sie sind jetzt Wahlmann oder Wahlfrau, allerdings ohne parteilichen Auftrag, nur und ausschließlich ihrem Gewissen verpflichtet. Wie fällt ihre Entscheidung aus?
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Stimmen daztu zu lesen in der benannten Internetseite.
Die Frage ist: Muß ein VW Bus Besitzer (ein besonderes Privileg in der damaligen DDR und außergewöhnlich) in der damaligen DDR und frei Reisender von Ost – nach West West nach Ost, Ost nach West, usw. usw. nicht etwas Besonderes gewesen sein? naja, dafür hat man ja die Ausreisewilligen angemahnt doch da zu bleiben ! Schließlich hat ein Pfarrer ja auch für das Seelenheil zu sorgen.
Nicht bei uns.
Hier gibt es viel Text.
Vor allem zum so hoch getragenen Joachim Gauck, der unser aller Präsident werden will.
Doch so wie die Erscheinung ist so gibt es auch ein nicht weg zu wischende Vergangenheit
in seinem Leben was für das Amt nicht gerade prädistinierend erscheinen läßt.
Welche Bedeutung hat er, der Aschermittwoch?
Was ist das, Beginn der Fastenzeit?
Aschermittwoch, es ist der Beginn der Fasten- und der Passionszeit. Am Aschermittwoch, heute am 22. Februar, beginnt in diesem Jahr die Fastenzeit, sie dauert bis Karsamstag den 06. April. Umfasst vierzig Fastentage.
Im Jahr 1969 erneuerte die römisch-katholische Kirche die Grundordnung des Kirchenjahres. Danach geht die Fastenzeit nicht mehr bis Karsamstag, sondern endet mit Gründonnerstag. Am Karfreitag wird jedoch noch eisern gefastet. Von Aschermittwoch bis Karsamstag sind es genau vierzig Tage, wobei die Sonntage ausgenommen sind, da Christen an jedem Sonntag in der Fastenzeit die Auferstehung Christi feiern. Sonntag sind folglich keine Fastentage. Die Zahl vierzig steht für einen umfassenden Zeitraum, der Wende und Neubeginn ermöglicht. Schon im 2. Jh. bereitete man sich durch zweitägiges Fasten auf Ostersonntag. Im 3. Jh. wurde die Fastenzeit auf die Karwoche ausgedehnt. Im 4. Jh. führte das Konzil von Nicäa die vierzigtägige Fastenzeit ein. Alle Religionen kennen Fastenzeiten. Am Bekanntesten ist der Fastenmonat Ramadan im Islam.
In der Alten Kirche wurden Taufbewerber in der Fastenzeit einen beschwerlichen Bußweg geführt, damit sie frei würden von allen heidnischen Bindungen. Fasten war Verzicht auf bestimmte Nahrung im Vordergrund stehend. Der Bußweg hatte seinen Höhepunkt in der Feier der Osternacht, in der die Bewerber getauft wurden.
Im Mittelalter waren Fastenbräuche streng.
Man durfte nur drei Bissen Brot und drei Schluck Bier oder Wasser zu sich nehmen. Im Jahr 1486 erlaubte der Papst Milchprodukte in der Fastenzeit. Ab Aschermittwoch sollen Christen traditionell vierzig Tage lang weder Alkohol noch Fleisch konsumieren. Eine erlaubte Alternative ist Fisch, da er nicht blutet. Der Hering als traditionelle Fastenspeise hat seinen Sinn dass der Körper nach dem oft übermäßigen Genuss der letzten drei Tage vor Aschermittwoch entschlackt. Schnaps und Bier dürfen nach alter Sitte am Aschermittwoch noch einmal getrunken werden. Bier soll für gutes Gedeihen der Gerste sorgen, Schnaps die Mücken vertreiben.
Fasten im biblischen Sinn bedeutet weniger Einhaltung bestimmter Vorschriften als Besinnung auf Verantwortung. Es soll mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung verantwortungsvoll umgegangen werden. Sie sind maßvoll zu gebrauchen. Fasten bezieht nicht nur auf bestimmte Lebensbereiche wie Essen oder gilt nur eine bestimmte Zeitspanne. Bewusste Fastenzeiten können Hilfe zu einem verantwortlicheren Leben sein. In diesem Sinne ist die evangelische Aktion “Sieben Wochen ohne” seit inzwischen mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich mit ihrem Aufruf zu einem selbst gewählten Verzicht in der Passionszeit.
Der Aschermittwoch erhielt seinen Namen, weil an ihm Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres geweiht und den Gläubigen vom Priester auf Stirn oder Scheitel gestreut wird. Dabei erinnert die Liturgie an Vergänglichkeit des Menschen: “Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staube zurückkehrst.” (vgl. Psalm 90, 3). Papst Urban II. führte diesen Brauch im 11. Jh. ein, im 12. Jh. wurde festgelegt, dass die Bußasche von Palm- und Ölzweigen der Vorjahres gewonnen werden muss.
Asche ist Symbol der Vergänglichkeit, der Buße und Reue.
Die Menschen im alten Testament “hüllten sich in Sack und Asche” um ihrer Bußgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde früher (in bestimmten Bereichen auch noch heute!) als Putzmittel verwendet und ist Symbol für Reinigung der Seele. Aschermittwoch wurde nach alter Überlieferung der Teufel, der zunächst ein normaler Engel gewesen sein soll, wegen Verstößen gegen die göttliche Ordnung aus dem Himmel geworfen. Am mittleren Sonntag der Fastenzeit, dem Sonntag “Laetare”, (“freut euch”), ist die Hälfte der Fastenzeit vorüber.
Die erste Hälfte war von Besinnung und Trauer geprägt.
Ab Laetare soll der Christ froh dem Palmsonntag entgegensehen, der für den Einzug Jesu in Jerusalem, dessen Opfertod am Kreuz und so für die Erlösung des Menschengeschlechts steht. Bis ins 19. Jh. trat der Papst am Laetare-Sonntag in Rom mit einer goldenen Rose als Sinnbild Christi vor die Gläubigen. Am fünften Fastensonntag, dem Sonntag “Judika”, zwei Wochen vor Ostern, werden nach alter Tradition in katholischen Kirchen alle Gegenstände die Österliches darstellen, mit “Hungertüchern” verhüllt. Im Mittelalter verhüllte man oft den ganzen Chorraum der Kirche mit großen “Hungertüchern”, die meist mit Symbolen der Passionszeit bemalt waren. In der evangelischen Kirche ist “Judika” der traditionelle Termin der Konfirmation.
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Dann hilft eine Vierwindetee, bestehend aus je 10 g. zu gleichen Anteilen Pfefferminze, Kamille, Fenchel und Kümmel.
Einen Teelöffel auf eine Tasse mit kochendem Wasser aufbrühen, etwa 5 Minuten ziehen lassen und noch warm trinken.
Eine weitere Hilfe ist das homöopathische Mittel Nux vomika (Brechnuss) D4. Davon alle 2 Stunden 4 der Tablettchen unter der Zunge zergehen lassen.
Text und Bild aus: IKNEWS.de
Die Medien überschlagen sich mit Lob und Zustimmung für den ehemaligen Leiter der Gauck-Behörde. Jeder zweite Deutsche sei für einen Bundespräsidenten Gauck, dieser stehe für Rechtschaffenheit, Offenheit und schonungslose Aufklärung. Er genieße uneingeschränktes Vertrauen, so der Usus. Hier kann unserer Ansicht nach, ein Blick hinter die Kulissen eines Mitgliedes der Atlantikbrücke nicht schaden, welche mit einem Slogan der Freimaurer glänzt. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ist zwar auch zum Wahlspruch der Franzosen geworden, dessen Ursprung liegt aber in den Logen des Grand Orient de France, noch vor der französischen Revolution.
Wir wollen hier das Terpe-Papier aufgreifen, welches ein weiteres Licht auf Joachim Gauck wirft und welches in der aktuellen Debatte fast komplett ausgeblendet wird. Sollten die Vorwürfe stimmen, wäre Gauck als Bundespräsident untragbar und auch die vergebenen Lorbeeren müssten erneut auf den Prüfstand.
Zunächst eine kurze Erklärung zu einigen Begriffen.
Die Abkürzung IM steht für inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Diese Behörde kürzt sich als MfS ab oder dem Begriff Stasi.
Ehemaligen Mitbürgern der DDR dürften diese Abkürzungen nur zu gut im Gedächtnis geblieben sein, auch wenn sich die BRD mehr und mehr anschickt der Stasi den Rang abzulaufen. Doch nun zurück zu dem Terpe-Papier und einigen weiteren Informationen.
Sowohl der damalige Minister des Inneren der DDR Peter-Michael Diestel als auch Lafontain sagten der Zeit zufolge, dass Gauck ein Stasi-Begünstigter gewesen sei.
Hier sind einige Dinge angeführt, die zumindest aufhorchen lassen. So zum Beispiel : unter iknews.de
Zunächst ein Gespräch das hier in Auszügen vom Stern – Lafontaine, 2010 gegeben wurde.
Was hat die Linke gegen Gauck? Aufklärung tut Not, Was (noch) verschwiegen wird sollte das Volk wissen. Lafontaine hat es in einem Interview bereits 2010 auf den Punkt gebracht. Hier im Sinne zitieret in Punkte: Gauck hat den Afghanistankrieg befürwortet. Sparen von den Bürgern verlangt War nach dem Willy Brandt Kreis und der SPD selbst als ungeeignet für die Aufarbeitung der DDR Geschichte da er selbst wohl zu den .Staatssicherheitsleuten gehörte. Gauck genoß Privilegien welche normalen Bürgern verwehrt war. (So wird an anderer Stelle zitiert das er einen VW Bus hatte mit dem er und seine Kinder ungehindert die DDR verlassen konnten)
Das ganze Interview des Stern ist zu lesen unter:
Festzustellen ist jedenfalls Eines: Die Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist durch das Verhalten zur Wahl Gauck´s nicht nur durch die FDP teilweise entmachtet worden. Die zunächst verhaltene Taktik der SPD und ihrem Tenor nach einem gemeinsamen Nenner zu einem geeigneten Kandidaten zu finden war ein weiterer Schachzug der Machtentziehung und eine Suggestionsmaßnahme in Richtung Wahlvolk. Der frühere Parteiangelehnte wurde nun als parteiloser dargestellt und gekürt. Triumph auf der ganzen Linie gegen Merkel? Ist Bewegung in die Koalition in Richtung Auflösung gegeben?
So erschienen am 15. Juni 2010 zu lesen in www.zeit.de unter diesem Datum:
Ex-Linke-Parteichef Lafontaine hat Vorwürfe gegen Joachim Gauck erhoben. Der Präsidentschaftskandidat soll in der DDR eine Vorzugsbehandlung der Stasi genossen haben.
Die Linkspartei hat Joachim Gauck von Anfang an nicht unterstützt. Kritiker sagen, sie habe damit eine Chance verstreichen lassen, einen Teil ihrer Vergangenheit zu bewältigen. Oskar Lafontaine, bis vor Kurzem Vorsitzender von Partei und Bundestagsfraktion, wirft dem früheren Pfarrer nun Nähe zum DDR-Regime vor.
Die Ostdeutschen wüssten, “dass der protestantische Pfarrer Gauck durchaus zu jenen gehört hat, die von der Staatssicherheit auch Privilegien erhalten haben”, sagte Lafontaine stern.de . Gaucks Kinder etwa hätten nach einer Ausreise aus der DDR ihre Eltern wieder besuchen dürfen. Für Lafontaine ist klar: “Die Ostdeutschen wissen aber, dass dies ein bemerkenswertes Privileg der Familie Gauck war, dessen Genuss dem Normalbürger der DDR verwehrt war.”
Lafontaine wiederholt damit die Vorwürfe, die vor mehr als zehn Jahren Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR, erhoben hatte. Diestel hatte damals behauptet, Gauck sei ein “Begünstigter” der Stasi gewesen. Gauck, der damals einen Rechtsstreit gegen Diestel, ein vehementer Kritiker der Stasi-Unterlagenbehörde, anstrengte, wies die Vorwürfe seinerzeit zurück: Man könne ihn wohl kaum einen “Begünstigten” der Stasi nennen, bloß weil seine Kinder Ende der achtziger Jahre hätten ausreisen dürfen – er sei immer gegen ihre Ausreise gewesen. “Die Anträge auf Ausreise (seiner Söhne; Anm. der Red.) seien ein Schock gewesen. Es sei ihm schwer gefallen, die Wünsche seiner Kinder zu akzeptieren und zu unterstützen”, heißt es dazu auf der Internet-Seite seines Verlages . Diestels Behauptungen, so Gauck damals während des Rechtsstreits, stützten sich auf Äußerungen früherer Stasi-Offiziere und Spitzel.
Lafontaine sagte im stern.de -Interview weiter, er wolle sich als Westdeutscher kein abschließendes Urteil über Gauck gestatten. “Im Osten sind allerdings die Stimmen nicht zu überhören, die darauf hinweisen, dass auch Gauck sich wie andere evangelische Pfarrer mit dem DDR-System arrangiert hatte.” Diese Privilegierung habe zum System gehört, wie sich in vielen Fällen belegen lasse. “Davon hat auch Angela Merkel in ihrer Jugend profitiert, deren Vater ebenfalls Geistlicher in der DDR gewesen ist”, sagte Lafontaine.
Allerdings war es nicht unüblich, dass ehemalige DDR-Bürger, die legal nach Westdeutschland ausgereist waren, ihre Angehörigen später wieder besuchen durften. Insofern kann dies nicht als privilegierte Behandlung verstanden werden. Nur Menschen, die die DDR illegal verließen, beispielsweise über Ungarn, hatten keine Chance, ihre Verwandten in der alten Heimat zu besuchen. Das war aber bei Gaucks Söhnen nicht der Fall. Sie waren offiziell ausgereist und hatten ihre Familie später anlässlich einer Goldenen Hochzeit in der DDR besucht.
Die vor Jahren von Gauck geführte Bundesbehörde zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen sei zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte ungeeignet gewesen, sagte Lafontaine. Diese Einschätzung verbinde ihn mit Teilen der SPD.
Die Linkspartei hat die Publizistin Luc Jochimsen nominiert – die nun am 30. Juni chancenlos gegen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff und Mitbewerber Gauck antritt.
Gauck äußerte sich seinerseits wiederum kritisch zur Linkspartei. Ihr fehle die “programmatische Verlässlichkeit”, sagte er Spiegel Online . Eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene könne er sich daher “überhaupt nicht vorstellen”. Allerdings hege er für Teile der Linken durchaus Sympathie, sagte Gauck. Gerade bei den Jungen gebe es viele, “die nicht vom alten Kommunismus träumen, sondern eine gerechtere Gesellschaft wollen”.
Trotz der Differenzen hat die Linkspartei neben dem schwarz-gelben Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff auch Gauck zum Kennenlernen. Beide sollten ihre Positionen am 29. Juni vorstellen. Für den Fall eines dritten Wahlgangs hatten einige Vertreter der Linken dafür plädiert , trotz der Vorbehalte für Gauck zu stimmen, um einen Bundespräsidenten Wulff zu verhindern.
Bereits am 22. Juni will sich Gauck auf einer Veranstaltung in Berlin-Mitte der Öffentlichkeit vorstellen. Ausführliche Aussagen zu den aktuellen Politikthemen werde es dabei aber nicht geben, sagte der 70-Jährige in Berlin. “Ich mache ja keinen Wahlkampf.” Er wolle weiterhin vor allem das Freiheitsthema in den Mittelpunkt stellen und dabei unter anderem konkretisieren, was dies in Zeiten knapper Kassen bedeute, sagte Gauck.
erschienen in www.Zeit-Online.de am 13. Juni 2010, hier zu lesen u.a.:
Begegnungen mit Joachim Gauck aus zwei Jahrzehnten
Die Jahre gingen, das Bild ist unverblasst. Am 29. November 1991 sitzt, nein: thront Joachim Gauck auf einem Podium im rappelvollen Audimax der Berliner Humboldt-Universität. Das Studentenvolk buht und johlt. Gauck, erhaben blickend, schweigt. Gern würde er reden, über die Stasi-Affäre um den Rektor Heinrich Fink. Chöre, Transparente: UNSERN HEINER NIMMT UNS KEINER! GAUCK-LER IN DEN ZIRKUS! Endlich Ruhe. Gauck strafft sich und spricht sonor: Gelassen und voller Freude erwarte ich die Proteste einer PDS-gesteuerten Hochschulöffentlichkeit. Da platzt der Saal. Gauck reckt lutherisch die Faust. Venceremos, denkt der Reporter, na prost. Und wenn die Welt voll Teufel wär – so wirbt man nicht für die Wahrheit.
Selbst- und Fremdwahrnehmung differieren gern. Das Humboldt-Getümmel findet sich, ganz anders empfunden, auch in Joachim Gaucks spannendem Lebensbuch Winter im Sommer, Frühling im Herbst (erschienen 2009). Wortwörtlich entsinnt sich der Autor darin an seinen Satz, »mit dem ich das Publikum in aufklärerischer Verve begrüßte«. Faktisch behielt Gauck recht; das Werben würde er noch lernen. Damals, 1991, balgten sich zwei Emanzipationsorgane: hier das Studenten-Konzil, dort der Trophäenverwalter der 89er-Revolution.
- Wer kandidiert da?
- Kann einer wie Gauck Präsident werden, einer, der aus der DDR kommt? Einer, der die Trophäen der 89er-Revolution verwaltet hat? Ein Anti-Kommunist? Wenn Gauck Präsident würde, dann nicht trotz, sondern wegen seiner Ost- Biografie. Als Prediger der Freiheit und als Enthusiast des Rechtsstaats
Hiermit sind wir bei der zentralen Frage zum Präsidentschaftsanwärter Gauck. Wer kandidiert da? Wer ist Joachim Gauck?
Viele reduzieren ihn auf seine Zeit als Gebieter der Stasiakten. Für sich selbst weiß Gauck viele Titel: Ein linker liberaler Konservativer sei er, ein reisender Demokratielehrer, ein Bürger (Citoyen, nicht Untertan) und Antikommunist. Letzteres versteht man nicht nur als Credo der universalen Freiheits- und Menschenrechte. Gaucks politisches Geburtsdatum ist der 27. Juni 1951; da war er elf. An diesem Tag wurde sein Vater, Kapitän zur See, unter Spionageverdacht verhaftet. Er verschwand spurlos, nach Sibirien. »Das Schicksal unseres Vaters wurde zur Erziehungskeule«, schreibt Gauck. »Die Pflicht zur unbedingten Loyalität gegenüber der Familie schloss auch die kleinste Form der Fraternisierung mit dem System aus.« Erst später habe er den kommunistischen Anti-Hitler-Widerstand zu würdigen gelernt. 1955, nach Adenauers Besuch in Moskau, kehrte der Vater zurück.
Gauck, nicht sonderlich religiös erzogen, wollte eigentlich Germanistik und Geschichte studieren. Das blieb ihm mangels FDJ-Mitgliedschaft verwehrt. »Als ich mit dem Theologiestudium begann, dachte ich nicht daran, Pfarrer zu werden. Dazu kam ich mir viel zu weltlich vor. Theologie betrachtete ich eher als Zweig der Philosophie.« Zur DDR-Zeit war er Pastor in Lüssow (Kreis Güstrow) und im Neubaugebiet Rostock-Evershagen. Gaucks Erzählung zeichnet ein plastisches Bild der »Kirche im Sozialismus«, in der sehr verschiedene Kräfte wirkten. Welten lagen zwischen dem staatsfrommen Greifswalder Bischof Horst Gienke (IM Orion) und den Schweriner Oberhirten Heinrich Rathke und Christoph Stier, die Systemferne praktizierten, ohne gesellschaftliche Abstinenz zu predigen. In ihrem Sinne praktizierte der mecklenburgische Pfarrer und Bürger Gauck als Opponent, nicht als Totalverweigerer des Staates DDR. Drei seiner vier Kinder reisten in den Westen aus.
Das SED-Regime faulte und stürzte. Die Mauer fiel. Die freien Wahlen vom 18. März 1990 beförderten Gauck in die Volkskammer, für das Bündnis 90. Nach der Vereinigung amtierte er zehn Jahre lang als »Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR«. Volkes Stimme benannte den Laden nach dem Chef und erfand ein giftiges Verb: gaucken. Je nach Partei und Milieu galt die Gauck-Behörde als bürgerrechtliche Kläranlage, als Hygieneinstitut der Demokratie oder als westliches Siegerwerkzeug zur Demontage der DDR.
Gottlob zerstoben die Ängste, die Aktenöffnung würde zu Lynchjustiz führen.
übernommen in Text und Bild aus: www.randomhouse.de, Oktober 2009
Titele: SPECIAL zu Joachim Gauck »Winter im Sommer – Frühling im Herbst«

Revolutionspfarrer und Behördenleiter
Joachim Gauck erinnert sich an sein Leben und den Kampf um die Freiheit in der ehemaligen DDR und danach
„Nie wäre es mir in den Sinn gekommen, dass die Staatssicherheit nun mein Thema werden sollte“, schreibt Joachim Gauck in seinen Erinnerungen, die jetzt zu seinem 70. Geburtstag unter dem Titel „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ erschienen sind. Als Abgeordneter für Bündnis ‘90 in der ersten frei gewählten Volkskammer landete er im Innenausschuss, obwohl er lieber für den Ausschuss Deutsche Einheit oder im Auswärtigen Ausschuss gearbeitet hätte. Er sei damals nicht so berühmt gewesen wie andere Oppositionelle seiner Fraktion. Kurze Zeit später war Gauck als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR so bekannt, dass die ihm untergeordnete Behörde mit 2000 Mitarbeitern im allgemeinen Sprachgebrauch als Gauck-Behörde bezeichnet wurde. Dieses Amt bekleidete Gauck bis 2000, zwei Legislaturperioden lang, bevor Marianne Birthler seine Nachfolgerin wurde. Geboren wurde Gauck 1940 in Rostock und arbeitete später als Pastor im Kreis Güstrow und in Rostock-Elvershagen, wurde Stadtjugendpfarrer und organisierte Kirchentage in Mecklenburg. Während der Wendezeit wurde er als Mitglied des Neuen Forums von der Rostocker Zeitung „Revolutionspfarrer“ genannt. Gauck war als Pastor immer regimefern und den staatlichen Behörden ein Dorn im Auge. Dabei sei damals das Theologie-Studium für ihn nur eine der drei letzten gebliebenen Möglichkeiten gewesen, da er schon zu Schulzeiten zu keinerlei Anpassung bereit gewesen sei. Andernfalls hätte er eine Lehre beginnen oder in den Westen fliehen müssen. Nie habe er zu Beginn seines Studiums daran gedacht, Pfarrer zu werden. Er habe ursprünglich Germanistik und Geschichte studieren wollen, doch die Bewerbung um einen Studienplatz sei von Anfang an ein törichtes Unterfangen gewesen. Gauck fehlte die Empfehlung der Schule. Er war nicht Mitglied der FDJ und war bisher aufgefallen durch mißliebige Äußerungen und Mangel an Disziplin.
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Wir sind die Anständigen
Als Schlüsselmoment seiner Kindheit beschreibt Gauck einen Sommertag im Jahr 1951 in Wustrow auf dem Fischland. An diesem Tag wurde Joachims Vater von Männern in Zivil abgeholt. Selbst den Kindern hätte das Wort „abgeholt“ damals Gefahr signalisiert, schreibt Gauck. Alle hätten damals gewusst: „Wer in der Kneipe zu tief ins Glas schaute und ungeschützt redete, wer bei Familienfeiern zu laut politische Witze erzählte oder Lieder von gestern sang, wurde schnell gewarnt: Halt den Mund – oder willst du abgeholt werden?“. Joachims Vater, ein Kapitän zur See, wurde zu zweimal 25 Jahren verurteilt. 25 Jahre für den Erhalt eines Briefes mit der Einladung in den Westen, auf die er nicht reagiert hatte, und weitere 25 Jahre wegen angeblicher antisowjetischer Hetze. Man hatte bei ihm eine legal zugestellte nautische Fachzeitung gefunden. „Die Vorwürfe waren willkürlich und folgten dem Prinzip: Hat man erst die Person, so findet sich auch ein Delikt.“ In der Frage der Systemtreue kannten Joachims Mutter, seine Großmutter und seine Tante danach keinerlei Kompromisse. „Es gab fest umrissene Grenzen des Anstands. „Wenn euch jemand fragt, wann ihr in die Pioniere eintretet“, schärfte Mutter uns Kindern wiederholt ein, dann antwortet ihr: „Ihr könnt wieder nachfragen, wenn wir wissen, wo unser Vater ist und wann er wiederkommt.“. Das Schicksal des Vaters sei zur Erziehungskeule geworden, dafür habe er in dem moralisch komfortablen Bewusstsein gelebt: Wir sind die Anständigen, schreibt Gauck. 1953 erfuhr die Familie endlich, dass der Vater noch lebte, in einem Arbeitslager in Sibirien. Zwei Jahre später kommt er frei, als Folge des Adenauer-Besuchs in Moskau, im Zuge dessen Tausende deutsche Kriegsgefangene und verschleppte Zivilisten freigelassen wurden.
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Das Abschiedsland
Gauck beschreibt die Ausflüge seiner Jugend in den Westen, nach Paris oder mit dem Fahrrad durch Hamburg und Schleswig-Holstein, die Anziehungskraft westberliner Wohngemeinschaften und des Existentialismus, der gerade in Mode war. Es sei ihm damals trotz aller Begeisterung für den Westen nie in den Sinn gekommen, dort zu bleiben. „Wenn ich immer wieder hinfahren konnte, warum sollte ich dann meinen Wohnort wechseln.“ Das änderte sich mit dem Bau der Mauer 1961. Wer nicht geflüchtet war, der wurde eingeschlossen. Gauck selbst hat dennoch nie versucht, die DDR zu verlassen. Er sei nicht geblieben, weil er musste, sondern weil er wollte. In der Kirche habe er einen Frei- und Schutzraum gefunden. Immer wieder beschreibt er den Zwiespalt, den er empfand, wenn Menschen aus seinem Umfeld, etwa aus seiner kirchlichen Gemeinde, das Land verließen, weil es ihnen zu eng und repressiv wurde. Einerseits sei er stolz gewesen auf Menschen, die dem Regime zeigten, dass seine Bindungskräfte gering waren und sich nicht jeder Bürger brechen ließ. „Aber in mir saß auch ein Stachel: Was würde denn sein, wenn immer mehr Menschen uns im Stich ließen? Was würde denn sein, wenn die Aufrechten immer weiter geschwächt wurden?“ Gauck bezeichnet die damalige DDR als ein Abschiedsland. Auch drei seiner vier Kinder entschlossen sich nach jahrelangem Ringen um eine Ausreisegenehmigung, das Land zu verlassen und in die Bundesrepublik überzusiedeln. Seine Frau und er hätten eigentlich damit rechnen müssen, dass sie der Freiheit und der Demokratie zustreben würden, die sie ihnen als Gegenentwurf zur DDR geschildert hätten. Doch die Anträge auf Ausreise seien ein Schock gewesen. Es sei ihm schwer gefallen, die Wünsche seiner Kinder zu akzeptieren und zu unterstützen. Nüchtern und deskriptiv schildert Gauck die Motive und Vorbereitungen seiner Kinder, seine Gedanken und Überlegungen dazu, und dennoch spürt man immer, wie er sich gefühlt haben muss, wieviel Unglück und Trauer dieses Regime über so viele Familien gebracht haben muss. Das Buch ist wunderbar geschrieben. Mitreißend wird Gaucks Schilderung der Ereignisse im Jahr 1989, vor der Wende, als er nach eigenem Bekunden Schritt für Schritt in eine politische Rolle hineinwuchs und zum „Revolutionspfarrer“ wurde, in übervollen Kirchen Predigten zur Freiheit hielt, und wie sich die Aufbruchsstimmung in den Kirchen auf die Straßen übertrug und das geschah, was später benannt würde als „Wiedergeburt des mündigen Bürgers.“
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Die gute Behörde
1990 gehörte Gauck zu den Initiatoren des Stasiunterlagengesetzes. Zum ersten Mal in der Politikgeschichte habe es damit eine Umwidmung des gesamten Archivguts einer Geheimpolizei gegeben. Der Einzelne und die Öffentlichkeit hatten geregelten Zugang zum Archiv, auch wenn beispielsweise der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl das Stasi-Material am liebsten in ein Loch gekippt hätte. Am Tag der deutschen Einheit, am 3. Oktober 1990, begann Gauck seine Tätigkeit als Sonderbeauftragter für die Stasi-Akten. Zusammen mit dem bayerischen Juristen Hansjörg Geiger baute er eine Behörde auf, die sich um eine gigantische Hinterlassenschaft zu kümmern hatte: 204 km Akten, 6 Millionen Personendossiers, Operativpläne, Fotos, Filme, Tonbänder und Geruchsproben. Beim Zusammenbruch der DDR waren 90 000 hauptamtliche und 174000 inoffizielle Stasimitarbeiter tätig. Mitte der Neunziger verschickte die Behörde bis zu 3500 Bescheide täglich mit Auskünften in einem Umfang von teilweise 200 Seiten. Millionen Menschen konnten somit verstehen, wie ihre Biografien beeinflusst wurden von Denunziantentum und Überwachung, aber auch mögliche Zweifel über ihr Umfeld ausräumen. „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ sind die Erinnerungen eines Mannes, der genau weiß, was es bedeutet, in einem unfreien Land zu leben, was es heißt, wenn ein Parteiapparat aus ideologischen Gründen Leben zerstört, und wie es sich anfühlt, wenn Mißtrauen und Verdacht das gesellschaftliche Leben vergiften. Beim Lesen des Buches wird man immer wieder daran erinnert, dass unsere freiheitliche Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist.
Oktober 2009





